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Steve Maman - der "Oskar Schindler der Jesiden": Die Geschichte eines Juden, der Frauen aus der Sklaverei befreite

Steve Maman - der "Oskar Schindler der Jesiden":

Die Geschichte eines Juden, der Frauen aus der Sklaverei befreite




von S.C. Oppenheimer

2014 führte der Vormarsch der Terrororganisation ISIS im Norden des Iraks zum Genozid an den Jesiden. Tausende wurden kaltblütig ermordet, während die Weltöffentlichkeit entweder wegschaute oder mit Gleichgültigkeit reagierte. Die terroristische Vereinigung ISIS erklärte das Jesidentum zu einer „heidnischen Religion aus vorislamischer Zeit“, die es galt auszumerzen, genau wie ihre Anhänger. Sie ermordeten die Männer und vergewaltigten Frauen und Mädchen und gaben sie zur Sklaverei frei. Frauen und Kinder mit denen Terroristen erzwungenen Sex haben konnten, war ein unglaublicher Anreiz und führte zu weiterem Zulauf für die Terrorvereinigung - denn Sex ist Mangelware in der islamischen Welt. Für diese Meute besteht sonst nur die Möglichkeit, ihre Geilheit an Tieren zu befriedigen. Das entlarvt diese „Gotteskrieger“, als was sie wirklich sind: eine blutrünstige, hinterwäldlerische, destruktive, frauenhassende Männergesellschaft, die mordend, vergewaltigend und plündernd umherzieht; ein Todeskult, der keinerlei Spriritualität in sich birgt.

Die Verfolgung der Jesiden ist nicht neu - immer wieder kam es in der langen Geschichte der Jesiden zu grausigen Massakern an ihnen. Aber selten so brutal, so widerwärtig, so grauenvoll, wie durch ISIS. Vor allem seitens des Islam, wurden die Jesiden als „Teufelsanbeter“ diffamiert und verfolgt.

Doch fast schlimmer war das Schweigen und das Nichtstun der zivilisierten Welt. Das war schon einmal so, als die Welt zusah, als die Oberhäupter in Washington, im Vatikan ,in London schwiegen, während man die Juden in Europa – und nicht nur in Europa ermordete. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen.

Steve Maman wählte einen radikal anderen Weg. Der Geschäftsmann aus Kanada wollte nicht wegsehen und es bei tröstenden Worten belassen. Bereits 2013 hatte er geschäftliche Kontakte in den Irak geknüpft.

Ein Jahr später benutzte er eben jene Kontakte um Leben zu retten. Aufgerüttelt durch die hautnahen Kontakte in den Irak ließ ihn das Schicksal der vergewaltigten Frauen und Kinder nicht mehr los, die auf den Sklavenmärkten wie Vieh verkauft wurden.

Er setzte sein Vermögen ein und seine Beziehungen um jesidische und christliche Frauen frei zu kaufen. Seine rechte und seine linke Hand war dabei immer der Priester Canon Andrew White.

Ein schwieriges Unterfangen, doch er baute ein Netzwerk an Helfern und Freiwilligen auf.

Im Oktober 2014 gelang ihm die erste Befreiungsaktion: 11 Frauen und Mädchen, allesamt assyrische Christinnen aus dem selbsternannten Kalifat zu befreien. Seitdem setzte er seine Arbeit kontinuierlich auf allen Ebenen fort. Er knüpfte Kontakte zu Politikern, Organisationen und Privatpersonen, wie z.B. dem Premierminister von Kanada Harper, Jason Kenney, dem Verteidigungsminister von Kanada, Zainab Bengura und Daniela Chivu von der UN.

Die Rettungsaktionen sind nicht risikolos für die Helfer: stundenlange Fahrten und Gewaltmärsche durch das von den Terroristen kontrollierte Gebiet, den Launen des Klimas ausgesetzt und hinter jeder Ecke könnte der Tod oder eine erneute Gefangennahme lauern.

Bislang rettete Steve Maman 128 Frauen und Mädchen, die Mehrzahl Jesidinnen aus der Sex-Sklaverei der ISIS-Terroristen. Nach dem Vorbild eines Oskar Schindlers kaufte er eine Frau, ein Kind nach dem anderen frei. Er verbrauchte zwischenzeitlich auch einen Großteil seines Privatvermögen und ist auf Spenden für seine Befreiungsaktionen angewiesen. Doch er weint dem Geld nicht einen Augenblick lang hinterher. Er glaubt an das jüdische Konzept von „Tikkun Olam“ aus der Welt einen besseren Ort machen.

Doch mit dem Ende der Gefangenschaft ist der Leidensweg der Frauen nicht vorbei. Sie erlitten unvorstellbare Qualen an Körper und Seele. Mehrheitlich werden werden die Frauen den Rest ihrer Tage an den Folgen der erlittenen Folter leiden.

Die Vergewaltigungen, der Missbrauch und Brutalität, die diese Frauen und Mädchen in den Händen von ihrer Entführern ausgesetzt waren und die Mehrzahl immer noch erleiden, sind jenseits unserer Vorstellungskraft.

Es gibt zahllose Berichte von Besitzern, die unschuldige Kinder und Frauen enthauptet haben, weil sie sich weigerten, bestimmte sexuelle Handlungen durchzuführen. Die anderen wurden unter extremer Gewaltanwendung wiederholt misshandelt und als Sexsklaven von ihren Besitzern, sowie deren Freunden und Gästen vergewaltigt.

Viele junge Heranwachsende werden in Bordellen festgehalten, wo sie 30 bis 40 Mal pro Tag von ISIS Kämpfern verkauft und vergewaltigt werden. Zu allem Übel wird im Horror-Kalifat die Praxis der genitalen Verstümmelung propagiert, zu der die weiblichen Gefangenen gezwungen werden.

Der Anblick einer von ihm freigekauften 8-jährigen geht Steve Maman bis heute nicht mehr aus dem Kopf: das bedauernswerte Kind war übersät mit blauen Flecken; sie konnte weder gehen, noch sprach sie ein Wort und war dutzende Male vergewaltigt worden.

Leider hat Steve Maman unredliche Konkurrenz erhalten. Mittlerweile hat sich eine Gruppe gebildet, die nicht nur den Preis für die Frauen in die Höhe treibt, sondern auch doppelt und dreifach das Geld eintreibt und die Angehörigen der Opfer zwingt, ihnen ihre Güter zu überschreiben.Weitermachen, sagte sich Steve Maman, da sich wahrscheinlich noch 2700 – 3000 Frauen und Mädchen sich in Sklaverei befinden. „Trotzdem,“ sagt er, „wir brauchen Hilfe. Uns geht langsam das Geld aus.“Schöne Worte helfen in diesem Fall nicht; Taten sind gefragt. Jeder Groschen, der gespendet wird, ist ein Schritt in Richtung Freiheit.

 

Foto: Steve Maman (Foto: privat)

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Sonntag, 16 August 2015






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