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Europa nach dem Brexit

Europa nach dem Brexit


Während die wirkliche Welt sich post-Brexit bereits weitergedreht hat, fanden sich vor ein paar Tagen die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Italien und Germany vor der Küste von Neapel zusammen, um die Zukunft der EU zu gestalten.

von Ramiro Fulano

 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre 24 Kollegen, die nicht zu diesem Treffen eingeladen waren, das als Beitrag zu mehr Demokratie und Mitbestimmung empfunden haben. Aber es soll ja nach dem Wort der deutschen Bundeskanzlerin ab jetzt nicht um „mehr“, sondern um „besseres“ Europa gehen. 
 
Ab jetzt heißt es also Klasse statt Masse, liebe Spanier, Polen, Schweden, Bulgaren, etc., etc. etc. Das
kontinentaleuropäische Politik-Modell ging stets davon aus, dass die Geschicke eines Staates am besten in den Händen einer kleinen, erleuchteten Elite aufgehoben sind, weil diese sich gegenüber den Launen des tumben Pöbels besser durchzusetzen versteht. Das ist einer der Gründe, warum das angelsächsische Politik-Model seine „Eliten“ rechtzeitig einen Kopf kürzer zu machen pflegt.
 
Indes sollte man die Dame und die beiden Herren, die sich auf dem italienischen Flugzeugträger Garibaldi zusammenfanden, an ihren Erfolgen messen: Deutschlands sozialistisches Bruderland jenseits des Rheins befindet sich nach einer Serie schwerer islamistischer Attentate seit fast einem Jahr im Ausnahmezustand. Und Italien wird seinem Ruf als der weiche Unterbauch „Europas“ mal wieder gerecht und mutiert zum Griechenland 2.0. 
 
Und in Deutschland soll man sich nun für ein bis zwei Wochen bevorraten, weil jeden Augenblick damit zu rechnen ist, dass „Verrückte“ die Elektrizitätsversorgung sabotieren (und wenn der böse Atomstrom nicht mehr geht, dann fällt auch das liebe Leitungswasser aus, liebe Ökopathen). Denken Sie bitte daran, liebe Leserinnen und Leser, dass sie vor allem solche Lebensmittel kaufen, die auch ohne Strom und Wasser verzehrfertig sind, wenn Sie auf staatstragenden Großeinkauf gehen.
Das also haben wir unserer erleuchteten Euro-Elite und ihren uffjeklärten Jubelpersern in den Medien zu verdanken – mal abgesehen von einem unnötigen Konfrontationskurs mit Russland und einem Versinken der Euro-Zone in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit: Während auf die „EU der Sieben“ vor vierzig Jahren fast ein Drittel des Welthandels entfiel, schafft das Europa der 27 ½ es auf gerade mal elf Prozent. „Mehr Europa“ und so weiter… 
 
It’s a mad, mad, mad, mad Merkel. 
 
Das Ausmaß an Realitätsverweigerung, das notwendig sein muss, um sich diese und andere Fakten als Erfolgsbilanz schönzureden, liegt höchstwahrscheinlich oberhalb des Messebereichs, auf der Grenze zum klinischen Irresein. Es sei denn, die Demontage eines halben Kontinentes ist genau das Ziel, zu dem sich Monsieur Hollande, Signore Rienzi und Frau Dr. Merkel zu ihrem Mutter-Vater-Kind-Spiel mit vertauschten Rollen auf der MS Garibaldi getroffen haben. Und das Spiel geht so: Vati (Deutschland) verdient das Geld, das Madame (Frankreich) ausgibt, während beide aufpassen, dass Italien nicht wieder zu viel Unsinn anstellt, wenn man es allein lässt. 
 
Bei mir an der Ecke gibt es übrigens auch eine Garibaldi: mit Schinken, Champignons und Artischocken für 12,50 (GesamtschullehrerInnen jederlei Geschlechts sowie Frau Kahane können ja mal googeln, wer Garibaldi war). Wenn das das Flaggschiff der EU sein soll, besteht deren Strategie vielleicht darin, dass der Gegner sich totlacht? Waren das die Teletubbys, die Mutti, Vati, Kind an Bord begrüßten? War man in einem italienischen Freizeitpark oder beim Eurovision-Songcontest gelandet? Aber jetzt mal im Ernst: Man sollte den EU-Flugzeugträger nach Jean-Claude-Juncker benennen. Da wäre wenigstens davon auszugehen, dass der Alkohol nicht knapp wird. 
 
Jaja, das war „unsere“ erleuchtete Elite, die sich da vor der Costa Mafia traf um sich unweit des Sommerpalastes des Kaisers Nero die Trauben in den Mund wachsen zu lassen. Richtig, das war derselbe Nero, der so lustig gefiedelt hat, während Rom brannte. Und wir haben das Privileg, für dieses Kaspertheater per Steuern zur Kasse gebeten zu werden. Aber EU-
Nationalismus ist natürlich die viel feinere, moralisch überlegene Form des Wahngedankens, liebe Leserinnen und Leser.
All das, während in Italien die Jugendarbeitslosigkeit seit zehn Jahren bei 32% liegt und Hochschulabsolventen sich dort um Jobs in Supermärkten und Call-Centern reißen. Das sind – vor allem im Gegensatz zur EU-Elite – natürlich anständige Berufe. Aber ist es wirklich eine kluge Ressourcenallokation, wenn der Mensch sich ein Studium gönnt, von dem er niemals etwas haben wird?
 
Doch es gibt auch Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Es ist ja einigermaßen unwahrscheinlich, dass versuchte Wahlfälschung in Österreich mit dem höchsten Staatsamt dotiert wird. Wenngleich die veröffentlichte Einheitsmeinung vielleicht auch das noch hinbekommt.
 
Und selbstverständlich ist weiterhin nicht davon auszugehen, dass Spanier und Polen, Portugiesen und Schweden oder Bulgaren und Finnen davon entzückt sein werden, dass hinter ihrem Rücken vor der Küste von Neapel über ihre Köpfe hinweg entschieden wird, wie es mit ihnen weitergehen soll. Noch dazu von einer „EU-Führung“, deren Bilanz so ziemlich das größte Desaster darstellt, das seit dem Zweiten Weltkrieg über den Kontinent verhängt wurde. 
 
Natürlich wird all das von Leuten betrieben, die es nur „gut“ meinen - vor allem mit sich selbst. Aber hinterher will es wieder keiner gewesen sein. Wenn man nämlich im Hause der Misere keine IS-TerroristInnen in Germany „sieht“ (weil nicht sein kann, was nicht sein darf), dann sollte man den Augenarzt wechseln. Wenn der Wahnsinn allerdings Methode hat, sollten Dritte sich überlegen, ob das „politische“ Personal der VEB Deutschland AG noch im Stande ist, die Amtsgeschäfte sicher zu führen, oder ob es ausgetauscht werden muss.

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Mittwoch, 24 August 2016






@Ramiro: Top, musste mehrmals schmunzeln. "..Costa Mafia...Trauben in den Mund wachsen...uffjeklärten Jubelpersern..im Hause der Misere..." Und stellenweise so poetisch.☺ Nur das dämliche Innen stört.