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Sippenhaft in der Türkei - und Merkel lobt Erdogan

Sippenhaft in der Türkei - und Merkel lobt Erdogan


Das nennt man Geiselnahme. Das nennt man Sippenhaft. Und sowas hat es in der Türkei nach keinem Militärputsch gegeben.

Dilek Dündar, die Ehefrau von Can Dündar wurde eben am Flughafen Istanbul angehalten, ihr Pass wurde annulliert und eingezogen, sie darf die Türkei nicht verlassen.

Can Dündar, war bis vor kurzem der Herausgeber der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet. Er wird derzeit in der Türkei verfolgt, weil er als Journalist die Unterstützung des IS durch den türkischen Geheimdienst MIT aufgedeckt hatte. Can Dündar befindet sich in Europa.

Dieses Ausreiseverbot betrifft nicht nur Frau Dündar, sondern alle Ehefrauen von derzeit als verdächtig eingestuften Personen, laut einem ganz neuen Dekret Erdogans, als Vorstand des Ausnahmezustandes.

Ich hatte während des Militärputsches in den 80er Jahren mehrere Ermittlungsverfahren und Anklagen gegen mich, aber meine Frau und Kind könnten ein- und ausreisen. Ein einziges Mal wurde mein Vater an der Grenze befragt, wo ich mich aufhalte. Das war alles.

Jetzt macht Erdogan aus dem ganzen Land ein Gefängnis, auch für die nicht beteiligten Ehefrauen. Diese Maßnahmen stehen in keinem Gesetzbuch. Deshalb hat er kurz vor seiner Abreise nach China ein Dekret per Gesetzeskraft erlassen, um die Ehefrauen bzw. Ehemänner von verdächtigen Personen im Ausland als Geisel in der Türkei zu behalten.

Jetzt ist er in China bei G20 Treffen und hört sich die Lobeshymnen für sein demokratisches Engagement gegen die Phantomputschisten an. Von Merkel, Putin und Obama.


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Samstag, 03 September 2016