Skandal im Parlament: Grünen-Politiker vergleicht Juden mit Schweinen

Skandal im Parlament:

Grünen-Politiker vergleicht Juden mit Schweinen


Im schweizerischen Bundesparlament, dem Nationalrat, ist es zu einem antisemitischen Eklat gekommen.

Bei einer Parlamentsdebatte um einen Antrag der schweizer Grünen, hat sich der grüne Abgeordnete Jonas Fricker komplett entlarvt.

 

Gegenstand des Antrages war ein Lieblingsthema von Grünen, Veganern und sogenannten „Tierrechtlern“ - genannt „Fairfood“, und was Grüne und Veganer glauben, darunter verstehen zu müssen.

 

Zu Beginn seiner Ausführungen sagt der Abgeordnete:

 

„Sie kennen die Bilder, ja sogar die Dokumentarfilme aus Europa, die die unsägliche Massentierhaltung belegen, Transporte in den sicheren Tod.“

 

Was dann kommt, berichtet die schweizer Tageszeitung „Blick“:

 

„Als er das letzte Mal eine Dokumentation über Transporte von Schweinen gesehen habe, seien ihm unweigerlich die Bilder der Massendeportation nach Auschwitz aus dem Film «Schindlers Liste» in den Sinn gekommen. Ein geschmackloser Vergleich, doch das ist noch nicht alles. Fricker legte noch nach. «Die Menschen, die dort deportiert wurden, die hatten eine kleine Chance zu überleben. Die Schweine, die fahren in den sicheren Tod.»

 

Ganz Neu ist diese krude „Sichtweise“ nicht. Sogenannte „Tierrechtler“ sprechen ja auch schon mal von „Hühner-HZs“ und davon, für Hühner wäre „jeden Tag Treblinka“.

 

Unklar ist bislang, ob die schweizerischen Grünen, die gerne als „Antifaschisten“ tituliert werden wollen, den betreffenden Abgeordneten aus Partei und Fraktion ausschließen oder eher kein Problem mit seinen Tiraden haben.

 

 

Itay R. Livna


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Sonntag, 01 Oktober 2017






Der Vergleich ist zweifellos in mehrfacher Hinsicht unpassend und daher kritikwürdig. Aber von einem "antisemitischen Eklat" kann m. E. keine Rede sein. Fricker hat sich ja nicht judenfeindlich geäußert, sondern wollte nur drastisch auf das Elend der sogenannten Nutztiere hinweisen. Offenbar nach dem Motto: "Wer Anstöße geben will, muss Anstoß erregen." Seine Äußerungen sind überzogen, aber die Forderung, ihn deshalb aus der Partei auszuschließen, eben auch. Alle Beteiligten könnten und sollten es "eine Nummer kleiner" halten. Es wäre deutlich genug und würde Mißverständnisse sowie daraus entstehende Scheinkonflikte vermeiden.

Offenbar hat Fricker inzwischen eingesehen, dass er sich verrannt hat, und daraus Konsequenzen gezogen: Swiss lawmaker resigns after comparing pigs to Auschwitz victims https://www.jta.org/2017/10/02/news-opinion/world/swiss-lawmaker-resigns-after-comparing-pigs-to-auschwitz-victims Immerhin. Aber ein Skandal im Parlament war es nicht; die Überschrift ist überzogen. Das Parlament ist Ort freier Rede (jedenfalls sollte es das sein). Dazu gehören nun einmal auch drastische und überdrehte Vergleiche sowie andere abstruse Äußerungen.