EU-Wahl: Ungarn freut sich über einen epochalen Sieg Viktor Orbans

EU-Wahl: Ungarn freut sich über einen epochalen Sieg Viktor Orbans


Nicht nur Italien und Frankreich jubeln. Auch die Ungarn haben ihrem Premier Viktor Orban bei der EU-Wahl erneut gezeigt, dass sie in überwältigender Mehrheit hinter ihm und seine Fidesz stehen.

Von Dr. David Berger

Als epochalen Sieg feierte Viktor Orban bereits gestern den Ausgang der EU-Wahl für das rechtskonservative Parteienbündnis aus der Fidesz- und KDNP-Partei (Christlich-Demokratische Volkspartei). Wie die dpa gerade bekannt gibt, erreichte das Parteienbündnis unter Führung von Premier Viktor Orban 52,3 Prozent der Stimmen. Weit abgeschlagen liegen die anderen Parteien Ungarns (DK 16,2 %, Momentum 9,9 %, MSZP-PM 6,7 %) hinter der Regierungspartei.

Ungarns wichtige Rolle in Europa

Orban lobte besonders die erstaunlich hohe Wahlbeteiligung der Ungarn an dieser EU-Wahl: Über 43 Prozent waren gestern an die Wahlurnen getreten, ganze 14 Prozent mehr als bei der letzten EU-Wahl. Dies sei ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Ungarn sich seiner wichtigen Rolle in Europa bewusst sei, so Orban gestern Abend.

Die Stärke von Fidesz führte auch dazu, dass extremistische Parteien vom Wähler an den Rand gedrängt wurden und immer mehr an Einfluss in Ungarn verlieren: So etwa die MSZP (Sozialisten), die nur noch 6,7 Prozent erreicht und die einstmals rechtsradikale, in letzer Zeit gemäßigter auftretende „Jobbik“, die ebenfalls nur knapp über 6 Prozent der Stimmen erreichte.

Bereit für Salvinis „Europäische Allianz der Völker und Nationen“

Orbans Wahlsieg ist keine Überraschung. Schon als er seine Stimme abgab, äußerte er gegenüber der Presse: „Ich hoffe, dass es in der europäischen Öffentlichkeit zu einer Verschiebung zugunsten jener politischen Parteien kommen wird, die die Migration stoppen wollen“.

In diesem Sinne sei für ihn das „Österreichische Modell“ (Zusammenarbeit mit der ÖVP in der EVP) endgültig beendet. Vielmehr setze er nun auf das „italienische Modell“ – womit er vermutlich die Allianzpläne Matteo Salvinis meinte.

Ähnlich wie Salvini betont Orban immer wieder die Notwendigkeit, dass sich Europa auf seine jüdisch-christlichen Fundamente zurückbesinnt und die mit der ungeordneten Massenimmigration einhergehende Islamisierung radikal stoppt.

 

Philosophia Perennis - Foto: Victor Orban und die anderen osteuropäischen Regierungschefs zusammen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Binjamin Netanyahu bei Gipfeltreffen der Visegrad-Staaten in der ungarischen Hauptstadt Budapest.

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Autor: Dr. David Berger
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Montag, 27 Mai 2019





Wenn Salvini und Orban immer die Notwendigkeit betonen, daß sich Europa auf seine jüdisch-christlichen Fundamente zurückbesinnen soll stellt sich mir nur die Frage was die zwei und andere Rechtspopulisten eigentlich damit meinen. Vielleicht einen gemeinsamen religösen Ursprung oder die seit dem frühen Mittelalter erfolgten Verbrechen gegen Juden. Man sollte nicht vergessen, daß Martin Luther auch nicht sofort nach dem Thesenanschlag durch antisemitische Äußerungen auffiel. Nur weil die Rechtspopulisten gegen Muslime sind, sind sie längst keine Freunde Israels.

@1sio Hi Sio, die meinen vielleicht einfach, dass die Christen und Juden sich darauf besinnen sollten, dass sie ebenfalls eine Kultur haben und nicht nur die Moslems. Aber mal ernsthaft, wenn die 52,3 % stimmen, wer sind dann denn die "Anderen", die der Meinung sind daran rummeckern zu müssen? demokratischer kann man doch von den Wählern nicht bestätigt werden. Auch wenn die Politik Orbans einigen Meckerfritzen nicht gefällt, mir gefällt einiges von AM auch nicht aberr Demokratie ist nicht dazu da, dass man hinterher rummeckert.