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Broders Spiegel: So geht Demokratie [Video]

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Von Henryk M. Broder

Ein Parlament, dass es dem Regierungschef schwer bis unmöglich macht, seine Politik durchzusetzen und ein Premier, der um seinen Kurs kämpfen muss – das ist Demokratie in lebendigster Form. Und vorgeführt wird sie uns unter Mitwirkung des hierzulande allseits geschmähten Boris Johnson wieder in London. Der will in Zeiten des Streits sogar die Wähler neu wählen lassen, die auf diese Weise über die Brexit-Modalitäten mitentscheiden könnten. Aus deutscher Sicht ist das offenbar unerhört! Eigentlich schade, dass die Briten die EU verlassen, aber es muss sein. Irgendwer muss ja in einem Kartenhaus mal die erste Karte ziehen.

 


Autor: Henryk M. Broder:
Bild Quelle:


Montag, 09 September 2019






Gutes Statement HMB, wer könnte etwas dagegen sagen? Die Engländer machen es uns leicht das gut zu finden.

Das britische Parlament musste gegen den Regierungschef ein Gesetz zu Wahrung demokratischer Grundsätze erlassen. Wer jetzt noch solch einen Regierungschef als erstrebenswert ansieht, ist doch irgendwie im falschen Film. Das britische Parlament hat bewiesen wie Demokratie geht. Nicht dieser Bojo. Vielleicht ist es auch dem "Vorbild" zu verdanken wenn Großbritanien in England, Schottland und Wales zerfällt und Nordirland auch noch Tschüss sagt. Das wäre ja so, als ob bei uns Bayern, Sachsen und Thüringen die Abtrennung von Deutschland durchführen wollten. Wer möchte so etwas verantworten?

@2sio Typischer Fall von falscher Brille aufgehabt Sio? Welcher Staat ist denn zerfallen? Ich kann mich nur an die Sowjetunion erinnern und deren Fan ist ja wohl nicht Boja sondern sein politischer Gegner.

@3 Tja pp, ich habe auch nicht behauptet daß GB zerfallen ist. Aber warum wollen z.B. die Schotten vielleicht nächstes Jahr wieder über die Eigenstaatlichkeit abstimmen lassen? Anscheinend stimmen Sie mir aber zu, daß dem britischen Staatschef gezeigt wurde wie Demokratie geht.

@4sio Moin Sio, der Unterschied zwischen Demokratie und "keine Demokratie" ist, dass der PM in England von seinem Parlament gesagt bekommt "so geht es nicht" und kein Parlament sagt AM "........nichts", das lieber Sio ist der Unterschied zwischen Demokratie und Jasager-Politik, der Unterschied zwischen England und DE. Wenn Boris so handeln würde wie AM hätte er das Parlament nicht gefragt, das hat AM auch nicht gemacht. DAS ist der Unterschied und ob Schottland oder Sachsen das gut findet kann auch nur in England Beachtung finden, in DE wird die Entscheidung der Sachsen einfach wegdiskutiert aber wir haben ja auch nur Jasager als Parlamentssprecher. Ist Ihnen anscheinend noch nicht aufgefallen.

@5 Nett, daß Sie mir Demokratie erklären wollen. Sie wollen doch wohl nicht behaupten, daß unser System undemokratisch wäre und wir uns regelmäßig eine Diktatur wählen. Warum haben die Briten denn nicht darauf bestanden uns eine Demokratie nach eigenem Vorbild zu verpassen? Auch Frankreich und die USA waren mit der Einführung unserer Demokratie einverstanden. Sogar bei den demokratisch genannten Regierungsformen gibt es nun mal deutliche Unterschiede. Das eine hat diese Vorzüge und das andere eben jene. Man kann natürlich versuchen immer nur die Rosinen bei den anderen zu finden, aber dann das eigene System schlechtzureden finde ich widersinnig. Außerdem haben wir ja auch noch eine Opposition und letztendlich noch das Bundesverfassungsgericht. Hat Demokratie nicht damit etwas zu tun, einfach zu tolerieren was eine Mehrheit bestimmt hat? Wer sagt übrigens meinem Lieblingspräsidenten wie Demokratie geht? Die Opposition in den USA ist doch auch nicht mächtiger als unsere. Übrigens hat Bojo das Parlament in eine Zwangspause geschickt und wollte es dadurch auch nicht über einen Brexit ohne Vertrag abstimmen lassen. Nicht zu vergessen, daß es auch schon gesagt hat, daß wir das schaffen. Ihr Vergleich hinkt also mächtig. Ist Ihnen das jetzt aufgefallen?

@6sio Lieber Sio, bevor ich Ihren Kommentar lese muss ich zum 1. Satz was sagen: SIE wollten mir erklären was "Demokratie" ist, ich habe Ihnen lediglich gesagt, dass wir in DE so eine Demokratie brauchen würden und jetzt lese ich Ihren Kommentar.

@6sio Nein Sio, ich weiß, das ich nicht hinke, ich habe alle meine vier Beine bei mir und kann mich gut vorwärts bewegen, so ähnlich wie unsere Politiker. Demokratie ist ein graziles Gebilde, es ist leicht zu vergraulen aber es hat eine enorme Anhänglichkeit an Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit, gilt auch für Linke. Ich freue mich über die Diskussionen im englischen Parlament aber ich habe nicht vergessen, dass sich die Mehrheit der Engländer FÜR den Brexit entschieden hat ob es den linken Scharfmachern nun gefällt oder nicht.

Demokratie SOLLTE eine Anhänglichkeit für Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit haben. Jeder Mensch lügt und daher lügen auch alle Politiker. Der eine mehr und der andere weniger. Ob das unsere Politiker sind, Bojo oder sonstige. Auf keinen Fall fällt mir aber bei Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit mein Lieblingspräsident ein. Ich habe übrigens nicht behauptet das Sie hinken, sondern das Ihr Vergleich hinkt. Ich wollte Ihnen auch nicht Demokratie erklären, sondern habe nur behauptet, daß das britische Parlament seinem Chef gezeigt hat was Demokratie ist. Ob die "klare" Entscheidung für einen Brexit den Linken gefällt ist doch wohl unwichtig, solange es den rechten Scharfmachern gefällt. Vielleicht kann man ein Jahr nach der vollzogenen Trennung erkennen, wer gewonnen und wer verloren hat. Vielleicht werden Sie ja dann ein Linker und ich ein Rechter.

@8pp..Du hast vollkommen Recht, das Parlament ist ein "Diener des Volkes"! Laut Volksabstimmung hat die Mehrheit des englischen Volkes für einen Brexit gestimmt! Nun ist es Aufgabe des britischen Parlaments, dem Willen des Volkes Folge zu leisten, Linke oder Rechte, spielen hierbei keine Rolle, der Brexit ist zu vollziehen!