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Pariser Attentäter war Anhänger des radikalen Islam

Pariser Attentäter war Anhänger des radikalen Islam

 Pariser Attentäter war Anhänger des radikalen Islam


Der 45-Jährige rechtfertigte 2015 den Angriff auf Charlie Hebdo. Die Pariser Polizei ignorierte die Warnhinweise jedoch.

 Pariser Attentäter war Anhänger des radikalen Islam

Von Adam Nositter, The New York Times

Belege dafür, dass die Pariser Polizei die Warnhinweise in Bezug auf einen ihrer Beamten übersehen hatte, der am Donnerstag in ihrem Hauptquartier vier Kollegen erstach, ziehen Forderungen nach einem Führungswechsel nach sich.

Auf einer Pressekonferenz am Samstag sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt Jean-François Ricard, der Mörder – ein 45-jähriger Computertechniker, der im Polizeiaufsichtsdienst arbeitete – habe im Januar 2015 einem Kollegen gegenüber die Morde an den Mitarbeitern der Zeitschrift Charlie Hebdo gerechtfertigt, und dasselbe auch für andere radikal islamistische Morde getan. Die beunruhigenden Aussagen, die er gemacht hatte, nachdem ein Dutzend Menschen bei dem Angriff auf Charlie-Hebdo in Paris getötet worden waren, wurden höherrangigen Offizieren gemeldet, sagte ein Gewerkschaftsfunktionär am Samstag, aber es wurde nichts getan.

Die Tatsache, dass diese und andere potenzielle Hinweise – darunter ein Video, das der Mörder auf Facebook postete und auf dem er das Durchtrennen von Kehlen imitierte – von der Polizeiverwaltung, einer Organisation, die mit der Terrorismusbekämpfung betraut ist, übersehen worden waren, schockierte die Reihen der nationalen Polizei. Auch Forderungen nach dem Rücktritt des Innenministers wurden laut. (…)

Der Angreifer war bereits vor langer Zeit zum Islam konvertiert und nicht, wie die Polizei nach den Morden mittteilte, erst vor kurzem, und er war ein häufiger Besucher der Morgen- und Abendgebete in einer örtlichen Moschee. Dort war ein radikaler Imam tätig, der fast aus Frankreich ausgewiesen worden war, sagte der Funktionär des Polizeigewerkschaft am Freitag.

Der Mörder hatte Kontakte zu ‚mehreren Personen, die im Verdacht stehen, Teil der salafistischen Bewegung zu sein‘, sagte Ricard und bezog sich auf eine ultrakonservative Bewegung innerhalb des sunnitischen Islam. Der Staatsanwalt wies auch auf Dutzende von religiösen Textnachrichten hin, die der Mörder kurz vor den Morden mit seiner Frau austauschte, was darauf hindeutet, dass er einer ‚radikalen Vision des Islam‘ folgte.


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Kristoffer Trolle, CC BY 2.0)


Sonntag, 06 Oktober 2019







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