Hintergrund zum Internationalen Tag der Berge

Hintergrund zum Internationalen Tag der Berge


Ein besserer Schutz für die Alpen

Hintergrund zum Internationalen Tag der Berge

Der 11. Dezember ist der Internationale Tag der Berge. Er soll daran erinnern, wie wertvoll die Bergregionen als Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräume sind. Gemeinsam mit den Nachbarländern hat sich die Bundesregierung ein wichtiges Ziel gesetzt.

Gebirgsflüsse, Seen, Wälder, bewirtschaftete Almen und Bergwiesen – die deutsche Alpenlandschaft ist vielseitig. Seltene und oftmals geschützte Tier- und Pflanzenarten sind in den Bergen zu Hause. Diese Eigenschaften machen den Alpenraum, aber auch Deutschlands Mittelgebirge zu Anziehungspunkten für Touristen und somit zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren.

Erhöhtes Risiko durch Wetterextreme

Doch auch in den Gebirgen ist spürbar, wie sich die Umwelt und das Klima verändern. Freizeit- und Hotelanlagen nehmen Raum in Anspruch und verdrängen mitunter die natürliche Landschaft. Die Erderwärmung verschiebt Schneefallgrenzen und sorgt für extreme Wetterereignisse. Die Bundesregierung geht in Mittelgebirgen von einem erhöhten Risiko für Waldbrände, Starkregen und Sturzfluten aus. Diese Entwicklungen gefährden die biologische Vielfalt in den Bergregionen, genauso wie die Existenzgrundlage vieler Menschen, die vom Tourismus leben.  

Besserer Schutz für Pflanzen und Tiere

Umso wichtiger erscheint eine nachhaltige, ressourcenschonende Bewirtschaftung der Gebirge in Einklang mit Natur und Umwelt. Um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten, hat das Bundesumweltministerium einen Praxisleitfaden gefördert. Das Ziel: Landschafts- und Naturschutz, die lokale Wirtschaft und die kulturelle Identität der Bevölkerung berücksichtigen und ein Miteinander ermöglichen.

Die Bundesregierung hat außerdem die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) beschlossen. Das dazugehörige Förderprogramm hilft, die NBS umzusetzen. Der Schutz von Pflanzen- und Tierarten in den deutschen Mittelgebirgen und dem Alpenraum bilden hier einen Schwerpunkt.

Die Alpenregion soll klimaneutral werden

Im Rahmen der Alpenkonvention engagiert sich Deutschland  gemeinsam mit den Nachbarländern für den Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Alpen. Von 2015 bis 2016 übernahm Deutschland den Vorsitz in den Gremien der Alpenkonvention. Unter der deutschen Präsidentschaft haben die Vertragsstaaten ein mehrjähriges Arbeitsprogramm für die Jahre 2017 bis 2022 erarbeitet. Sie haben sich dabei unter anderem mit Fragen zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft, der Artenvielfalt und der Anpassung an den Klimawandel auseinandergesetzt.

Zum Abschluss der 15. Alpenkonferenz, die im April 2019 in Innsbruck stattfand, vereinbarten die Länder der Alpenkonvention eine verstärkte Zusammenarbeit beim Klima- und Bodenschutz – Ziel: Die Alpenregion soll bis 2050 klimaneutral sein.

Das Bundesumweltministerium fördert zudem den kommunalen Klimaschutz im deutschen Alpenraum im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, zum Beispiel durch den Ausbau einer klimafreundlichen Radverkehrsinfrastruktur. Über die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnten zahlreiche Berg- und Schutzhütten in den vergangenen Jahren umweltgerecht modernisiert werden. 


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle: Bundesregierung


Mittwoch, 11 Dezember 2019

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