Linkspartei: Juden Schuld an Corbyns Niederlage

Linkspartei: Juden Schuld an Corbyns Niederlage


Jean-Luc Mélenchon erklärt, die haltlosen Vorwürfe von Großbritanniens Oberrabbiner und rechter Likud-Netzwerke hätten der Labour Party den Sieg gekostet.

Linkspartei: Juden Schuld an Corbyns Niederlage

Von Henry Samuel, Paris, The Telegraph

Jean-Luc Mélenchon, ein Hitzkopf der äußersten Linken in Frankreich, löste einen Aufruhr aus, indem er behauptete, Jeremy Corbyn hätte sich niemals für die „flegelhaften“ Antisemitismus-Vorwürfe entschuldigen sollen, die, wie er sagte, vom Oberrabbiner und der israelischen Rechten erfunden worden seien.

Mélenchon, der bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Jahr 2017 Vierter wurde, behauptete, der britische Labour-Führer habe während seines Wahlkampfs einen Teil der Wähler verloren, weil er „Schwäche“ gegenüber den Anschuldigungen gezeigt habe. In einem Blog sagte er: „(Corbyn) musste, ohne dass ihm jemand zu Hilfe gekommen wäre, die Behauptungen ertragen, die von Seiten des englischen Oberrabbiners und von verschiedenen Netzwerken aufgebracht wurden, die mit dem Likud (der extrem rechten Partei des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu).“

„Anstatt zu kontern, vertat er seine Zeit damit, sich zu entschuldigen und Zusagen zu machen. Damit zeigte er Schwäche, die die Wähler beunruhigte“, sagte er. Die Labour-Niederlage „muss als Lehre dienen“, sagte Mélenchon, ein Abgeordneter, der die Partei „Unbeugsames Frankreich“ anführt. (…) Anschließend ging er dazu über, das, was er als „arrogantes und sektiererisches Diktat“ von Frankreichs jüdischer Dachorganisation CRIF bezeichnete, anzugreifen.

Die CRIF wies Mélenchon Behauptungen zurück und erklärte, dass sie an die „Vichy-Rhetorik über die jüdische Weltverschwörung“ erinnere. Die Aussagen seien, „ein schockierendes und überraschendes Sammelsurium: Welche Verbindung besteht zwischen der CRIF und den britischen Wahlen?“, fragte CRIF-Präsident Francis Kalifat.

 

Übersetzt von MENA Watch -


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Cancillería del Ecuador from Ecuador [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]


Samstag, 21 Dezember 2019

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