VDL gibt der Demokratie die Schuld am EU-Impf-Desaster

VDL gibt der Demokratie die Schuld am EU-Impf-Desaster


Unsere Uschi, die demokratisch nur höchst fadenscheinig legitimierte „Präsidentin“ der EU-Kommission, weiß endlich, wer am Totalversagen ihrer Organisation Schuld hat: die „Demokratie“ - oder war es vielleicht doch der Bossa-Nova?

VDL gibt der Demokratie die Schuld am EU-Impf-Desaster

Von Ramiro Fulano

Man muss es sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen, meine Damen und Herren: In elegantestem Diplomaten-Französisch parlierte Unsere Uschi mit dem halbamtlichen französischen Regierungsorgan La Croix über das Scheitern ihrer Organisation. Und verstieg sich in ihrem großen PR-Manöver zu der Behauptung, die demokratischen Strukturen der EU hätten sie daran gehindert, den Covid-19-Impfstoff rechtzeitig zu bestellen: „Die 27 Mitgliedsstaaten hatten ganze fünf Tage, um ihre Zustimmung zu geben. So etwas verlangsamt natürlich den Prozess“, so Frau VDL.

Wie praktisch! Schuld an ihrem Impf-Versagen hat die Mitbestimmung. Ist doch toll, wenn ein Abstraktum Schuld hat, denn das kann sich nicht wehren - das Wetter, die Inflation, oder eben die „Demokratie“. Wirklich zum Piepen, aber welche „Demokratie“ überhaupt? In der Brüsseler Beamtendiktatur gibt es keine - zumindest nicht mehr als im Politbüro der KP Chinas. Und selbst dieses mickerige Bisschen Mitgestaltung bringt den EU-Apparat bereits so sehr durcheinander, dass er über Leichen geht? Denn genau das tut er mit seinem zu späten und zu geizigen Bestellungs-Missmanagement für 440 Millionen demokratisch entrechtete EU-Sklaven (m/w/d).

Und dann stellt sich natürlich auch noch die offensichtliche Frage: Wie sind aus fünf Tagen Verspätung sage und schreibe drei Monate (in Zahlen: 3 Monate) geworden? Diese offensichtliche Frage stellte La Croix (ungefähr so EU-kritisch wie die Brüsseler Hochglanzbroschüren) der glücklosen EU-Präsidentin natürlich nicht. Wäre auch nicht nötig gewesen, denn die Antwort kann man sich denken: Es kann doch nur an erwiesener Unfähigkeit des Brüsseler Apparats gelegen haben. Oder an externer Einflussnahme, namentlich seitens der deutschen Bundeskanzlerin (CDU). Oder an beidem. Merke: Der Fisch stinkt immer vom Kopf.

Denn vor allem für Frau Dr. Marxels Verlangen, nicht als „Impf-Nationalistin“ dazustehen, werden nun etliche zehntausend vor allem ältere Menschen sterben - was völlig vermeidlich gewesen wäre, wie die Beispiele Israel, Groß Britannien und USA beweisen. In Berlin hingegen wollte jemand offensichtlich mal wieder über Leben und Tod entscheiden - wie eine Lagerkommandantin in einem Konzentrationslager.

Doch zurück zu Frau VDL. Deren Car-Crash-Interview ging noch weiter: Verglichen mit dem „Tanker EU“ sei Brexit-Britannien eben ein Schnellboot. Ach was, hat Unsere Uschi etwa tatsächlich kapiert, warum man auf der größeren der beiden britischen Inseln die Nase voll hat von der Selbstmordsekte mit dem Schlachtruf „Mehr Europa!“? Kann es sein, dass man sich von einem Mühlstein wie der EU besser trennt, bevor er einen mit sich in die Tiefe reißt? In Groß Britannien sind inzwischen 17 % der Bevölkerung geimpft - in der EU nicht mal drei.

Frau VDLs Versuche, ihr Versagen schön zu reden und anderen - und sei es auch nur „den Umständen“ - die Schuld in die Schuhe zu schieben, sind einfach nur noch peinlich. Wie lange soll man noch mitansehen, wie diese überschätzte Person sich um Kopf und Kragen redet? Hat sie sich denn immer noch nicht so viel Garn zusammengesponnen, dass sie sich daran aufhängen kann? Wäre es nicht Zeit, ihr den Stuhl vor die Tür zu stellen, schon allein aus Gründen der Menschlichkeit? Es ist ja kaum noch zu ertragen, wie Unsere Uschi sich lächerlich macht - ich hab schon Seitenstiche vom Lachen.

Mich erinnert die gescheiterte EU-Kommissionspräsidentin an die Geschäftsführung eines zu seiner Zeit sehr erfolgreichen Welt-Konzerns (wirklich global, nicht so ein größenwahnsinniger Kleingartenverein wie die EU). Nachdem dieser Konzern den Zenit seiner Macht überschritten hatte und immer mehr Auftraggeber ihm den Rücken zukehrten, redete man sich auch dort das sich abzeichnende Scheitern jahrelang schön. Ungefähr zehn Jahre lang, dann fiel der letzte Vorhang. Während dieser zehn Jahre hieß es auch dort immer, man sei eben ein Tanker, kein Schnellboot. (Inzwischen hat man sich auf die Größe eines Schnellboots gesundgeschrumpft, aber wurde trotzdem nicht so erfolgreich.)

Der Konzern aus meinem Beispiel produzierte bloße Konsumgüter. Nichts wirklich Lebenswichtiges. Aber Frau VDLs Organisation maßt sich an, über Leben und Tod von 440 Millionen Menschen zu bestimmen - ohne denen auch nur das geringste demokratische Mitspracherecht einzuräumen. Wir alle wissen, dass das EU-Parlament eine Kroll-Oper auf der Höhe des „Projekt Europa“-Zeitgeists ist: eine Schwatzbude, die nichts weiter zu tun hat, als die Selbstbeweihräucherungsversuche der Brüsseler Beamtendiktatur zu beklatschen. Wirklich zu entscheiden haben diese EU-Abgeordneten (m/w/d) nichts, das macht alles die allmächtige Kommission. Und die ist niemandem Rechenschaft schuldig - nicht mal sich selbst. Und das merkt man.

Und wenn etwas schief geht - was bei einem derartig aufgeblähten und abgehobenen Behördenapparat unvermeidlich ist - gibt man auch noch den Umständen die Schuld, der ohnehin nur spärlich vorhandenen Mitbestimmung durch die Mitgliedsstaaten. Alles sehr zweckdienlich eingerichtet in dieser Organisation.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Secretary of Defense, Public domain, via Wikimedia Commons


Sonntag, 07 Februar 2021

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