Türkei-Besuch des griechischen Außenministers endet mit Eklat

Türkei-Besuch des griechischen Außenministers endet mit Eklat


Der erste Besuch eines griechischen Außenministers in der Türkei seit zwei Jahren ist in einem Eklat geendet.

Türkei-Besuch des griechischen Außenministers endet mit Eklat

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag hätten sich Nikos Dendias und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu öffentlich jeweils Fehlverhalten in zentralen Konflikten wie dem Erdgasstreit und der Migrationspolitik vorgeworfen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Jahren angespannt.

Die Regierung in Athen werfe der Türkei beispielsweise vor, in Gewässern der Ausschließlichen Wirtschaftszone Griechenlands illegal nach Erdgas zu forschen. Ankara behaupte, die erkundeten Zonen gehörten zum türkischen Festlandsockel und die Türkei hätte ein Recht auf Ausbeutung der Bodenschätze. Der Konflikt habe die beiden Länder im vergangenen Jahr an den Rand einer militärischen Auseinandersetzung gebracht, sich zuletzt aber wieder etwas entspannt.

Während beide Politiker zu Beginn der Konferenz noch eine positive und konstruktive Atmosphäre lobten, sei das Gespräch schnell eskaliert, nachdem Dendias die Türkei ermahnt habe, keine „Fake-News“ zu verbreiten, „die nicht zum positiven Klima beitragen, auf dessen Stärkung wir uns geeinigt haben“. Zudem müsse „die Zypernfrage endlich gelöst werden“ und Abstand davon genommen werden, „auch in dieser Region zu provozieren“.

Cavusoglu habe Griechenland vorgeworfen, gegen internationales Recht zur verstoßen und Menschen „ins Meer geworfen“ zu haben. Das hätte man nicht vor der Presse besprechen wollen, „aber Sie stellen sich hierher und beschuldigen die Türkei vor der Presse, um natürlich Ihrem Land eine Botschaft zu vermitteln. Das kann ich nicht akzeptieren“, habe der türkische Außenminister gesagt.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Von Tasnim News Agency, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56877814


Freitag, 16 April 2021

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