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Wiener Studentin, die jüdisches Buch liest, in U-Bahn angegriffen

Wiener Studentin, die jüdisches Buch liest, in U-Bahn angegriffen


Die Polizei reagierte zunächst nicht und forderte sie auf, den Vorfall zu vergessen. Was auch in Deutschland nicht anders ist und nur ein Beispiel für Systemischen Antisemitismus bei der Polizei.

Wiener Studentin, die jüdisches Buch liest, in U-Bahn angegriffen

Die Wiener Polizei wurde wegen mangelnder Reaktion auf einen jüngsten Vorfall kritisiert, bei dem eine 19-jährige Studentin antisemitischer Belästigung und Körperverletzung ausgesetzt war und zwei Polizeibeamte auf Straßenebene nicht reagierten.

Laut der österreichischen Zeitung Kronen Zeitung ist die Studentin aus der Region Kärnten ein Hauptfach Jüdische Studien an einer Wiener Universität. Letzte Woche war sie mit der U-Bahn unterwegs und las das Buch „Die Juden in der modernen Welt“, dessen Titel deutlich sichtbar war.

Drei Männer  sahen, dass sie ein jüdisches Buch las. Sie näherten sich ihr und begannen, sie mit Beleidigungen anzuschreien, darunter „Kindermörder“. Sie zogen auch an ihren Haaren.


Die Studentin stieg an der nächsten Station aus dem Zug und näherte sich zwei Polizisten. Sie erzählte ihnen von dem Angriff. Anstatt ihr zu Hilfe zu kommen, züchtigten die Beamten sie, weil sie das Buch in einer „Zeit eines solchen Konflikts“ gelesen hatte.

Sie fragten sie auch, ob das jüdisch sei. Als sie antwortete, dass dies nicht der Fall sei, sagten die Beamten ihr fälschlicherweise, sie sei nicht berechtigt, eine Antisemitismusbeschwerde einzureichen.

Ihr Versuch, einen Fall auf einer Polizeistation einzureichen, führte ebenfalls zu einem ähnlichen Mangel an Reaktion. Die Polizei teilte ihr mit, dass ihr geraten würde, den Vorfall zu vergessen.

Nachdem Medienberichte über den Vorfall in Umlauf gebracht worden waren, wies das österreichische Innenministerium Berichten zufolge die örtliche Polizei an, Ermittlungen einzuleiten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


Montag, 31 Mai 2021

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