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Ungarische Juden protestieren gegen das Gesetz zur schwulen Propaganda

Ungarische Juden protestieren gegen das Gesetz zur schwulen Propaganda


"Alle Menschen sind von Natur aus rein", sagt jüdische Gruppe als Reaktion auf das Gesetz, das LGBT-Propaganda verbietet, Kinder zu erreichen.

Ungarische Juden protestieren gegen das Gesetz zur schwulen Propaganda

Jüdische Gruppen in Ungarn haben ein neues Gesetz im Land verurteilt, das das Teilen von Inhalten über Homosexualität mit Minderjährigen verbietet.

Das Gesetz, das als "Gay-Propaganda-Gesetz" bezeichnet wird, folgt auf ähnliche Schritte in Russland im Jahr 2013, die schriftliches oder visuelles Material in Bezug auf Geschlechtsumwandlung oder Homosexualität als Propaganda definieren, die nicht an Kinder gelangen sollte.

Die Maßnahme, die Präsident Janos Ader am Mittwoch unterzeichnet hat, hat einen diplomatischen Streit zwischen Ungarn und anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgelöst.

Das Golem-Theater, eine in Budapest ansässige Institution, die sich intensiv mit jüdischen Themen beschäftigt und viele jüdische Mitglieder hat, sagte auf Facebook, dass es „gegen das Propagandagesetz steht“.


Auch Mazsihisz, der größte Verband jüdischer Gemeinden in Ungarn, kritisierte das Gesetz, ohne es in der Stellungnahme der Gruppe zu nennen. Mazsihisz versteht sich als Religionsgemeinschaft.

„Die Mazsihisz glauben als jüdische Gruppe fest daran, dass alle Menschen von Natur aus rein sind und ihre Emotionen sie nicht unrein machen“, heißt es in der Erklärung. „Niemand sollte wegen seiner Orientierung oder Identität als unrein abgestempelt, diskriminiert und schon gar nicht geächtet werden. Solche Klassifikationen zerstören den sozialen Zusammenhalt und unser Zugehörigkeitsgefühl.“

Ungarns rechte Regierung unter Viktor Orban hat sich in mehreren Fragen mit Mazsihisz gestritten, der gewarnt hat, dass die Kampagne der Regierung, die den jüdischen Milliardär und Philanthropen George Soros kritisiert, den Antisemitismus fördern könnte und dass die Regierung den Holocaust-Revisionismus fördert. Andere lokale jüdische Gruppen, einschließlich der jüdischen Föderation EMIH, haben diese Anschuldigungen bestritten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Archiv


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