Polen: "Tod den Juden" singen, rechtsextreme Nationalisten verbrennen Buch über jüdische Rechte

Polen: "Tod den Juden" singen, rechtsextreme Nationalisten verbrennen Buch über jüdische Rechte


"Tod den Juden" singend, verbrannten polnische rechtsextreme Nationalisten die Nachbildung eines historischen Dokuments, das den Rechtsstatus der Juden in Polen festhält, berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) am Samstag.

Polen: "Tod den Juden" singen, rechtsextreme Nationalisten verbrennen Buch über jüdische Rechte

Die extremistische Kundgebung fand am 11. November, dem polnischen Unabhängigkeitstag, in der Stadt Kalisz statt, der sich in den letzten Jahren zu einer der größten jährlichen Versammlungen der europäischen Rechtsextremen entwickelt hat.   

Das Kaliszer Statut von 1264, dessen Nachbildung bei der Kundgebung verbrannt wurde, bot den in Polen lebenden Juden einen gewissen Schutz, indem es antisemitische Angriffe verbot und als wichtiges Modell für die spätere Gesetzgebung diente.

Die polnische Polizei sagte in einer Erklärung, dass sie das Filmmaterial der „verstörenden“ Kundgebung untersuchte, während Innenminister Mariusz Kaminski sagte, er hoffe, dass „die Leute, die die beschämende und skandalöse Versammlung am 11. November in Kalisz organisiert haben, rechtliche Konsequenzen haben werden“.

„Diese Bilder lassen Schauer über den Rücken laufen“, twitterte die EU-Koordinatorin für Antisemitismus, Katharina von Schnurbein.


Auch Israels Außenminister Yair Lapid nutzte Twitter, um den Vorfall aufs Schärfste zu verurteilen.

„Das schreckliche antisemitische Ereignis in Polen erinnert jeden Juden in der Welt an den Hass und die Gefahr des Antisemitismus, wenn er nicht ausgerottet wird“, schrieb Lapid auf Hebräisch.

„Die eindeutige Verurteilung von Beamten in Polen ist wichtig und unerlässlich. Ich erwarte von der polnischen Regierung eine entschiedene Haltung gegenüber denen, die sich an dieser schockierenden Hassdarstellung beteiligt haben“, fügte er hinzu.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind angespannt, nachdem Warschau einem umstrittenen Gesetz zugestimmt hat, das die Möglichkeit von Juden stark einschränkt, von Nazi-deutschen Besatzern beschlagnahmtes und von kommunistischen Herrschern der Nachkriegszeit behaltenes Eigentum wiederzuerlangen .


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Mazaki - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10090452


Montag, 15 November 2021

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