Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid

Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid


In Österreich können dauerhaft schwer oder unheilbar kranke Erwachsene künftig Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen.

Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid

Ab dem kommenden Jahr ist in Österreich die Beihilfe zum Suizid rechtlich erlaubt. Der Nationalrat des Landes verabschiedete dazu mit großer Mehrheit das neue "Sterbeverfügungsgesetz". Lediglich die rechtspopulistische FPÖ stimmte gegen die Neuregelungen.

Damit können dauerhaft schwer kranke Menschen oder Betroffene einer unheilbaren Krankheit künftig in der Apotheke Medikamente erhalten, die den Tod herbeiführen.

Allerdings ist die Entscheidung für die Sterbehilfe an mehrere Bedingungen geknüpft. Die Betroffenen, die sie in Anspruch nehmen wollen, müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Zudem muss die Schwere ihrer Krankheit durch eine medizinische Diagnose belegt sein.

Mehrwöchige Frist als Bedenkzeit

Die Betroffenen müssen Beratungsgespräche mit mindestens zwei Ärzten führen, von denen einer über eine Qualifikation in Palliativmedizin verfügen muss. Die Ärzte müssen feststellen, dass die Person in der Lage ist, die Entscheidung für den Suizid selbstständig und bewusst zu treffen. Zudem muss eine Frist von zwölf Wochen Wartezeit eingehalten werden, um sicherzugehen, dass es sich um einen gefestigten und nicht aus einer Krisensituation heraus getroffenen Entschluss handelt. Bei Menschen mit Krankheit im Endstadium beträgt diese Frist nur zwei Wochen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Betroffenen bei einem Notar oder Patientenanwalt eine Verfügung aufsetzen, um die Beihilfe zum Suizid in Anspruch zu nehmen. Aktive Sterbehilfe bleibt in Österreich auch weiterhin verboten.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Pixabay


Samstag, 18 Dezember 2021

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