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"Mit dem Lärm der Klöppel unterdrücken wir die Stimme des Krieges"

"Mit dem Lärm der Klöppel unterdrücken wir die Stimme des Krieges"


Ungarische Juden feiern Purim mit ukrainischen Flüchtlingen und fordern Frieden mit Rasseln.

"Mit dem Lärm der Klöppel unterdrücken wir die Stimme des Krieges"

Hunderte von Menschen, die meisten von ihnen Flüchtlinge aus der Ukraine, nahmen an der Purim-Zeremonie im jüdischen Kulturzentrum Zsilip in Budapest teil, wo sie Tora-Erklärungen und das Buch Esther hören konnten.

Vor dem religiösen Programm veranstaltete die EMIH-Hungarian Jewish Alliance eine Veranstaltung mit dem Titel Rattle Peace! auf dem Jászai-Mari-Platz. Oberrabbiner Shlomo Köves machte darauf aufmerksam, dass wir den Krieg geistig führen können, wenn auch nicht physisch.

Eine besondere russischsprachige Zeremonie für jüdische Flüchtlinge aus der Ukraine wurde auch im Jüdischen Kulturzentrum und in der Synagoge Zsilip organisiert. Hunderte ukrainische Flüchtlinge lauschten dem Buch Esther, und vor dem Konzert des aus Kiew geflohenen Darstellers Rabbi Pinhas Tsinman hörten sie Thora-Erklärungen von Rabbi Oberlander Báruch, dem ungarischen Führer der Chabad-Lubavitch-Bewegung. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Flüchtlinge mit einem reichhaltigen Festmahl gestärkt.

Vor dem religiösen Programm veranstaltete die EMIH-Ungarisch-Jüdische Vereinigung eine öffentliche Veranstaltung mit dem Titel Rattle Peace! in dem sie die Stimme der Rassel verstärkten und um Frieden baten. Rabbi Shlomo Köves, der Oberrabbiner der EMIH-Hungarian Jewish Alliance, sagte, dass es sich lohnt, für dieses Ziel zu kämpfen.


"Auch wenn nicht physisch, können wir den Krieg geistig führen", sagte Köves. „So wie vor 2.500 Jahren ein Wunder geschah und die Verfolgten überlebten, anstatt vernichtet zu werden, wurden sie gerettet, lasst uns unsere Stimme hören und um Frieden bitten. Mit dem Lärm des Klöppels unterdrücken wir die Stimme des Krieges, wir versuchen zu ziehen die Aufmerksamkeit der Menschen, der Entscheidungsträger auf die Tatsache, dass mit Krieg nichts Gutes erreicht werden kann. Wir versuchen, die Aufmerksamkeit Gottes auf unsere Stimme zu lenken.“

Ehrengast war Pinhas Tsinman, ein aus Kiew geflohener Rabbiner weißrussischer Abstammung. Er ist auch ein beliebter Künstler in der jüdischen Gemeinde. Er singt im Reggae-Stil über jüdisches Leben. Er berichtete über sein Leben bei der Veranstaltung und wie er und seine Familie aus der Ukraine geflohen sind. Dann sang er zum Beispiel das Lied „Think Good and It Will Be Good“, das auch als Motto des Anlasses gewählt wurde.

Bei der Veranstaltung lasen Vertreter der EMIH-Institutionen und geladene Prominente, darunter die Schauspielerin Mónika Ullmann und der Fotograf Luca Göbölyös, Auszüge aus dem Buch Esther. Als der Name Haman ausgesprochen wurde, wurde dies von einem lauten Rasseln aus dem Publikum begleitet.

Auch die EMIH-Ungarisch-Jüdische Vereinigung engagiert sich ständig in der Betreuung von Flüchtlingen. Bereits am ersten Kriegstag beriet sich Oberrabbiner Schlomo Köves telefonisch mit den jüdischen Führern der Ukraine und sicherte der dortigen Gemeinde seine Unterstützung zu. Der CEDEK EMIH Israelite Charity Service hat zwei Flüchtlingsheime eingerichtet. Dort empfangen sie Bedürftige unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, können aber auch koschere Mahlzeiten anbieten. Vertreter der EMIH lieferten vergangene Woche fast zwei Tonnen koschere Lebensmittel, Fleisch, Backwaren und Milchprodukte nach Uzhgorod, schickten aber auch Lebensmittel beispielsweise nach Rumänien , um fliehende Juden zu versorgen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot


Freitag, 18 März 2022

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