Raketenangriff auf Atomkraftwerk Saporischschja

Raketenangriff auf Atomkraftwerk Saporischschja


Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig den Beschuss des russisch besetzten Kernkraftwerks Saporischschja im Süden der Ukraine vor.

Raketenangriff auf Atomkraftwerk Saporischschja

 Nach Angaben des ukrainischen Betreibers Energoatom seien am Freitag auf dem Gelände des AKW Saporischschja nahe eines Nuklearreaktors drei Angriffe erfolgt. Demnach sei eine Hochspannungsleitung des Kraftwerks durch Artilleriebeschuss beschädigt worden. Einer der Reaktoren wäre vom Netz genommen worden, habe Energoatom mitgeteilt. Damit seien nun noch zwei der sechs Reaktoren in Betrieb. Es wäre keine Radioaktivität ausgetreten.

Der ukrainische Präsident Selenskyj habe Russland für den Raketenangriff verantwortlich gemacht, das Verteidigungsministerium in Moskau hingegen erklärte, der Beschluss sei von ukrainischer Seite gekommen. Auch von russischer Seite habe es geheißen, dass ein Kraftwerksblock teilweise abgeschaltet werden musste. Zudem wäre in der Stadt Enerhodar die Strom- und Wasserversorgung in einigen Bezirken ausgefallen.

Das AKW war im März von der russischen Armee besetzt worden, werde aber weiterhin von dem ukrainischen Staatskonzern Energoatom und dessen Belegschaft betrieben. Energoatom und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hätten bereits wiederholt eine Beeinträchtigung der Betriebssicherheit durch militärische Handlungen beklagt. So sei der Zugang der IAEO zu Fernüberwachungssystemen mehrmals unterbrochen worden. Die Ukraine und die USA beschuldigten Russland, das Kernkraftwerk als Schutzschild zu missbrauchen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Von Maxim Gavrilyuk in der Wikipedia auf Ukrainisch - Übertragen aus uk.wikipedia nach Commons durch ChNPP mithilfe des CommonsHelper., GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14793354


Samstag, 06 August 2022

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