Schweizer Nationalrat stimmt für Verbot von Gesichtsverschleierung

Schweizer Nationalrat stimmt für Verbot von Gesichtsverschleierung


Der Schweizer Nationalrat hat mit einer Mehrheit von 151 zu 29 Stimmen für ein Gesetz gestimmt, das das Tragen von islamischen Kleidungsstücken wie Niqab und Burka sowie das Tragen von Skimasken und Halstüchern zur Gesichtsverschleierung verbietet.

Schweizer Nationalrat stimmt für Verbot von Gesichtsverschleierung

Der Schweizer Nationalrat hat am Donnerstag ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das das Tragen von bestimmten Arten der Gesichtsverschleierung wie Niqab und Burka sowie Skimasken und Halstüchern verbietet. Das Gesetz wurde bereits vom Bundesrat gebilligt und folgt einem landesweiten Referendum von vor zwei Jahren. Wer künftig in der Schweiz Burka oder Niqab trägt, muss mit einer Strafe von rund 1.000 Euro rechnen.

Die Entscheidung hat breite Zustimmung, aber auch Kritik aus verschiedenen Teilen der Gesellschaft erhalten. Während des Referendums hatten sich vor allem deutsche Mainstreammedien und links-woke Feministinnen gegen ein Verbot ausgesprochen. Sie argumentierten, dass das Verbot frauenverachtend sei und gegen die Freiheit der Frauen verstoße.

Anders sieht es die bekannte Feministin Alice Schwarzer. In einem Statement gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sagte sie: "Die Vollverhüllung eines Menschen gehört nicht in eine Demokratie. Es ist schon bedrückend genug, dass Millionen Frauen in den sogenannten Gottesstaaten unter den Schleier gezwungen werden." Alice Schwarzer kritisierte scharf die Position von Verschleierungsbefürwortern und stellte klar, dass laut Scharia Frauen als unmündig betrachtet werden und dass jede Frau, die die Burka oder den Nikab freiwillig trägt, ihre eigene Rechtlosigkeit bestätigt.

Diese polarisierende Entscheidung wirft eine Reihe von Fragen auf, einschließlich der Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen verschiedenen Gemeinschaften in der Schweiz. Es bleibt auch die Frage, wie effektiv die Durchsetzung des Gesetzes sein wird und welche gesellschaftlichen Reaktionen es hervorrufen könnte.

Die Entscheidung ist ein Meilenstein in der schweizerischen Politik und ein weiteres Beispiel für die zunehmende Polarisierung rund um Fragen der Identität, Religion und der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Während die Befürworter des Verbots es als notwendigen Schritt zur Wahrung der schweizerischen Werte und der Sicherheit sehen, warnen Kritiker vor einer zunehmenden Stigmatisierung von Musliminnen und einer Verschärfung der gesellschaftlichen Spaltung.


Autor: David Müller
Bild Quelle: Symbolbild


Samstag, 23 September 2023

Waren diese Infos wertvoll für Sie?

Sie können uns Danke sagen. Geben Sie einen beliebigen Betrag zurück und zeigen Sie damit, wie viel Ihnen der Inhalt wert ist.




weitere Artikel von: David Müller

Folgen Sie und auf:


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage