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Der Weg des IS-Attentäters durch das EU-Asylsystem

Der Weg des IS-Attentäters durch das EU-Asylsystem


Der tunesische IS-Attentäter von Brüssel, der zwei schwedische Fußballfans erschoss, schlüpfte durch die Maschen des EU-Asylsystems und stellte seit 2011 in vier verschiedenen EU-Ländern erfolglos Asylanträge.

Der Weg des IS-Attentäters durch das EU-Asylsystem

Im Lichte der jüngsten Ereignisse in Brüssel, bei denen ein tunesischer Attentäter zwei unschuldige Fußballfans tötete, stellen sich drängende Fragen zur Wirksamkeit und den Sicherheitsvorkehrungen des EU-Asylsystems. Der Tunesier, der seit 2011 durch Europa vagabundierte und in vier verschiedenen EU-Mitgliedsländern Asylanträge stellte, wurde immer wieder abgelehnt. Und doch konnte er unbehelligt durch Europa reisen und schließlich einen tödlichen Anschlag verüben.

Er begann seinen Weg durch das Asylsystem in Norwegen, wo sein Antrag nach wenigen Monaten abgelehnt wurde. Ein Jahr später versuchte er es in Schweden und blitzte auch dort ab. Dann zog es ihn nach Italien, wo sein Antrag erneut abgelehnt wurde. Schließlich fand er seinen Weg nach Belgien, wo er seinen fatalen Anschlag verübte.

Diese Kette von Versäumnissen wirft ein grelles Licht auf die Schwächen im EU-Asylsystem. Hier scheint es nicht nur an der wirksamen Umsetzung der Ablehnungsbescheide zu fehlen, sondern auch an der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie Mängel in der Asylpolitik und im Sicherheitssystem nicht nur die Integrität der EU als Ganzes in Frage stellen, sondern auch tödliche Folgen haben können.

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass der Tunesier nicht im Untergrund agierte, sondern sich stets an seinen Aufenthaltsorten meldete, um Asyl und Sozialleistungen zu beantragen. Es wirft die Frage auf, wie jemand, der scheinbar so sichtbar ist, durch die Maschen des Systems schlüpfen konnte. Der Fall macht deutlich, dass die EU nicht nur ihre Asylpolitik, sondern auch ihre Sicherheitsstrukturen grundlegend überdenken muss, um zukünftige Tragödien zu vermeiden.

Die Reaktionen auf den Fall sind von Wut und Enttäuschung geprägt. Die Bürger Europas verlangen Antworten und erwarten, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit und die Integrität des Asylsystems zu gewährleisten. Dieser eine Fall hat das Vertrauen vieler in ein System erschüttert, das sie als grundlegend für die humane und gerechte Behandlung von Menschen in Not ansehen. Die politischen Entscheidungsträger stehen nun vor der Herausforderung, dieses Vertrauen wiederherzustellen und gleichzeitig sicherzustellen, dass solche fatalen Fehler nicht wieder vorkommen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Freitag, 20 Oktober 2023

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