EU plant umfassende Reform der Führerscheinrichtlinien

EU plant umfassende Reform der Führerscheinrichtlinien


Die EU-Kommission arbeitet an einer Überarbeitung der Führerscheinrichtlinien, die bis Ende März abgeschlossen sein soll. Geplante Änderungen wie altersabhängige Tempolimits, neue Führerscheinklassen und strengere Regeln für Fahranfänger sorgen für Kontroversen.

EU plant umfassende Reform der Führerscheinrichtlinien

In Brüssel wird derzeit an einer umfassenden Überarbeitung der Führerscheinrichtlinien gearbeitet, die bis Ende März von der EU-Kommission fertiggestellt werden soll. Diese neuen Regelungen haben bereits für Aufsehen und teilweise Kopfschütteln gesorgt, da sie tiefgreifende Veränderungen für Autofahrer in der EU mit sich bringen könnten.

Ein zentraler Aspekt des neuen Richtlinienentwurfs ist die Einführung einer EU-weiten Datenbank. Diese soll den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten erleichtern und ermöglichen, dass der Führerschein überall in der EU entzogen werden kann, unabhängig davon, in welchem Land das Fahrzeug zugelassen ist. Des Weiteren ist geplant, Alkohol- und Drogenwerte zu vereinheitlichen, ebenso wie Bußgelder und das Punktesystem.

Eine der kontroversesten Änderungen könnte die Einführung von Tempolimits nach Altersklassen sein. Laut den durchgesickerten Informationen dürften junge Fahrer, speziell Fahranfänger, dann nur noch mit maximal 90 km/h unterwegs sein – und das sogar auf Autobahnen. Darüber hinaus wird über ein Nacht-Fahrverbot für Fahranfänger diskutiert. Zudem sollen Fahranfänger nach der Probezeit erneut zur Fahrprüfung antreten müssen.

Eine weitere bedeutende Änderung betrifft die Einführung einer neuen Führerscheinklasse, der Klasse B+. Die Gewichtsgrenze für Fahrzeuge, die mit dem normalen Führerschein der Klasse B gefahren werden dürfen, soll von 3.500 auf 1.800 Kilogramm gesenkt werden. Für das Führen schwererer Fahrzeuge wäre dann ein B+ Führerschein erforderlich, und Fahrer müssten mindestens 21 Jahre alt sein.

Diese geplanten Änderungen stellen eine signifikante Abkehr von den bisherigen Führerscheinregelungen in der EU dar und könnten weitreichende Auswirkungen auf Autofahrer haben. Während die EU-Kommission die Notwendigkeit dieser Reformen mit dem Ziel der Verkehrssicherheit und der Harmonisierung der Verkehrsregeln begründet, stoßen einige der vorgeschlagenen Maßnahmen auf Kritik und Debatten über ihre Angemessenheit und Effektivität.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot


Mittwoch, 29 November 2023

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