Italienische Behörden stoppen deutsches "Rettungsschiff" der SOS Humanity

Italienische Behörden stoppen deutsches "Rettungsschiff" der SOS Humanity


Italien legt das Seenotrettungsschiff Humanity 1 für 20 Tage in Crotone still und verhängt eine Geldstrafe wegen Missachtung der Anweisungen der libyschen Küstenwache.

Italienische Behörden stoppen deutsches "Rettungsschiff" der SOS Humanity

Die italienischen Behörden haben das deutsche Schiff der Hilfsorganisation SOS Humanity, die Humanity 1, gestoppt und vorübergehend festgesetzt. Die Vorwürfe gegen die Besatzung sind schwerwiegend: Ihnen wird vorgeworfen, bei einer Rettungsaktion im Mittelmeer Anweisungen der libyschen Küstenwache ignoriert zu haben, was dazu geführt haben soll, dass Flüchtlinge ins Wasser getrieben wurden.

Als Konsequenz aus diesen Anschuldigungen wurde das Schiff für 20 Tage im süditalienischen Crotone stillgelegt. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe gegen die Schiffsbesatzung verhängt. Den Vorwürfen zufolge soll die Besatzung der Humanity 1 verantwortlich dafür sein, dass Flüchtlinge vor der libyschen Küstenwache fliehen und ins Wasser springen konnten.

Die Nichtregierungsorganisation SOS Humanity weist die Anschuldigungen zurück und behauptet, dass die Flüchtlinge bereits im Wasser gewesen seien, als die Rettungsaktion begann. Die Organisation kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Festsetzung ihres Schiffes einzuleiten.

Diese Maßnahme fällt in eine Zeit, in der Italien unter der konservativen Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein härteres Vorgehen gegen zivile Seenotretter verfolgt. Seit Melonis Amtseinführung vor einem Jahr wurden die Maßnahmen gegen die sogenannten zivilen Seenotretter verschärft. Ein neues Gesetz ermöglicht es den italienischen Behörden, Festsetzungen und Geldstrafen bei vermeintlichen Verstößen durchzuführen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Teddybär500 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=131357765


Mittwoch, 06 Dezember 2023

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