Manchester: Jugendliche wegen Mordes an trans Mitschülerin schuldig gesprochen

Manchester: Jugendliche wegen Mordes an trans Mitschülerin schuldig gesprochen


Eine Geschworenjury in Manchester hat zwei 15-jährige Jugendliche des Mordes an der 16-jährigen trans Mitschülerin Brianna Ghey für schuldig befunden. Die Tat wurde mit Hassmotiven in Verbindung gebracht.

Manchester: Jugendliche wegen Mordes an trans Mitschülerin schuldig gesprochen

In einem aufsehenerregenden Prozess in Manchester hat eine Geschworenjury am Mittwoch zwei Jugendliche, ein Junge und ein Mädchen, des Mordes an einer trans Mitschülerin für schuldig befunden. Die 16-jährige Brianna Ghey wurde im Februar in einem Park in Warrington, etwa 30 Kilometer von Manchester entfernt, auf brutale Weise ermordet.

Richterin Amanda Yip bezeichnete den Angriff als "grausam". Die beiden zum Tatzeitpunkt 15-jährigen Täter hatten das Opfer mit einem Jagdmesser 38 Mal zugerstochen. Das Strafmaß soll zwar erst im nächsten Jahr verkündet werden, doch Richterin Yip deutete bereits an, dass sie wahrscheinlich lebenslange Haftstrafen verhängen müsse. Sie müsse noch Expertenmeinungen einholen, um über die Mindesthaftdauer zu entscheiden, erklärte sie laut BBC. Jugendliche, die wegen Mordes verurteilt werden, müssen mindestens zwölf Jahre im Gefängnis verbringen, bevor sie eine Chance auf vorzeitige Entlassung haben.

Die Staatsanwaltschaft führte an, dass die beiden Angeklagten vor dem Mord Hunderte von WhatsApp-Nachrichten mit Mord- und Folterfantasien ausgetauscht hatten. Das angeklagte Mädchen gab zu, sich gerne Videos über Mord und Folter anzusehen. In ihrem Zimmer wurde nach ihrer Festnahme ein handgeschriebener "Mordplan" gefunden, in dem die Tat minutiös geplant war.

Die Urteilsverkündung verfolgten beide Angeklagten ohne jegliche Emotionen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Freitag, 22 Dezember 2023

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