Keine Entwicklungshilfe für Länder, die Abgelehnte Asylbewerber Nicht Zurücknehmen

Keine Entwicklungshilfe für Länder, die Abgelehnte Asylbewerber Nicht Zurücknehmen


Schweden setzt ein neues Zeichen in der Einwanderungspolitik: Entwicklungshilfe wird gestrichen für Länder, die abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen. Ein Schritt, der die internationale Migrationsdebatte neu entfacht.

Keine Entwicklungshilfe für Länder, die Abgelehnte Asylbewerber Nicht Zurücknehmen

In einer beispiellosen Entscheidung hat die schwedische Regierung eine rigorose Wende in ihrer Einwanderungspolitik vollzogen, die als Vorbild für ganz Europa dienen könnte. Lange Zeit galt Schweden als eines der liberalsten Länder in Bezug auf Zuwanderung. Doch diese Ära scheint nun ein Ende gefunden zu haben: Der Kampf gegen illegale Migration hat oberste Priorität in Stockholm erlangt.

Die Regierung hat angekündigt, keine Entwicklungshilfe mehr an Länder zu zahlen, die abgelehnte Asylbewerber aus Schweden nicht zurücknehmen. Johan Forssell, der Minister für Internationale Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel, betonte, dass es „kein Menschenrecht sei, schwedische Entwicklungshilfe zu erhalten“. Stattdessen müssen die Empfängerländer eine aktive Zusammenarbeit mit Schweden zeigen, um weiterhin Unterstützung zu erhalten.

Aron Emilsson von den Schwedendemokraten begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Er sieht darin einen „historischen Wandel“ der schwedischen Entwicklungshilfe. Nach seiner Auffassung sollte die Hilfe darauf abzielen, die Ursachen für illegale Migration und Zwangsvertreibung zu bekämpfen. Die Unterstützung von Staaten, die sich den schwedischen Interessen widersetzen, sei kontraproduktiv.

Maria Malmer Stenergard, die zuständige Migrationsministerin, unterstrich in einem Zitat in Euractiv die Notwendigkeit, zwischen Migranten, die internationalen Schutz benötigen, und jenen, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Schweden kommen, zu unterscheiden. Sie betonte die Wichtigkeit des Aufbaus von Kapazitäten in Herkunfts- und Transitländern und der Schaffung von Partnerschaften, die auf gegenseitigem Interesse und Vertrauen basieren.

Die Entscheidung Schwedens, Entwicklungshilfe als Hebel für eine effektivere Migrationspolitik zu nutzen, könnte andere Länder dazu inspirieren, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Politik auf die Beziehungen zwischen Schweden und den betroffenen Ländern auswirken wird.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Dienstag, 26 Dezember 2023

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