Lauder Business School trennt sich von Harvard wegen Antisemitismus-Vorwürfen

Lauder Business School trennt sich von Harvard wegen Antisemitismus-Vorwürfen


Die Lauder Business School in Wien hat ihre Verbindung zu Harvard in Reaktion auf zunehmenden Antisemitismus auf dem Campus und eine umstrittene Anhörung im US-Kongress beendet.

Lauder Business School trennt sich von Harvard wegen Antisemitismus-Vorwürfen

In einer bemerkenswerten Entwicklung hat die Lauder Business School in Wien, Österreich, ihre Verbindungen zur Harvard University abgebrochen. Diese Entscheidung wurde "in Solidarität mit der jüdischen Studentengemeinschaft" getroffen, berichtete CNN am Mittwoch unter Berufung auf eine Erklärung der Institution.

Daniella Sheinfeld, Leiterin der Kommunikationsabteilung der Lauder Business School, sagte in einer Stellungnahme: „Seit 2014 war die Lauder Business School stolz darauf, dem Netzwerk ‚Microeconomics of Competitiveness‘ von Professor Michael Porter an der Harvard University anzugehören. Wir haben die Produktivität dieser Zusammenarbeit über die Jahre geschätzt und genossen. Aufgrund jüngster Ereignisse hat sich die Lauder Business School jedoch entschieden, sich aus diesem Netzwerk zurückzuziehen.“

Die von Milliardär Ronald Lauder gegründete Lauder Business School integriert Judentum in ihren Lehrplan und bietet laut ihrer Website ihren jüdischen Studierenden einen Raum für spirituelle Entwicklung.

Der Schritt der Lauder Business School folgt auf eine Kontroverse um Harvards Umgang mit steigendem Antisemitismus auf dem Campus. Claudine Gay, Präsidentin der Harvard University, geriet kürzlich zusammen mit den Präsidentinnen der University of Pennsylvania und des MIT, Liz Magill und Sally Kornbluth, wegen kontroverser Aussagen während einer hitzigen Anhörung im US-Kongress zum Thema Campus-Antisemitismus in die Kritik.

Die Universitätspräsidenten umgingen eine Frage der Abgeordneten Elise Stefanik, ob Aufrufe zum Völkermord an Juden gegen die Richtlinien der Universität verstoßen. Magill trat nach der Kontroverse um die Kommentare zurück, während Gay sich für die Bemerkungen entschuldigte und dem Harvard Crimson in einem Interview sagte: „Es tut mir leid. Worte sind wichtig.“

Trotz anhaltender Forderungen nach Gays Entlassung, auch nach ihrer Entschuldigung, bekräftigte Harvard kürzlich seine Unterstützung für Gays weiteres Amt als Universitätspräsidentin.

Erst diese Woche zog der jüdisch-amerikanische Milliardär Len Blavatnik seine Unterstützung für Harvard zurück. Die Entscheidung der Lauder Business School verdeutlicht die ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit Antisemitismus an renommierten Bildungseinrichtungen und die wachsende internationale Reaktion darauf.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Vespadriver - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42690259


Donnerstag, 28 Dezember 2023

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