Mehr als Musik: uropean Song Contest 2024 in Malm - die Rezenssiom

Mehr als Musik: uropean Song Contest 2024 in Malm - die Rezenssiom


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Mehr als Musik: uropean Song Contest 2024 in Malm - die Rezenssiom

Von Stimmen und Stimmungen
 
Die „nicht-politische Veranstaltung“ war doch etwas mehr, diesmal mehr noch als jemals zuvor.
Das ist Grund genug, dass auch haOlam.de seine etwas andere Expertise unserer geneigten Community zur Diskussion frei gibt. Das ist umso mehr so, als es ein großes gesellschaftliches Ereignis ist. Und diese haben immer etwas mit Politik zu tun, wenn man Plato noch glauben darf.

Dieses Jahr ist vieles wie immer, aber manches doch etwas besonders.
Für den der es noch nicht weiß: Die Schweiz hat mit Nemo den 1. Platz, Kroatien ist die Nummer 2 und die Ukraine bekommt dritthöchste Benotung.
Frankreich ist leider zu Unrecht nur die Nummer 4. Aber Israel verdient sich dann berechtigt den hochrespektablen 2. Platz nach dem Siegertreppchen obwohl es eigentlich wenigstens nach Frankreich mindestens 2 Stufen vorrücken müsste. C’est la vie.
Doch zu dieser Kritik kommen wir nachher. So einige politisch funktionierende Indikatoren müssen wir einmal beleuchten. Noch immer bekommt der Autor eine Gänsehaut, wenn er das Präludium von Marc Antoine Charpentier hört und dabei den ARD/ORF/ZDF Stern in schwarz/weiß sieht. 1950 wurde die European Broadcasting Union oder die Europäische Rundfunkunion gegründet und die Krönung von Queen Elisabeth II. war 1953 das erste weltweit mit 100 Mio Zuschauern, übertragene
Großereignis. Ja, das war nur Unterhaltung, aber das war dann auch schon Politik – besonders im Osten.
Davon ist heute nur noch der European Song Contest geblieben und der Rest dieser unpolitischen Institution des Friedens hat vor wenigen Tagen drei unglaublich fragwürdige Entscheidungen getroffen. Kurz vor dem Finale disqualifiziert die EBU den niederländischen Kandidaten Joos Klein, wegen Vorwürfen von Übergriffen gegen eine Kollegin. Wir wissen nicht, was vorgefallen war, aber wir wissen, dass es bisher keine belegbaren Beweise oder auch nur Anhaltspunkte gibt. Demzufolge war der Protest groß. Die vorgesehene norwegische Moderatorin hatte sich sogar geweigert, den Abend zu gestalten. Doch da war noch etwas.

An dieser Stelle darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Champion Israels mit zwei ganz anderen Titeln in das Rennen gehen wollte. Die charakterstarke Zwanzigerin steht ganz klar für ihr Land – auch politisch. Sie wird genau wissen, warum. Ursprünglich wollte sie über Freiheit und Mut singen. Zweimal wurden dann eingereichte Titel von den Funktionären der European Broadcast Union als „zu politisch und nicht angemessen“ abgelehnt. Hurricane war nur die schnelle Kompromisslösung als 3. Wahl. Halb Israel hat gekocht und das tut es irgendwie immer noch. Das zeigt aber auch eine ziemlich berlinaleartige Einstellung der ESC-Behörden.  

Nach Ansicht des Autors ist der ESC die vielleicht demokratischste Agora in der EU und sicher sogar weit darüber hinaus, wenn man nicht die reine Basisdemokratie als das non-plus-ultra ansieht.
Da sich an diesem Event über 200 Millionen Menschen aus aller Damen- und Herren Länder beteiligen, ist das eines der gesellschaftlichen Ereignisse, wie sie sonst nur die ganz großen Fußballspiele hervorbringen. Der Unterschied ist jener, dass es hier kaum ein Verlierergefühl gibt, allenfalls und das ist normal - Bedauern. So etwas hat in der Politik Seltenheitswert. Und dass es Schlägereien zwischen Fans und Ländern beim ESC gibt, hat es auch noch nie gegeben.
Doch das könnte sich gerade ändern.

Es hat es nämlich auch noch nie gegeben, dass ein Land ausgeschlossen wird. Richtig ist, dass aus Russland, das seit 1994 dabei ist und tatsächlich 14 Jahre später auch mit einem eindrucksvollen Dima Bilan ESC-Gold und nicht weniger die Herzen der Zuschauer gewann, nicht einfach ausgeschlossen wurde. Es waren einige sehr staatsnahe Sender, die aus der Veranstaltung relegiert wurden und keineswegs Kandidaten aus Russland für Russland. Danach hatte das Putin-Regime die Nichtteilnahme für alle Russen befohlen, das ist ein gewaltiger Unterschied.

Eine hasserfüllte Greta Thunberg führt hasserfüllte Proteste
Wenn sich nun mehrere tausend Menschen in Malmö versammeln, um gegen die Teilnahme von Israel zu protestieren, zeigt das den tiefen Haß nicht zuerst gegen die Sängerin, aber doch gegen unsere westliche Welt und unseren liberalen Pluralismus und dann geht es doch gegen Eden Golan.

Pikant ist, dass niemand Geringeres als der Erd-Friendens-Engel Greta Thunberg die Proteste zu führen schien. Nun gut, diesmal musste die kleine Norwegerin nicht mit einem der teuersten Segelboote der Welt in das nachbarliche Malmö an der Ostsee reisen – vielleicht aber doch? Es ist schon klar, dass die militant-diktatorische WeltverbesserIn keinen Spaß am Spaß hat – vielleicht geht es ja wirklich gegen Israels Beitrag zur Erderwärmung oder aber es sind nur intrapsychische Probleme.

Die Proteste sind aber nur eine Seite, auch wenn sich die schwedische Politi sicherheitshalber Unterstützung von Kollegen aus dem entfernten Dänemark geholt hat und viele Protestierenden waren dann doch wohl nur Zivilpolizisten – wir werden sehen.

Bei der bei der Jurorenwertung lag Israel im durchaus beachtlichen Mittelfeld. Unser Kritiker fand das angemessen. Bei den ersten Wertungen ziemlich weit oben, aber das ist nicht repräsentativ.und so zufällig wie die Ländernamen im Alphabet. Unüberhörbar waren trotzdem die Zwischen- und Buhrufe, auch wenn sie diese dann wortwörtlich überstimmt wurden.

Eden wurde selbst in Malmö von israelischen Diensten begleitet. Das war auch notwendig. Sie konnte ihr Appartement nur in Begleitung von Sicherheitskräften verlassen und nicht zuletzt durch die italienische Kandidatin, den Namen wollen wir hier nicht weiter aufwerten angegangen.
Die  Katapultwirkung kam dann doch durch die Zuschauerwertung wieder und das ist dann wieder Politik. Und das war beachtlich und ist Grund zur Hoffnung. Dazu sagen wir noch mehr.


Werten statt Bewerten – die Rezension

Das Versuchen wir jetzt mal übersichtlich. Das haben wir ja versprochen. Unsere Wertung lag dicht an der Jurorenwertung.
Demnach konnten auch wir uns nicht ganz zwischen dem Schweizer Nemo und dem französischen Slimane entscheiden. Wir haben aber letzterem den Vorrang gegeben. Das wollen wir gleich auch qualifiziert begründen, denn einer unserer Autoren ist Hochschulabsolvent für Gesang, Veranstaltungsmanager und Politikwissenschaftler, da weiß man, wovon man spricht - hoffentlich.
 
Alles in allem ist das Mega-Event natürlich Zirkus. Doch er ist nicht der Schlechteste, wie wir meinen. Die Mischung aus Massengeschmack, Meinung und Medienspektakel ist schon ein besonderer Cirkus Maximus.
In der After-Show glaubte die deutsche Moderatorin eine Toy-Show zu sehen. Das stimmt, denn alles war da, was Leni Riefenstahl gern gehabt hätte – für die Jüngeren unter uns, das war des Führers Lieblings-Regissseurin. Da hatten wir bewegte Lichterdome, die dem Reichsparteitag in Nürnberg würdig gewesen sind (Israel). Es gab künstliche Felsen, Meistersinger Nemo performte auf einem sich geneigt drehenden Riesenschwungrad und Israels Mädchen posierte in einem Riesenzahnrad mit daran `rumturnenden Männern und Mädchen. Das wirkte dann doch etwas chaplinesk.


Der eidgenössische  Sieger Nemo Mettler(24) mit The Code aus dem keltischen Biehl,
 
siegt singend divers, schweizerisch. Mit „uuh, uuh, uuh“ und „oh, oh, oh“. Im Königinnen-der-Nacht-Stil wundert er sich und lässt das Publikum an seiner nicht-binären Selbstfindung teilhaben. Das Publikum quittiert die Selbstpsychoanalyse dankbar. In der Schweiz ist der Nicht-Junge durchaus bekannt, die Weltöffentlichkeit kannte ihn bisher noch nicht. Zu befürchten, bleibt nur, dass wenn er sich selbst gefunden hat, seine Inspiration weg ist, dann hat er aber später immer noch eine Chance erst als Drama- und dann noch als Drag-Queen.
Egal. Gesanglich war er von allen am breitesten aufgestellt und seine artistischen Einlagen, laszives Rekeln inklusive, hatten ein gewisses Etwas. Er schafft es mit einer ju(n)gendlichen Falsettstimme klare Höhen zu erreichen und dabei noch einen fast männlichen Bariton zu bediesen.
So nichtbinär wie er selbst ist sein Song musikalisch. Da klingt er mal etwas nach Qeen mal nach Sugar-Baby-Love und mal nach dem frühen Sting.  Es fehlen auch keine guten Rockelemente, die er selbst macht und nicht performen lässt. Es geht also Queer-Beet im Potpourri. Das kommt an – auch weil er authentisch ist und direkt auf sein Publikum zugeht und nicht in die Ferne singt.

Sein Songtext ist keineswegs lapidar oder belanglos, sondern bei aller versuchten musikalischen Leichtigkeit ernst und tief. Das hört zwar keiner, aber man kann es unten gut auch so lesen. Das gefällt unserem Autor besonders, auch weil Nemo wie jeder wirklich gute Künstler fast alles selbst schreibt und sich eher beraten lässt. Der Titel –The Code- bedeutet – sein Schlüssel zu sich selbst.
„Welcome to the show
Let everybody know
I’m done playing the game
I’ll break out of the chains
... this is my boheme…“

Er führt von Anfang an in der Juroren-Wertung verliert bei den ausufernden Wertungen für Kroatien die Ukraine und kann die Führung dann doch mit Volkes-Stimme gegen die Kroatien mit 591 zu 547 Stimmen wiedergewinnen. Durch die nach oben offenen Zuschauer-Voten ist das knapp.
„Aber mehr als verdient“ meint haOlam, gratuliert herzlich und freut sich nicht wenig auf einen späteren, erwachsen werdenden Musiker.  

Ganzer Titel:
https://www.eurovision.de/videos/2024/Schweiz-Nemo-The-Code-Zweites-ESC-Halbfinale-2024,schweiz1256.html
Songtext:
https://www.eurovision.de/news/Songtext-Nemo-The-Code,lyrics734.html


Platz 2 und 3 und andere Fehleinschätzungen
hier sich groß die beiden Nachplatzierungen anzusehen ist nicht notwendig. Der kroatische Balkanrock ist nett und auch etwas Gutes, aber keinesfalls erwähnenswürdig. Während die Situation bei der Ukraine mit dem Mitleids-Sympathie-Bonus klar ist, kommt Croatia wegen des doch anzufragenden Zeitgeschmacks in Verbindung mit dem starken Gefühl der Südeuropäer auf diesen Platz. Nicht wirklich verdient sagen wir. Sicher der Heimatrock ist lustig, nett, hübsch- anzusehen und zu hören. Es ist aber nichts Besonderes dabei, dafür viel Gebläse im Wortsinn. Natürlich rufen dann auch die Südvölker alle 20 Mal an und mit anderen Geräten ohnehin noch mehr und dann auch für ihr eigenes Land von ihren Zeit- und Auslandstelefonen und das weltweit.
Die anderen Beiträge haben auch nichts Unverwechselbares und  sind so schrill wie austauschbar.


Der mit Abstand Beste: Lieben und Leiden und Strahlen mit Slimane(35) aus Chelles, Frankreich

Leider nur auf Platz 4 ist unser Favourit Slimane Nebchi (35) Chelles an der Marne
Er war nicht wirklich eine Überraschung. Musiker, in Malmö einer der älteren Semester, ist in der französischen Heimat bestens bekannt und beliebt.
Aus einfacheren Verhältnissen stammend hatte sich der damals junge Musiker als Sänger und Studiomusiker in Clubs, Bars und als Lehrer durchgeschlagen um Ausbildung und Lebensunterhalt zu finanzieren.
Heute kennt ihn ganz Frankreich und er kann sogar ein Doppel-Platin vorweisen. Das ist bei den Chansonverwöhnten Franzosen nicht ganz einfach. Aber es war irgendwie klar, dass der Kerl mit algerischen Wurzeln in die Spitzenauswahl kommt.
Er hat eine wunderbare samtige Stimme, die schnell Dramatik und höchste Spannung annehmen kann. So schafft er es,  das unnnachahmliche Timbre des französischen Chanson mit dem vorderorientalischen, Microtonalität beim Auf- oder Abtonieren zu verbinden. Das ist wirklich einzigartig und macht seine Stimme so unvergleichlich. Sie hat Kraft, Volumen und Klang, etwas, was kein anderer die auftretenden Sänger in Malmö vorweisen konnte. Oft war gerade bei den Frauen das Gegenteil der Fall.  Aber auch seine Darbietung war einzigartig.
Es beginnt sanft und ruhig, bald erzählerisch, bald schmachtend und traurig, dann steigert er sich nach und nach bis er zum Schluß strahlend explodiert.
Das alles geschieht ohne zu forcieren – es ist wahre Natur. Es ist seine wahre Natur, die durch seine Expressivität direkt bei seinen Zuschauern sehr persönlich ankommt. Zumindest ist das bei denjenigen so, die auf Stimme, Können und Ausdruck Wert legen und nicht auf Jahrmarktspektakel.


Schon von Beginn an  lag er immer in der Jury ganz vorn. Bestände diese Vorrangig aus Musikern und nicht in weiten Teilen aus Musikmanagern und Leuten aus dem Showbiz hätte er dort permanent geführt.
Das aber auch weite Teile des Publikums das so sehen zeigt der dann doch noch erreichte 4. Platz.
Ja, auch er hat seine Effektumgebung – aber die ist sparsam – nicht so wie einst Lena Meyer-Landrut 2010 aber doch im Vergleich zu allem anderen sehr, sehr bescheiden. Da verlässt er sich auf mein sein Äußeres. Der Typ mit dunklem Teint in weißen Klamotten wirkt für sich. So singt er auch in seiner Eindringlichkeit von der Liebe.
Wer denkt da nicht auch gleich an Oh L’Amour’ by Erasure (Vince Clarke & Andy Bell) 1986. Das sind ziemlich große Fußstapfen. Slimane bringt diese Gefühle in glaubwürdiger Eindringlichkeit in unsere viel zu oft klangliche Eintönigkeit. Das hört auch das Publikum so.


In Paris sagt er nach seiner Nominierung: „In Malmö werde ich für 200 Millionen Menschen singen“.
Man hat das Gefühl, er singt für jeden persönlich. Und das ist auch so. In seinen Worten an die Menge sagt er das genauso und fügt dazu: „für den Frieden auf der Welt“. Das übrigens hat auch Nemo getan.
Das nimmt man ihm ab. Eine führende französische Musikmanagerin sagt: „Slimane ist einer der großartigsten Menschen der Welt - liebenswürdig, und voller Seele und Aufrichtigkeit“.  Das merkt man auch – die Dame hat recht.


So ist auch sein Songtext, den er ganz selbstverständlich selbst geschrieben hat. Sicher, der ist nicht die ganz große Literatur, aber er ist umso persönlicher, reif und ganz sicher ernst gemeint. Das ist die Beziehung, die er jedem Menschen wünscht – das hört jeder. Er hat auch ganz anderes auf Lager, aber für Malmö hat er sich für die fassende Sinnlichkeit entschieden.

Wir werden noch viel  Gutes von ihm hören, jetzt da er verdient 200 Millionen Menschen bekannt ist, denn seine präsente Persönlichkeit wird man nicht so schnell vergessen.

https://www.eurovision.de/videos/2024/Frankreich-Slimane-Mon-Amour-Zweites-ESC-Halbfinale-2024,frankreich1736.html
Songtext:
https://www.eurovision.de/news/Songtext-Slimane-Mon-Amour,lyrics768.html

 


Stark performter Wind - unsere Sängerin Eden Golan(21) aus TA macht Welle


Ja singen, das kann sie wirklich, das Goldkehlchen aus Eretz Israel und ihr Platz Nummer 5 ist mehr als zurecht verdient.
Im Übrigen hat die 21-jährige ohnehin eine interessante Geschichte. Ihr Vater stammt aus Litauen und ihre Mutter aus der Ukraine. Beide flohen aus der alten Sowjetunion nach Israel. ESC-gemäßer geht es ja kaum noch.
Dort kam Eden mit dem Nachnamen nach dem wichtigsten Gebirge des Landes nahe Tel Aviv zur Welt.

Später hat sie viele Jahre in Russland gelebt, weil ihr Vater dort dienstlich unterwegs war. Dort hat sie schon früh und reichlich musikalisch trainiert. Früh lernte sie Klavier,  Gitarre und…  was sonst Gesangsunterricht und Tanzen natürlich.
So was geht in Russland ganz praktisch gut und man kann es sich für solch ein Früchtchen wie die junge Eden  sogar noch leisten. Auch weiß man, dass immer und selbst bei modernstem Rock, wenn man es nicht gerade so wie Pussy Riot macht, die immer noch ihre Haft abarbeiten, immer die Last der bedeutungsschweren Musiktradition mitschwingt. Geschadet hat dieser russische Einfluss bisher jedenfalls noch nicht. Andere Schon. Deshalb gingen die Eltern mit ihr nach 13 Jahren wieder zurück nach Israel.

 

So etwas wie Bühnenerfahrung hatte sie schon in Russland gemacht. Im zarten Alter stand sie in der Girly Band Cosmos Girls schon routiniert vor der Kamera und trat oft auf Live-Events auf. Bei der russischen Version von The Voice Kids, einem äußerst populäre Wettbewerb kam die agile Multibegabung vor Millionen Zuschauern sogar in das Finale.
Aber erst wieder in Israel begann ihre wirkliche Karriere. Systematisch konnte sich die die junge Lady in allen Fächern weiter aufbauen und zog beim Vorausscheid für den ESC im Februar klar die Mehrheit der Juroren und die Stimmen der Zuschauer.

 

Das ist auch nicht verwunderlich, denn sie zeichnet sich nicht nur durch starke Perfomance aus, sondern ist absolut musikalisch. Während der kleine Nemo schon mal den einen oder anderen Ton nicht trifft, würde ihr so etwas nie passieren.
Sie kann nicht nur sauber singen, sondern auch weit und in der Höhe noch öffnen. Das ist ganz anders als zu viele der schreiend schrillen Forcierungen der Mitbewerberinnen. Wenn man dann auch noch einen sonoren Alt ohne Tremolo hat, der stets nach alter Dame oder Operetteuse klingt, ist man schon eine Ausnahme beim ESC. Da hat sich die alte sowjetische Ausbildung wohl gelohnt.
Ihre Choreografie ist durchgestylt und entspricht dem Zeitgeschmack. Wenn sie sich durch ihr Dancing Team aus 3 hübschen Kerlen und zwei Mädels umgarnen und durch den Neben tragen lässt ist das zwar auch sinnentleert, aber wenigstens ästhetisch perfekt. Dieses Beiwerk hätte sie bestimmt nicht gebraucht.

Im Text wundert sie sich über alles Mögliche und fragt in welcher Realität sie ist. Wer will ihr das verdenken, aber man sollte doch glauben, dass sie es selbst besser weiß. Das ist so eingeübt und seicht wie eine Revue – nein, Verzeihung das ist eine. Die kann auch im Berliner Stadtpalast gut laufen. Es ist aber irgendwie so auch schade, denn da ist ganz wörtlich noch viel mehr Musik drin, meint haOlam.de und empfiehlt zur Orientierung die Worte des großen Philosophen Franz Beckenbauer: „schaun mer mal“.  

 
https://www.eurovision.de/teilnehmer/Israelin-Eden-Golan-hat-endlich-ihren-ESC-Song,israel1754.html
Songext
https://www.bing.com/search?q=golan%20hurricane%20lyrics


Resume


Zum Schluss noch eine erklärende Erkenntnis als am Anfang die freiheitsliebenden Nordvölker wie Schweden usw. so eindeutig für den extra-liberal-non-binary SwissX votierte sagte unser Kritiker: „na wartet mal, bis die Südländer kommen, die votieren alle für einander“. So wars.
I.d.R. stimmen dann immer Länder für ihre Nachbarn und selten nach Leistung. So waren wie eingangs gesagt die dicken Stimmpackete für Kroatien und auch für die Ukraine eine südlich katholische Gegenreaktion gegen den liberalen Norden. So wie es fast selbstverständlich war, dass Deutschland 12 Stimmen an Israel gibt. Gibt Belgien wie seine 12 natürlich an France. Das läuft immer so. Im Versuch des Erhaltes des Selbststolzes entscheidet dann das Volk für den anderen, der eben gegen die anderen Anderen steht. Das beste Beispiel dafür ist Griechenland, das seine 12 an Kroatien gibt, weil es der aussichtsreichste Gegenkandidat des liberalen Nordwestens ist. Fast hätte es ja auch geklappt. Die Volksabstimmungen sind nämlich viel politischer als es das Volk selbst und seine Musi-Manager wahrnehmen wollen. Das wird auch so bleiben. Hoffentlich gewinnt 2026 in Bern Israel. Dann wird der goldene Satz wahr: „L`Shana H´ba B Yerushalaim“


Bis dahin wünscht mit haOlam.de ein zünftiges Shavua Tov
Euer Izi Aharon & Tom Aaron Kurschus


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Montage haOlam.de


Sonntag, 12 Mai 2024

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