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Sieg für Fairness: Israels Schachspieler dürfen in Spanien unter Nationalflagge antreten

Sieg für Fairness: Israels Schachspieler dürfen in Spanien unter Nationalflagge antreten


Erst sollten sie gezwungen werden, unter neutraler Flagge zu spielen – nun haben die Organisatoren nach öffentlichem Druck nachgegeben. Israels Schachspieler treten in Spanien doch unter ihrem eigenen Banner an.

Sieg für Fairness: Israels Schachspieler dürfen in Spanien unter Nationalflagge antreten

Ein drohender Skandal im internationalen Schachsport ist abgewendet. Nachdem die Organisatoren eines Turniers im Baskenland israelischen Spielern zunächst untersagt hatten, unter ihrer eigenen Flagge anzutreten, kam am Freitag die Kehrtwende: Die Teilnehmer aus Israel dürfen offiziell mit ihrer Nationalflagge antreten.

Noch vor wenigen Tagen hatten die Veranstalter den israelischen Schachspielern ultimativ angekündigt, sie müssten unter der neutralen Flagge des Weltverbands FIDE antreten – andernfalls drohe der Ausschluss. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, die Entscheidung sei „außerhalb der eigenen Kontrolle“ gefallen und sei sowohl vom Hauptschiedsrichter als auch vom spanischen Schachverband abgesegnet worden.

Die israelische Delegation stand damit vor einer offenen Diskriminierung. Doch die schnelle Reaktion in Medien, sozialen Netzwerken und auf juristischer Ebene änderte die Lage grundlegend. Lior Eisenberg, Aktivist im Kampf gegen die Delegitimierung Israels im internationalen Sport, erklärte: „Um solche Kämpfe zu gewinnen, muss man kommunikativ, juristisch und vor allem schnell handeln. Der mediale Druck und die Unterstützung der weltweiten Schach-Community führten dazu, dass die Organisatoren innerhalb kürzester Zeit zurückruderten.“

Ausschlaggebend war auch das Einschreiten des Weltverbands FIDE, der klarstellte, dass eine solche Diskriminierung nicht akzeptiert werden könne. Ohne die Anerkennung durch den Verband hätte das Turnier nicht in die internationale Wertung einfließen können – ein erheblicher Reputationsschaden für die Veranstalter.

Für die israelischen Spieler bedeutet die Entscheidung nicht nur die Verteidigung eines Symbols, sondern auch eine klare Botschaft: Versuche, israelische Athleten unsichtbar zu machen oder ihnen ihre nationale Identität zu nehmen, stoßen auf Widerstand – und sie können scheitern.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Vorfälle, bei denen israelische Sportler im Ausland mit Diskriminierung konfrontiert wurden. Immer wieder versuchen Veranstalter oder gegnerische Athleten, israelische Teams zu isolieren oder auszuschließen. Doch das Beispiel aus Spanien zeigt: Mit öffentlichem Druck, juristischer Klarheit und internationaler Unterstützung kann solchen Praktiken erfolgreich begegnet werden.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild


Freitag, 05 September 2025

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