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Gewalt und Kontrollverlust in den Niederlanden: Silvesternacht mit Toten, Bränden und massiven Ausschreitungen

Gewalt und Kontrollverlust in den Niederlanden: Silvesternacht mit Toten, Bränden und massiven Ausschreitungen


Die Silvesternacht 2025 auf 2026 ist in den Niederlanden von außergewöhnlicher Gewalt geprägt gewesen. Zwei Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Polizei und Rettungsdienste meldeten eine Überlastung, zahlreiche Städte erlebten schwere Ausschreitungen.

Gewalt und Kontrollverlust in den Niederlanden: Silvesternacht mit Toten, Bränden und massiven Ausschreitungen

In mehreren Städten der Niederlande ist es in der Silvesternacht zu schweren Zwischenfällen gekommen. Nach Angaben der Behörden starben zwei Menschen infolge von Feuerwerksunfällen, mehrere Hundert weitere wurden verletzt. Besonders betroffen waren Jugendliche und Minderjährige. Polizei, Feuerwehr und medizinische Einrichtungen sprachen von einer der belastendsten Nächte der vergangenen Jahre.

Die beiden Todesopfer waren ein 17 Jahre alter Jugendlicher aus Nijmegen sowie ein 38 Jahre alter Mann aus Aalsmeer. Beide kamen bei Unfällen im Zusammenhang mit Feuerwerk ums Leben. In einem der Fälle wurde eine Person festgenommen, die möglicherweise an dem Geschehen beteiligt war. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Angaben der niederländischen Polizei kam es landesweit zu massiver Gewalt, insbesondere gegen Einsatzkräfte. Die Vorsitzende der Polizeigewerkschaft berichtete von Angriffen mit Pyrotechnik und improvisierten Sprengkörpern. In zahlreichen Städten wurden Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Sanitäter gezielt attackiert. Die Zahl der Notrufe überstieg zeitweise die Kapazitäten der Leitstellen.

Kurz nach Mitternacht veröffentlichten die Behörden eine landesweite Warnmeldung mit der Aufforderung, die Notrufnummern nur bei akuter Lebensgefahr zu nutzen. Diese Maßnahme gilt als äußerst ungewöhnlich und verdeutlicht das Ausmaß der Überlastung.

Besonders schwer betroffen war Amsterdam. In den frühen Morgenstunden geriet dort die historische Vondelkerk aus dem 19. Jahrhundert in Brand. Teile des Kirchturms stürzten ein, das Dach wurde stark beschädigt. Das Gebäude, das heute als Kulturzentrum genutzt wird, musste evakuiert werden. Dutzende Anwohner wurden vorsorglich aus umliegenden Häusern gebracht, mehrere Straßenzüge zeitweise gesperrt. Die Brandursache ist noch nicht abschließend geklärt, ein Zusammenhang mit Feuerwerk wird geprüft.

Auch in anderen Städten kam es zu schweren Vorfällen. In Breda wurden laut Polizei Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen. In mehreren Kommunen brannten Fahrzeuge, Müllcontainer und Gebäude. In Beverwijk nahm die Polizei zwei deutsche Staatsbürger fest, die während einer Feier mit Schreckschusswaffen in die Luft geschossen hatten. Im Fahrzeug wurden weitere Waffen und Munition sichergestellt.

Die Krankenhäuser des Landes meldeten eine außergewöhnlich hohe Zahl an Verletzten. In Rotterdam gaben Ärzte an, dass rund 85 Prozent der behandelten Patienten minderjährig waren. Viele erlitten Verbrennungen, Handverletzungen oder schwere Augenverletzungen durch Feuerwerk. In Den Haag und Zoetermeer wurden zusammen mehr als 60 Feuerwerksopfer versorgt, mehrere Jugendliche verloren Teile ihrer Finger. Auch alkoholbedingte Stürze und Gewaltverletzungen belasteten die Notaufnahmen zusätzlich.

Die Ereignisse fanden wenige Monate vor Inkrafttreten eines landesweiten Verbots nicht genehmigter Feuerwerkskörper statt. Ab Mitte 2026 sollen Verkauf, Besitz und Nutzung privater Pyrotechnik mit Ausnahme einfacher Artikel untersagt werden. Trotz bestehender Feuerwerksverbotszonen und zahlreicher Präventionskampagnen gaben Verbraucher in diesem Jahr nach Angaben der Branche rund 129 Millionen Euro für Pyrotechnik aus.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert


Donnerstag, 01 Januar 2026

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