Sie war Israelin: Auch das Schicksal der dritten Jugendlichen aus der Schweiz ist nun geklärtSie war Israelin: Auch das Schicksal der dritten Jugendlichen aus der Schweiz ist nun geklärt
Tagelang hoffte ihre Familie auf ein Wunder. Nun ist es Gewissheit: Auch die israelische Jugendliche, die nach der Brandkatastrophe in der Schweiz vermisst wurde, gehört zu den Todesopfern. Für Israel endet das Warten – und beginnt die Trauer.
Nach Tagen quälender Ungewissheit haben die Behörden in der Schweiz die Identität der dritten Jugendlichen aus der Silvesternacht offiziell bestätigt. Es handelt sich um eine israelische Staatsbürgerin, deren Name zunächst nicht veröffentlicht worden war. Damit steht fest: Auch sie hat die Brandkatastrophe im Wintersportort Crans-Montana nicht überlebt.
Während die beiden jüdischen Schwestern bereits zuvor identifiziert worden waren, blieb das Schicksal der israelischen Jugendlichen lange offen. Ihre Familie lebte zwischen Hoffnung und Angst, während forensische Spezialisten versuchten, unter extrem schwierigen Bedingungen Klarheit zu schaffen. Die schweren Brandschäden machten eine schnelle Identifizierung unmöglich.
Nun ist die Gewissheit da. Für die Angehörigen bedeutet sie das Ende eines zermürbenden Wartens – und zugleich den Beginn der Trauerarbeit. In Israel wurde die Nachricht mit Bestürzung aufgenommen. Die junge Frau war Teil jener Generation, die mit Selbstverständlichkeit zwischen Ländern, Kulturen und Lebenswelten pendelt – und deren Leben in einer Nacht brutal beendet wurde.
Die Katastrophe, die sich in der Silvesternacht in einer überfüllten Bar ereignete, forderte zahlreiche Todesopfer, überwiegend junge Menschen aus verschiedenen Ländern. Viele von ihnen waren kaum älter als 20 Jahre. Die israelische Jugendliche ist damit nicht das einzige Opfer – aber sie ist Israels Opfer dieser Nacht.
Genau darin liegt die Bedeutung dieser Identifizierung. Nicht um Ausgrenzung geht es, sondern um Verantwortung, Nähe und nationale Verbundenheit. Israel trauert um eine seiner Töchter, so wie andere Länder um ihre jungen Bürger trauern.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Gegen die Betreiber des Lokals wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Für die Familien der Opfer ist das jedoch zweitrangig. Was bleibt, ist der Schmerz über ein Leben, das nie die Chance hatte, sich zu entfalten.
Autor: Redaktion
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Montag, 05 Januar 2026