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Antisemitischer Vorfall am Flughafen Paris: jüdischer Mann mit Torarolle beleidigt und bespuckt

Antisemitischer Vorfall am Flughafen Paris: jüdischer Mann mit Torarolle beleidigt und bespuckt


Ein Vorfall am Flughafen Charles de Gaulle sorgt für Empörung. Eine Frau beschimpft einen orthodoxen Juden öffentlich und fordert ihn auf, Frankreich zu verlassen. Der Vorfall wird derzeit in sozialen Netzwerken diskutiert.

Antisemitischer Vorfall am Flughafen Paris: jüdischer Mann mit Torarolle beleidigt und bespuckt

Am internationalen Flughafen Charles de Gaulle Airport ist es zu einem antisemitischen Zwischenfall gekommen. Nach übereinstimmenden Berichten wurde ein orthodoxer jüdischer Mann, der eine Torarolle bei sich trug, von einer Frau in einem öffentlich zugänglichen Bereich des Terminals verbal angegriffen und bespuckt.

Augenzeugenberichten und in sozialen Netzwerken verbreiteten Aufnahmen zufolge beschimpfte die Frau den Mann lautstark, forderte ihn auf, Frankreich zu verlassen, und erklärte dabei, sie sei Muslimin. Zudem soll sie ihm zugerufen haben, er solle sie nicht berühren, obwohl von dem Mann keine aggressive Handlung ausging. Schließlich spuckte sie in seine Richtung. Umstehende griffen ein, stellten sich zwischen die Beteiligten und verhinderten eine weitere Eskalation.

Der genaue Zeitpunkt des Vorfalls ist bislang nicht offiziell bestätigt. Auch ist unklar, ob Flughafenpersonal oder Sicherheitskräfte eingeschaltet wurden und ob eine Anzeige erstattet wurde. Von den französischen Behörden liegt derzeit keine Stellungnahme vor.

Aufmerksamkeit erhielt der Vorfall, nachdem er von dem israelischen Aktivisten Hen Mazzig öffentlich thematisiert wurde. Er sprach von einer gezielten Demütigung eines Juden aufgrund seiner religiösen Identität und betonte, dass das Tragen einer Torarolle kein Anlass für Anfeindungen sein dürfe, auch nicht in einem internationalen Transitbereich.

Der Zwischenfall reiht sich in eine wachsende Zahl antisemitischer Ereignisse in Frankreich ein, die sich zunehmend im öffentlichen Raum abspielen. Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe und Flughäfen gelten dabei als besonders sensible Orte, da religiöse Symbole dort sichtbar sind und Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen.

Frankreich verfügt über die größte jüdische Gemeinschaft Europas. Gleichzeitig melden staatliche Stellen und jüdische Organisationen seit geraumer Zeit einen deutlichen Anstieg antisemitischer Vorfälle, darunter verbale Übergriffe, Einschüchterungen und tätliche Angriffe. Der Vorfall am Pariser Flughafen verdeutlicht, dass diese Entwicklung nicht auf politische Demonstrationen beschränkt ist, sondern den Alltag erreicht hat.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Chabe01 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=180010704


Dienstag, 20 Januar 2026

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