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Spaniens Regierung unter Sánchez verliert an Vertrauen innenpolitisch wie außenpolitisch

Spaniens Regierung unter Sánchez verliert an Vertrauen innenpolitisch wie außenpolitisch


Korruptionsaffären, Infrastrukturversagen und eine zunehmend radikale Außenpolitik treiben Spanien in eine tiefe Vertrauenskrise. Besonders der aggressive Kurs gegenüber Israel beschädigt nicht nur die Diplomatie, sondern offenbart politische Verantwortungslosigkeit.

Spaniens Regierung unter Sánchez verliert an Vertrauen innenpolitisch wie außenpolitisch

Die sozialistische Regierung von Pedro Sánchez steht unter massivem Druck. Das tödliche Zugunglück im Süden Spaniens mit 45 Todesopfern hat eine ohnehin fragile politische Lage weiter destabilisiert. Doch das Unglück ist nicht die Ursache der Krise, sondern ihr sichtbarer Auslöser. Spaniens Regierung kämpft längst an mehreren Fronten gleichzeitig und verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit.

Während Ermittler noch die technischen Ursachen der Katastrophe prüfen, richtet sich der öffentliche Zorn bereits auf die politische Verantwortung. Wartungsmängel, widersprüchliche Aussagen des Verkehrsministeriums und weitere Zwischenfälle im Bahnverkehr haben ein Klima der Verunsicherung geschaffen. Viele Bürger empfinden das staatliche Krisenmanagement als unzureichend, ausweichend und spät.

Diese Wahrnehmung trifft eine Regierung, deren Autorität bereits zuvor schwer beschädigt war.

Ein Staat im Dauerkrisenmodus

In den vergangenen Monaten erschütterten Korruptionsvorwürfe, Ermittlungen gegen politische Weggefährten und schwere interne Konflikte die Regierungspartei. Hinzu kommen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens innerhalb parteinaher Strukturen, die den Eindruck eines Systems verstärkten, das sich mehr mit sich selbst als mit den Problemen des Landes beschäftigt.

Die Koalition verfügt über keine stabile parlamentarische Mehrheit mehr. Jeder politische Fehler wirkt dadurch doppelt schwer. Das Zugunglück hat diese strukturelle Schwäche brutal offengelegt.

Doch anstatt Verantwortung sichtbar zu übernehmen, entsteht zunehmend der Eindruck politischer Ablenkung.

Außenpolitik als moralische Inszenierung

Besonders deutlich zeigt sich das in der Außenpolitik der spanischen Regierung. Sánchez hat in den vergangenen Monaten eine aggressive, einseitige Haltung gegenüber Israel eingenommen. Öffentliche Anschuldigungen, diplomatische Eskalationen und moralische Vorverurteilungen wurden ausgesprochen, ohne die sicherheitspolitische Realität Israels angemessen zu berücksichtigen.

Diese Linie ist klar zu verurteilen.

Israel führt keinen ideologischen Krieg, sondern verteidigt sich gegen eine Terrororganisation, die am 7. Oktober gezielt Zivilisten ermordete, Familien auslöschte und Menschen verschleppte. Wer diesen Kontext ausblendet oder relativiert, verlässt den Boden seriöser Außenpolitik.

Spaniens Regierung hat dennoch wiederholt Erklärungen abgegeben, die Israel isolieren, während der Terror der Hamas sprachlich in den Hintergrund gedrängt wurde. Diese Haltung ist nicht ausgewogen, nicht verantwortungsvoll und nicht geeignet, zur Stabilität im Nahen Osten beizutragen.

Sie beschädigt zudem Spaniens internationale Glaubwürdigkeit.

Moral ohne Maßstab

Der moralische Ton, den Sánchez gegenüber Israel anschlägt, steht in auffälligem Gegensatz zur innenpolitischen Realität. Während der Premier außenpolitisch mit erhobenem Zeigefinger auftritt, geraten zentrale staatliche Aufgaben im eigenen Land außer Kontrolle.

Diese Diskrepanz wird von vielen Spaniern zunehmend kritisch wahrgenommen.

Ein Staat, der seine Bürger nicht zuverlässig schützen kann, verliert das moralische Fundament, andere öffentlich zu belehren. Außenpolitische Symbolik ersetzt keine funktionierende Infrastruktur, keine Transparenz und keine Verantwortung.

Gerade in Israel wird dieser Kurs mit wachsendem Unverständnis verfolgt. Die historische Verantwortung Europas gegenüber jüdischem Leben verpflichtet zu besonderer Sensibilität. Öffentliche Schuldzuweisungen ohne vollständigen Kontext wirken nicht nur politisch falsch, sondern moralisch leichtfertig.

Vertrauensverlust mit Folgen

Die Zugkatastrophe hat deshalb mehr ausgelöst als Trauer. Sie hat Zweifel vertieft. Zweifel an Kompetenz, an Prioritäten und an politischer Redlichkeit.

Oppositionsparteien sprechen offen von Staatsversagen. Selbst bisherige Verbündete distanzieren sich. Die Forderung nach personellen Konsequenzen wächst.

Die kommenden Regionalwahlen könnten zum ersten deutlichen Signal werden, wie tief der Vertrauensverlust reicht.

Pedro Sánchez steht vor einem Wendepunkt. Nicht nur wegen eines Unglücks, sondern wegen eines politischen Stils, der Verantwortung zunehmend durch Haltung ersetzt.

Spanien braucht keine moralischen Bühnen, sondern eine Regierung, die schützt, erklärt und handelt.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Ministry of the Presidency. Government of Spain, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=70958822
Freitag, 30 Januar 2026

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