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Hamas-Finanzierung mitten in Barcelona: Polizei nimmt chinesischen Geschäftsmann fest

Hamas-Finanzierung mitten in Barcelona: Polizei nimmt chinesischen Geschäftsmann fest


Während in Europa über Israel debattiert wird, floss Terrorgeld unbemerkt durch ein Kosmetikgeschäft in Spanien. Der Fall zeigt, wie tief Hamas-Finanzierung längst im Westen angekommen ist.

Hamas-Finanzierung mitten in Barcelona: Polizei nimmt chinesischen Geschäftsmann fest

Die katalanische Polizei hat in Barcelona einen chinesischen Geschäftsmann festgenommen, der über Jahre hinweg die Terrororganisation Hamas finanziert haben soll. Nach Angaben der Ermittler überwies der Mann rund 600.000 Euro in Kryptowährungen an Strukturen, die direkt mit Hamas in Verbindung stehen.

Der Verdächtige betrieb in Barcelona ein unscheinbares Kosmetik- und Schönheitsgeschäft. Nach außen ein normales Gewerbe, nach innen offenbar Teil eines verdeckten Finanzsystems, das Terrororganisationen mit Geld aus Europa versorgt. Die Polizei spricht von mindestens 31 einzelnen Krypto-Transaktionen, die von digitalen Geldbörsen des Beschuldigten an Adressen weitergeleitet wurden, die mutmaßlich von Hamas genutzt wurden.

Bei der Durchsuchung der Geschäftsräume und privater Objekte stellten die Ermittler mehr als 100.000 Euro Bargeld sicher. Zudem wurden Schmuck, Waffen, hochwertige Zigarren sowie mehrere Bankkonten beschlagnahmt und eingefroren. Die Polizei geht davon aus, dass das Geschäft nicht nur als Tarnung diente, sondern aktiv zur Geldwäsche genutzt wurde.

Die Ermittlungen begannen bereits im vergangenen Juni. Ursprünglich ging es um Betrugsdelikte und Geldwäsche. Erst im Verlauf der Untersuchung stießen die Behörden auf Hinweise, dass ein Teil der Gelder nicht lediglich illegal bewegt, sondern gezielt an eine international agierende Terrororganisation weitergeleitet wurde.

Der Fall offenbart erneut, wie Hamas ihre Finanzströme organisiert. Während die Organisation militärisch unter Druck steht, funktioniert ihre internationale Infrastruktur weiter. Kryptowährungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen schnelle, schwer nachvollziehbare Transfers, die klassische Bankkontrollen umgehen.

Für die spanischen Sicherheitsbehörden ist der Fall brisant. Er zeigt, dass Terrorfinanzierung nicht nur über bekannte Netzwerke im Nahen Osten oder in klassischen Konfliktregionen läuft, sondern mitten in europäischen Großstädten stattfindet in ganz gewöhnlichen Geschäften, eingebettet in den Alltag.

Parallel dazu verstärkten auch die Vereinigten Staaten zuletzt ihren Druck. Das US-Finanzministerium setzte im Januar mehrere angebliche Hilfsorganisationen in Gaza auf die Sanktionsliste. Nach Angaben der amerikanischen Behörden wurden zivile Vereine systematisch von Hamas genutzt, um Geldflüsse zu verschleiern und militärische Strukturen zu finanzieren.

Die amerikanische Regierung erklärte, Hamas missbrauche bewusst zivile Organisationen und gefährde damit nicht nur Israelis, sondern auch die palästinensische Bevölkerung selbst. Die Nutzung von Wohltätigkeitsstrukturen diene der Tarnung, nicht der Hilfe.

Der Fall aus Barcelona fügt sich in dieses Bild ein. Er zeigt, dass Terrorfinanzierung längst nicht mehr an Nationalitäten, Religionen oder geografische Herkunft gebunden ist. Entscheidend ist allein die Bereitschaft, ein System zu bedienen, das Gewalt, Mord und Entführung ermöglicht.

Während auf europäischen Straßen Demonstrationen stattfinden und politische Debatten häufig einseitig geführt werden, flossen im Hintergrund Hunderttausende Euro an eine Terrororganisation, die am 7. Oktober ein Massaker in Israel verübte und weiterhin Geiseln festhält.

Der Festnahme kommt daher über den Einzelfall hinaus Bedeutung zu. Sie macht deutlich, dass der Kampf gegen Terror nicht nur an Grenzen oder auf Schlachtfeldern geführt wird, sondern auch in Einkaufsstraßen, Hinterzimmern und digitalen Netzwerken Europas.

Die Ermittlungen dauern an. Die spanischen Behörden prüfen derzeit, ob weitere Personen beteiligt waren und ob zusätzliche Geldflüsse bislang unentdeckt geblieben sind.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By urban_data - https://www.flickr.com/photos/urban_data/531632332/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=98887599
Samstag, 31 Januar 2026

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