Antizionistische Massenkundgebung in Barcelona wie Europas Kulturszene offen zur Ausgrenzung von Juden übergehtAntizionistische Massenkundgebung in Barcelona wie Europas Kulturszene offen zur Ausgrenzung von Juden übergeht
Was in Barcelona stattfand, war kein Konzert. Es war eine ideologische Machtdemonstration gegen Israel und gegen alle Juden, die sich nicht von ihrem Staat lossagen.
Im Palau Sant Jordi, einer der bedeutendsten Veranstaltungsorte der Stadt, versammelten sich Tausende zu einem sogenannten Solidaritätsabend mit den Palästinensern. Was folgte, war jedoch keine humanitäre Veranstaltung, sondern ein politisch aufgeladener Angriff auf die Existenz Israels.
Israel verschwand an diesem Abend buchstäblich von der Landkarte. Auf den Bildschirmen wurde das gesamte Staatsgebiet als „Palästina“ dargestellt. Kein Hinweis auf zwei Staaten. Kein Raum für Koexistenz. Die Botschaft war eindeutig: Dieser Staat soll nicht existieren.
Dazu skandierte das Publikum „From the river to the sea“. Wer diese Parole kennt, weiß, was sie bedeutet. Sie ruft nicht zu Frieden auf. Sie fordert die vollständige Beseitigung Israels. Dass diese Forderung in einer europäischen Großstadt öffentlich, laut und ohne jede Gegenrede gefeiert wird, ist kein kultureller Ausrutscher. Es ist ein politisches Symptom.
Die Kulturszene hat sich entschieden. Und sie hat sich entschieden gegen Israel.
Kein Wort über das Massaker vom 7. Oktober. Kein Wort über ermordete Kinder, vergewaltigte Frauen, verbrannte Familien. Keine Erwähnung der Geiseln. Keine Namen. Keine Gesichter. Keine Trauer.
Israelisches Leid existiert in dieser Welt nicht mehr.
Stattdessen durfte der Sohn des verurteilten Terroristen Marwan Barghouti die Bühne betreten. Die Forderung nach der Freilassung eines Mannes, der für tödliche Anschläge verantwortlich ist, wurde mit Applaus beantwortet. Terror wurde nicht kritisiert, sondern normalisiert. Wer tötet, gilt als politischer Gefangener. Wer sich verteidigt, als Verbrecher.
Das ist keine Einseitigkeit mehr. Das ist moralischer Bankrott.
Internationale Künstler stellten sich bereitwillig in den Dienst dieser Erzählung. Mit emotionalen Reden, mit Symbolen, mit Parolen. Keine Distanz. Keine Verantwortung. Keine Grenze. Die Bühne wurde zur Anklagebank, Israel zum alleinigen Täter erklärt.
Die Hamas kam an diesem Abend praktisch nicht vor. Als existiere sie nicht. Als hätte sie keinen Krieg begonnen. Als wäre sie kein Terrorregime. Dieses bewusste Weglassen ist kein Zufall. Es ist Teil des Narrativs.
Denn wer Israel dämonisieren will, darf die Realität nicht zeigen.
Für die jüdische Gemeinschaft Barcelonas war dieser Abend ein Signal. Ein unmissverständliches. Ihr gehört nicht dazu, wenn ihr Israel nicht verurteilt. Ihr seid nur willkommen, wenn ihr euch distanziert. Wenn ihr euch erklärt. Wenn ihr euch rechtfertigt.
Wer jüdisch ist und offen zu Israel steht, wird zunehmend zur Belastung erklärt.
Gemeindemitglieder berichten von wachsender Angst. Von Beschimpfungen. Von aggressiver Stimmung. Von dem Gefühl, dass sich etwas verschoben hat. Nicht am Rand der Gesellschaft, sondern im Zentrum.
Denn wenn Antizionismus auf der größten Bühne der Stadt gefeiert wird, wenn er von bekannten Künstlern getragen wird und von Tausenden beklatscht, dann ist er kein Randphänomen mehr.
Dann ist er Mainstream.
Das Argument lautet inzwischen immer gleich: Es gehe nicht um Juden, sondern um Zionisten. Doch dieses Wort dient längst nur noch als Ersatz. Die Mechanik ist identisch. Kollektivschuld. Dämonisierung. Entmenschlichung. Wer Zionist ist, darf angegriffen werden. Wer sich zu Israel bekennt, gilt als moralisch minderwertig.
Das ist moderner Antisemitismus. Sauber formuliert. Moralisch aufgeladen. Kulturell akzeptiert.
Barcelona steht exemplarisch für ein Europa, das glaubt, aus der Geschichte gelernt zu haben, aber bereit ist, sie neu zu verpacken. Nicht mit Hakenkreuzen, sondern mit Mikrofonen. Nicht mit Gewalt auf der Straße, sondern mit Applaus im Saal.
Wenn heute auf europäischen Bühnen die Auslöschung Israels gefeiert wird und niemand widerspricht, dann ist das keine Meinungsfreiheit mehr. Dann ist es ein gesellschaftlicher Kipppunkt.
Und wer jetzt noch sagt, das habe nichts mit Judenhass zu tun, will ihn schlicht nicht mehr erkennen.
Autor: Redaktion
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Samstag, 31 Januar 2026