Epstein-Skandal erschüttert London: Steht Keir Starmer vor dem politischen Aus?Epstein-Skandal erschüttert London: Steht Keir Starmer vor dem politischen Aus?
Ein Skandal um geheime Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bringt Großbritanniens Premierminister ins Wanken. Innerhalb der Labour-Partei wächst offen die Überzeugung, dass Starmers Amtszeit ihrem Ende entgegengeht.
Die britische Regierung erlebt derzeit einen ihrer schwersten politischen Stürme seit Jahrzehnten. Was als unangenehme Enthüllung begann, hat sich binnen weniger Tage zu einer existenziellen Krise für Premierminister Keir Starmer entwickelt. Im Zentrum steht die Verbindung zwischen dem inzwischen zurückgetretenen Labour-Politiker Peter Mandelson und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Doch längst geht es um weit mehr als nur einen einzelnen Skandal. Es geht um Glaubwürdigkeit, politische Verantwortung und die Frage, ob Starmer noch regierungsfähig ist.
Auslöser der Krise waren neu veröffentlichte Dokumente aus den sogenannten Epstein-Akten in den Vereinigten Staaten. Diese legten offen, dass Mandelson nicht nur freundschaftliche Beziehungen zu Epstein pflegte, sondern ihm während seiner Zeit als britischer Wirtschaftsminister sensible Informationen zugespielt haben soll. Besonders brisant: Ein Foto zeigt Mandelson in Epsteins Villa in Paris in äußerst peinlicher Situation. Die Enthüllungen lösten sofort Empörung aus und zwangen Mandelson zunächst zum Rücktritt aus der Labour-Partei und schließlich auch aus dem britischen Oberhaus.
Doch damit endete die Affäre nicht. Sie erreichte ihren explosiven Höhepunkt, als Starmer im Parlament einräumen musste, dass er bereits vor der Ernennung Mandelsons zum britischen Botschafter in Washington von dessen Beziehung zu Epstein wusste. Zwar behauptete der Premierminister, das volle Ausmaß der Verbindung nicht gekannt zu haben. Für viele seiner Parteikollegen war diese Erklärung jedoch nicht mehr glaubwürdig.
Der politische Schaden ist enorm. In einer dramatischen Sitzung des Unterhauses entging die Regierung nur knapp einer schweren Niederlage. Erst ein hastig ausgehandelter Kompromiss rettete Starmer vor einem offenen Aufstand in den eigenen Reihen. Künftig sollen sämtliche Dokumente rund um Mandelsons Ernennung offengelegt werden. Doch genau davor fürchtet sich die Regierung. Denn je mehr Details ans Licht kommen, desto deutlicher wird das Bild einer politischen Führung, die entweder wegsah oder bewusst Risiken ignorierte.
Innerhalb der Labour-Fraktion ist die Stimmung entsprechend verheerend. Abgeordnete sprechen hinter vorgehaltener Hand davon, dass Starmer nicht mehr zu halten sei. Ein ehemaliger Minister bezeichnete den aktuellen Tag als den schlimmsten seit Amtsantritt der Regierung. Andere warnten offen, das Vertrauen in den Premier sei unwiederbringlich zerstört.
Besonders heikel ist, dass die britische Polizei inzwischen Ermittlungen gegen Mandelson aufgenommen hat. Im Raum steht der Verdacht, er habe als Minister vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben. Dass Teile der Dokumente vorerst unter Verschluss bleiben sollen, wird von vielen Abgeordneten als Versuch gewertet, die Affäre kleinzuhalten.
Die Kritik richtet sich längst nicht mehr nur gegen Mandelson. Auch Starmers engster Beraterkreis gerät unter Druck. Mehrere Abgeordnete fordern offen den Rücktritt von Stabschef Morgan McSweeney, der als treibende Kraft hinter der umstrittenen Ernennung gilt. Das politische Klima in Westminster ist vergiftet.
Währenddessen wächst der Einfluss von Angela Rayner, einer führenden Labour-Politikerin, die hinter den Kulissen maßgeblich dazu beitrug, die Regierung vor einer sofortigen Niederlage zu bewahren. In London wird inzwischen offen darüber spekuliert, dass sie die natürliche Nachfolgerin Starmers sein könnte. Einige Parteimitglieder sagen bereits unverblümt, dass Rayner faktisch mehr Führungsstärke zeige als der amtierende Premier.
Die britische Presse spricht bereits von einer Regierung „auf der Intensivstation“. Zeitungen titeln, Starmer liege politisch am Boden. Die Opposition nutzt jede Gelegenheit, um den Premier als schwach und unaufrichtig darzustellen. Besonders brisant ist die Tatsache, dass Labour in aktuellen Umfragen hinter der rechten Reformpartei von Nigel Farage zurückliegt.
Für Starmer wird die Luft immer dünner. Zwar bedeutet ein möglicher Rücktritt nicht automatisch Neuwahlen. Doch die Partei müsste einen neuen Vorsitzenden bestimmen, der dann die Regierung führt. Ob Starmer die kommenden Wochen politisch überlebt, ist völlig offen. Selbst enge Verbündete geben inzwischen zu, dass jeder weitere belastende Fund aus den Epstein-Dokumenten das endgültige Aus bedeuten könnte.
Was als Personalie begann, hat sich zu einer Staatskrise ausgeweitet. Großbritannien erlebt gerade, wie ein politischer Skandal eine Regierung von innen heraus zerfrisst. Und noch ist unklar, wie tief der Abgrund wirklich ist.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By UK Prime Minister - https://www.flickr.com/photos/49707497@N06/55069109898/, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182760310
Freitag, 06 Februar 2026