Großbritannien verhaftet iranische Propagandistin auf dem Weg zu Anti-Israel-TreffenGroßbritannien verhaftet iranische Propagandistin auf dem Weg zu Anti-Israel-Treffen
Die britische Polizei greift durch: Eine Journalistin des iranischen Regimesenders Press TV wird in Birmingham festgenommen. Sie hatte den Hamas-Terror vom 7. Oktober gefeiert und offen zu Hass gegen Juden aufgerufen.
Es war ein unspektakulärer Sonntagmorgen in Birmingham, doch für die iranische Propagandamaschinerie entwickelte er sich zum politischen Desaster. Die britische Polizei nahm die Press-TV-Journalistin Latifa Abouchakra fest, als sie gerade auf dem Weg zu einer Veranstaltung der sogenannten Anti-Zionist Movement war. Offiziell sollte sie dort als Rednerin auftreten. In Wirklichkeit wollte sie einmal mehr ihre giftige Ideologie verbreiten, die seit Jahren antisemitische Hetze mit offener Unterstützung für islamistischen Terror vermischt.
Die West Midlands Police bestätigte, dass zwei Personen in Birmingham festgenommen wurden, darunter eine 35 Jahre alte Frau. Der Vorwurf lautet auf Aufstachelung zu rassistischem Hass. Ein schweres Delikt in Großbritannien, wo die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Hetze in den vergangenen Jahren immer deutlicher gezogen wurden.
Abouchakra ist keine unbekannte Aktivistin. Sie arbeitet für Press TV, den englischsprachigen Propagandasender des iranischen Regimes. Dieser Kanal ist seit langem dafür bekannt, gezielt Desinformation und Hassbotschaften in westlichen Gesellschaften zu verbreiten. Die Journalistin selbst machte vor allem nach dem 7. Oktober 2023 Schlagzeilen. Während Hamas-Terroristen in Israel mehr als 1.200 Menschen ermordeten und Hunderte als Geiseln verschleppten, veröffentlichte sie ein Video, in dem sie die Massaker als Triumph und Akt des Widerstands feierte. Kein Wort des Mitgefühls, keine Distanzierung, nur Jubel über Blut und Tod.
Solche Aussagen blieben in Großbritannien nicht ohne Folgen. Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren davor, dass iranische Staatsmedien gezielt versuchen, in westlichen Ländern radikale Netzwerke aufzubauen und zu unterstützen. Unter dem Deckmantel journalistischer Arbeit wird Propaganda betrieben, die Hass schürt und Extremismus befeuert. Abouchakra ist ein Paradebeispiel für diese Strategie.
Die Veranstaltung, zu der sie eingeladen war, sollte der offizielle Start der Anti-Zionist Movement sein. Schon der Name der Gruppe macht deutlich, wohin die Reise geht. Hinter dem harmlos klingenden Begriff verbirgt sich eine Organisation, die offen die Vernichtung Israels propagiert und Gewalt gegen Juden rechtfertigt. In sozialen Netzwerken erklärte die Gruppe unverhohlen, sie stehe ohne Entschuldigung hinter bewaffnetem Widerstand. Für die britischen Behörden war das ein klares Alarmsignal.
Nach der Festnahme reagierten die Organisatoren mit wütenden Anschuldigungen. Sie sprachen von politischer Gewalt und behaupteten, eine zionistische Lobby habe den britischen Staat unter Kontrolle. Solche Verschwörungserzählungen sind typisch für Milieus, in denen antisemitische Weltbilder dominieren. Anstatt sich mit den eigenen Hassbotschaften auseinanderzusetzen, wird die Schuld bei angeblichen dunklen Mächten gesucht.
Auch der ehemalige Universitätsprofessor David Miller, der wegen antisemitischer Äußerungen von der Universität Bristol entlassen wurde, mischte sich ein. Er behauptete in sozialen Medien, die Polizei arbeite direkt für Israel. Seine Aussagen zeigen, wie tief das Gift der Verschwörungstheorien in diesen Kreisen verankert ist.
Dass die britischen Behörden nun konsequenter vorgehen, ist kein Zufall. In den vergangenen Jahren haben sich Fälle gehäuft, in denen iranische Netzwerke in Europa aktiv wurden. Experten warnen davor, dass Teheran den Westen als Bühne für psychologische Kriegsführung nutzt. Dr. Lynette Nusbacher, eine frühere britische Geheimdienstoffizierin, erklärt, es sei lange schwierig gewesen, die Regierung von der Gefährlichkeit dieser Strukturen zu überzeugen. Doch inzwischen sei das Ausmaß der iranischen Einflussoperationen nicht mehr zu ignorieren.
Der Fall Abouchakra ist deshalb mehr als eine einzelne Festnahme. Er ist ein Signal, dass Großbritannien beginnt, seine demokratische Öffentlichkeit gegen ausländische Extremisten zu verteidigen. Zu lange konnten Hassprediger und Propagandisten unter dem Schutzmantel der freien Rede agieren. Zu lange wurden jüdische Gemeinden eingeschüchtert und bedroht, während radikale Gruppen ungestört hetzten.
Die Ereignisse in Birmingham zeigen, dass Geduld und Nachsicht ein Ende haben. Wer den Terror verherrlicht, wer Gewalt gegen Juden gutheißt und rassistischen Hass verbreitet, kann sich nicht mehr hinter dem Etikett des Journalismus verstecken. Großbritannien zieht eine klare Grenze.
Für Israel und die jüdischen Gemeinden in Europa ist das ein wichtiges Zeichen. Antisemitismus ist kein legitimer politischer Standpunkt, sondern ein Angriff auf die Grundwerte westlicher Gesellschaften. Der Staat, der sich dagegen wehrt, verteidigt nicht nur Juden, sondern seine eigene demokratische Ordnung.
Die Festnahme von Latifa Abouchakra mag juristisch erst der Anfang sein. Politisch jedoch markiert sie einen Wendepunkt. Die Zeiten, in denen iranische Propagandisten unbehelligt in europäischen Städten auftreten konnten, neigen sich dem Ende zu.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Montag, 09 Februar 2026