Londoner Bäckerei beschmiert weil Gründer Israelis sind jüdische Gemeinde spricht von offenem AntisemitismusLondoner Bäckerei beschmiert weil Gründer Israelis sind jüdische Gemeinde spricht von offenem Antisemitismus
Ein britisches Geschäft wird attackiert nicht wegen seiner Taten sondern wegen seiner Herkunft. Aktivisten beschuldigen eine Bäckerei Israel zu finanzieren und hinterlassen rote Farbe und Boykott Parolen.
Jüdische Vertreter warnen vor einer gefährlichen Entwicklung. Immer öfter werden jüdische oder israelische Verbindungen zum Vorwand für Einschüchterung und Angriffe.
Was sich im Norden Londons vor einer unscheinbaren Bäckerei abspielte, ist mehr als ein lokaler Vorfall. Es ist ein Beispiel dafür, wie sich Judenhass heute tarnt und legitimiert. Die beliebte britische Kette Gail’s Bakery eröffnete eine neue Filiale, doch statt Kunden warteten Demonstranten. Sie hielten Schilder mit der Aufschrift Boycott Israel und warfen dem Unternehmen vor, Israel zu finanzieren. Kurz darauf wurde die Fassade mit roter Farbe beschmiert. Auf den Wänden stand, die Bäckerei unterstütze israelische Technologie. Die Botschaft war eindeutig. Dieses Geschäft wurde nicht wegen seiner Produkte angegriffen, sondern wegen seiner jüdischen und israelischen Wurzeln.
Die Realität ist klar. Gail’s ist ein britisches Unternehmen, das seit Jahrzehnten Teil des Alltags im Vereinigten Königreich ist. Es beschäftigt britische Mitarbeiter, zahlt britische Steuern und verkauft Brot und Kaffee an britische Kunden. Der einzige Grund, warum es zur Zielscheibe wurde, liegt in seiner Geschichte. Zu den Gründern gehörten Israelis. Mehr nicht. Doch in der aufgeheizten Atmosphäre reicht das inzwischen aus, um ein Unternehmen öffentlich an den Pranger zu stellen.
Ein Video der Szene zeigt einen jüdischen Passanten, der die Demonstranten direkt fragt, warum sie eine britische Bäckerei angreifen. Die Antwort ist entlarvend. Es gehe um Investoren und angebliche Verbindungen zu israelischer Technologie. Mit dieser Logik kann jedes Unternehmen, jede Person und jede Institution zur Zielscheibe werden, sobald eine Verbindung zu Israel konstruiert wird. Genau das ist der Punkt, an dem politischer Protest endet und Diskriminierung beginnt.
Jüdische Organisationen in Großbritannien reagierten mit ungewöhnlicher Deutlichkeit. Der Dachverband der britischen Juden erklärte, dass solche Angriffe eine rote Linie überschreiten. Unternehmen würden gezielt herausgegriffen, nicht wegen ihres Handelns, sondern wegen ihrer Herkunft oder angeblicher Verbindungen. Das Ergebnis sei ein Klima der Einschüchterung, das jüdische Geschäftsinhaber, Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen treffe. Der European Jewish Congress sprach von einer Normalisierung der Feindseligkeit gegenüber jüdischen Einrichtungen.
Auch aus der Politik kam eine klare Reaktion. Der britische Abgeordnete David Taylor nannte den Angriff ohne Einschränkung das, was er ist. Antisemitismus. Keine politische Kritik, kein Aktivismus, sondern ein Angriff auf Juden unter einem anderen Namen.
Die Polizei ermittelt, doch Festnahmen gab es bisher nicht. Für viele Juden in Großbritannien ist der Schaden längst entstanden. Nicht nur an einer Hauswand, sondern am Vertrauen in die Sicherheit ihres Platzes in der Gesellschaft.
Der Angriff auf Gail’s Bakery ist deshalb kein Einzelfall. Er ist Teil eines Musters. Immer häufiger werden jüdische Geschäfte zur Zielscheibe, während die Täter sich hinter politischen Parolen verstecken. Doch die Realität bleibt dieselbe wie immer. Juden werden nicht wegen dessen angegriffen, was sie tun, sondern wegen dessen, wer sie sind.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X
Samstag, 21 Februar 2026