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Drohnen aus Beirut treffen britischen Stützpunkt auf Zypern

Drohnen aus Beirut treffen britischen Stützpunkt auf Zypern


Ein iranischer Angriff trifft erstmals direkt eine westliche Militärbasis im Mittelmeer. Die Drohne startete nach Angaben zypriotischer Behörden aus Beirut. Während Israel alle iranischen Raketen der Nacht abfängt, wächst die Sorge vor einer neuen Front durch die Hisbollah.

Drohnen aus Beirut treffen britischen Stützpunkt auf Zypern

Der Krieg mit Iran zeigt immer deutlicher, wie weit sich der Konflikt über den Nahen Osten hinaus ausbreitet. Ein Angriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat nun eine neue Dimension sichtbar gemacht. Nach Angaben zypriotischer Behörden wurde eine iranische Shahed Drohne, die einen Hangar auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri beschädigte, aus der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet.

Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Die Drohne schlug in einen Hangar auf dem Gelände des britischen Stützpunkts ein, der an der südlichen Küste der Insel liegt. RAF Akrotiri gehört zu den wichtigsten militärischen Einrichtungen Großbritanniens im östlichen Mittelmeer. Von dort aus starten regelmäßig Flugzeuge für Einsätze im Nahen Osten.

Ein zypriotischer Regierungsvertreter bestätigte später, dass die Drohne ihren Startpunkt in Beirut gehabt habe. Der Beamte sprach unter der Bedingung der Anonymität, da er keine offizielle Genehmigung hatte, öffentlich über den Angriff zu sprechen.

Noch am selben Tag wurden zwei weitere Drohnen entdeckt, die sich dem Luftraum der Insel näherten. Britische Kampfjets starteten daraufhin von RAF Akrotiri und fingen beide Fluggeräte ab, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten.

Seit den ersten Angriffen kam es immer wieder zu Alarmmeldungen über mögliche Drohnensichtungen rund um die Insel. Viele dieser Hinweise stellten sich jedoch als Fehlalarme heraus. Dennoch zeigt der Vorfall, wie sehr sich der Konflikt inzwischen auf den gesamten östlichen Mittelmeerraum ausdehnt.

Die Tatsache, dass eine Drohne aus Beirut gestartet wurde, richtet den Blick unmittelbar auf die Hisbollah. Die vom Iran unterstützte Terrororganisation kontrolliert weite Teile des militärischen Apparats im Libanon und verfügt über umfangreiche Drohnen- und Raketenarsenale.

Für Israel ist diese Entwicklung besonders relevant. Die israelischen Streitkräfte rechnen damit, dass die Hisbollah ihre Angriffe deutlich verstärken könnte, während der Krieg mit Iran andauert.

Bereits jetzt feuert die libanesische Terrororganisation regelmäßig Raketen und Drohnen auf israelisches Gebiet. Die meisten Angriffe richten sich gegen den Norden des Landes, doch einige Geschosse wurden auch in Richtung Zentralisrael abgefeuert.

Nach Angaben der israelischen Armee kam es bislang zu zwei Einschlägen von Hisbollah Raketen im Norden Israels. Gleichzeitig versucht die Luftabwehr, jede weitere Eskalation zu verhindern.

Währenddessen setzt Iran weiterhin Raketen gegen Israel ein, wenn auch in deutlich geringerer Intensität als zu Beginn des Krieges. In der vergangenen Nacht wurden drei Angriffe auf Zentralisrael registriert. Dabei wurden mehrere ballistische Raketen gestartet.

Alle Geschosse konnten jedoch von den israelischen Luftabwehrsystemen abgefangen werden. Kein Projektil erreichte sein Ziel.

Die israelischen Streitkräfte beobachten allerdings, dass die Angriffe zwar deutlich seltener geworden sind, aber nicht vollständig aufhören werden. Militärische Analysten gehen davon aus, dass Iran versucht, seine verbliebenen Raketenressourcen gezielter einzusetzen.

Seit Beginn des Krieges sind insgesamt dreizehn Einschlagsorte in israelischen Wohngebieten registriert worden. Einige dieser Angriffe erfolgten mit großen Sprengköpfen, andere mit Streumunitionsvarianten, deren Fragmente Schäden und Verletzungen verursachten.

Besonders betroffen waren Städte wie Beit Schemesch, Tel Aviv und Beerscheba. In mehreren Fällen schlugen Fragmente oder Submunitionen in Wohnvierteln ein.

Trotz dieser Angriffe zeigt sich, dass die israelische Luftverteidigung einen Großteil der iranischen Raketen abfangen kann. Systeme wie Arrow, David’s Sling und Iron Dome arbeiten dabei gemeinsam, um unterschiedliche Bedrohungen abzufangen.

Der Rückgang der iranischen Angriffe hat inzwischen auch Auswirkungen auf das zivile Leben in Israel. Die israelische Heimatfront hat beschlossen, einige Beschränkungen vorsichtig zu lockern.

Versammlungen mit bis zu fünfzig Personen sind nun wieder erlaubt, sofern sich ein Schutzraum in unmittelbarer Nähe befindet. Auch Arbeitsplätze dürfen unter denselben Bedingungen wieder öffnen.

Eine erneute Sicherheitsbewertung ist für das kommende Wochenende geplant. Sollte sich die Lage weiter stabilisieren, könnten Bildungseinrichtungen bereits in der kommenden Woche schrittweise wieder geöffnet werden.

Trotz dieser vorsichtigen Normalisierung bleibt die militärische Lage angespannt. Besonders die Möglichkeit einer stärkeren Beteiligung der Hisbollah beschäftigt die israelischen Sicherheitsbehörden.

Sollte die libanesische Terrororganisation ihre Angriffe deutlich ausweiten, könnte sich eine zweite große Front entwickeln. In diesem Fall würde der Krieg nicht mehr nur zwischen Israel und Iran stattfinden, sondern zusätzlich entlang der libanesischen Grenze eskalieren.

Der Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern zeigt bereits, wie weit der Konflikt inzwischen reicht. Ein Krieg, der ursprünglich zwischen Israel und Iran begann, berührt nun immer mehr Staaten und militärische Einrichtungen in der gesamten Region.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Photo: Cpl L Matthews/MOD, OGL v1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94580323
Donnerstag, 05 März 2026

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