Irans Atomwaffenprogramm weiter entwickelt als bisher angenommen

Irans Atomwaffenprogramm weiter entwickelt als bisher angenommen


Einem am Dienstag veröffentlichten Bericht eines Think-tanks zufolge war das iranische Atomwaffenprogramm weiter gediehen als bislang angenommen wurde.

Von Yonah Jeremy Bob, The Jerusalem Post

In einem Bericht des Institute for Science and International Security heißt es, die Informationen, die die Kommandoaktion des Mossad in einer Lagerhalle in Teheran im Januar zu Tage gefördert habe, ergäben in der Zusammenschau mit entsprechenden Satellitenbildern ‚eindeutig, dass es in der Anlage in Parchin in der Tat eine für die Erforschung und Entwicklung von Atomwaffen geeignete Explosionskammer gab‘.

Der Bericht beschäftigt sich in erster Linie mit den iranischen Aktivitäten bis 2003, geht aber von der Prämisse aus – die auch von den vom Mossad aus der (der IAEA nicht gemeldeten) Einrichtung in Teheran entwendeten Dokumenten bestätigt wird – die vom Iran durchgeführten Tests liefen darauf hinaus, dass er wesentlich schneller eine Atomwaffe bauen könnte als bislang angenommen. Ob die Islamische Republik zwölf oder eher sechs Monate von der Fähigkeit entfernt sei, eine Atombombe zu produzieren, sollte sie sich dazu entschließen, ist Gegenstand einer langen Debatte. Dem neuen Bericht zufolge hat der Iran bereits einige Hürden genommen, von denen Experten bislang annahmen, sie lägen noch vor dem Land. Folglich könnte der Iran schneller als angenommen zum Ziel gelangen. Der Bericht legt darüber hinaus auf der Basis von Fotos, die der Mossad entwendete, nahe, dass der Iran komplexe Ausrüstungsgegenstände nicht gemeldet habe, die bei der Entwicklung von Atomwaffen eingesetzt werden könnten.

Demnach sollte die IAEA Teheran zur Rede stellen, um herauszufinden, ob und wo sie versteckt wurden. Der Bericht wurde vom Direktor des Think-tanks David Albright, dem ehemaligen Generaldirektor der IAEA Olli Heinonen und anderen profilierten Experten verfasst. Darin heißt es, ‚die zusätzlichen Belege verweisen ausdrücklich auf Explosionen und Radioaktivität in der Anlage in Parchin, und diese Information wirft ein besonders klares Licht auf das Atomwaffenprogramm des Iran.‘ Das vom Mossad beschaffte ‚atomare Archiv zeigt, dass der Iran eine größere Zahl von mit der Entwicklung von Atomwaffen verbundenen hochexplosiven Tests durchgeführt hat, als bisher angenommen wurde

 

Übersetzt von MENA Watch - Foto: Bei einer internationalen Pressekonferenz in Jerusalem legt Israels Ministerpräsident Binjamin Netanyahu Beweise für das Atomwaffenprogramm des Irans vor (Foto: Screenshot YouTube)


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Screenshot YT


Sonntag, 28 Oktober 2018









Den Menschen in der arabischen Welt Wissen zur Verfügung stellen

 Den Menschen in der arabischen Welt Wissen zur Verfügung stellen

Faisal Saeed al-Mutar wurde 1991 in der irakischen Stadt Hillah geboren. Er war acht Jahre alt, als das Internet im Land zugelassen wurde und seine Neugier weckte, die Neugeiur nach Wissenschaft, Philosophie, dem Kosmos, der vergleichende Religionswissenschaften, den bürgerlichen Freiheiten und den Menschenrechte.

[weiterlesen >>]

Bericht: Labour Party ist institutionell antisemitisch

 Bericht: Labour Party ist institutionell antisemitisch

Ein neuer Bericht besagt, dass die Labour Party `institutionell antisemitisch´ sei, und kommt zu dem Schluss, dass das Ausmaß ihres Antisemitismus unterschätzt werde.

[weiterlesen >>]

US-Präsident Trump erkennt den Golan als Teil Israels an

 US-Präsident Trump erkennt den Golan als Teil Israels an

Die Anerkennung der Golanhöhen [als Teil von Israel] durch US-Präsident Donald Trump wurde in Washington anfangs mit mehr Wut aufgenommen, als in den Hauptstädten des Nahen Ostens.

[weiterlesen >>]

Erdogan missbraucht Christchurch-Attentat für Wahlkampf

 Erdogan missbraucht Christchurch-Attentat für Wahlkampf

Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay und der Außenminister Mevlut Cavusoglu reisten am vergangenen Wochenende als erste hochrangige Delegation ausländischer Regierungen nach Christchurch, wobei sie auf mehr abzielten, als sich nur mit der muslimischen Gemeinschaft Neuseelands solidarisch zu zeigen.

[weiterlesen >>]

Der UN-Menschenrechtsrat hat direkt der Hamas in die Hände gespielt

Der UN-Menschenrechtsrat hat direkt der Hamas in die Hände gespielt

Ich war dreißig Jahre lang in der britischen Armee. In dieser Zeit habe ich oft und an verschiedenen Orten britische Truppen in Einsätzen gegen gewalttätige Demonstranten und Randalierer kommandiert. In jedem einzelnen Fall befanden sich unter den Randalierern auch bewaffnete Terroristen, die die Gewalt organisiert und dazu verwendet haben, um Sicherheitskräfte anzugreifen. (…)

[weiterlesen >>]

Irak: Erstes Massengrab jesidischer IS-Opfer geöffnet

Irak: Erstes Massengrab jesidischer IS-Opfer geöffnet

Die irakischen Behörden haben am Freitag ein erstes Massengrab in Sinjar geöffnet, jener Hochburg der Jesiden, in der die Minderheit einst brutal von Dschihadisten [des Islamischen Staates] angegriffen worden war.

[weiterlesen >>]