Massenexekution: Regime lässt 22 arabische Iraner hinrichten

Massenexekution: Regime lässt 22 arabische Iraner hinrichten


Das iranische Regime hat in den letzten 72 Stunden offenbar 22 Ahwasen [arabische Iraner] gehängt.

Von Rahim Hamid, The Herald Report

Vorangegangen war in den letzten Wochen die Verhaftung von mehr als 1000 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, im Rahmen eines brutalen Durchgreifens in der südwestiranischen Region [Khuzestan]. Zu den Hingerichteten gehört ein 58jähriger Mann, der gemeinsam mit seinem 30jährigen Sohn getötet wurde.

Menschenrechtsaktivisten aus der Region zufolge seien die Familien der Opfer ins Hauptquartier des Geheimdienstes einbestellt worden, um sie darüber zu informieren, dass ihre Angehörigen hingerichtet worden seien. Aus Furcht, dass der Ärger über die Verhaftungen und die brutale Massenhinrichtung zu weiteren Protesten führen könnte, untersagte das Regime ihnen die Durchführung von Trauerfeiern. Wie üblich wurde es den Familien verwehrt, die Leichen ihrer Angehörigen zu sehen. Diese werden in anonymen Massengräbern verscharrt, um so weitere ‚Schande‘ über die Dissidenten zu bringen und andere durch Abschreckung von Protesten gegen das Regime abzuhalten. Die Beamten hätten sie zudem verspottet und ihnen angesichts ihrer Trauer um ihre Angehörigen gesagt, sie sollten sich nicht so haben.

Wie schon die vorangegangen Massenverhaftungen in der Region rechtfertigte das Regime auch die Hinrichtungen mit vagen Anschuldigungen. So hieß es beispielsweise, die Betroffenen hätten sich ‚gegen die nationale Sicherheit‘ vergangen. Den Hinrichtungen ging kein Prozess voran und den Inhaftierten war zuvor sowohl jegliche anwaltliche Vertretung als auch ein letzter Besuch ihrer Angehörigen verweigert worden. Aktivisten in der Region haben die Identitäten von 500 der mehr als 1000 bislang verhafteten Ahwasen bestätigen können. Bei dieser jüngsten brutalen Kampagne geht es dem Regime darum, weitere Proteste in der Region zu unterbinden. Viele der Inhaftierten wurden festgenommen, weil sie sich für demokratische Rechte und die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt hatten bzw. sich an politischen, religiösen, zivilgesellschaftlichen und medienbezogenen Aktivitäten beteiligt hatten, die den Ahwasen in der Region untersagt sind.

 

Übersetzt von MENA Watch - Foto: Screenshot


Autor: MENA Watch
Bild Quelle: Screenshot YT


Dienstag, 13 November 2018









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