UN-Atombehörde: Iran bricht Atomabkommen erneut

UN-Atombehörde: Iran bricht Atomabkommen erneut


Der Iran hat in Natanz eine dritte Kaskade fortschrittlicher Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb genommen, was einen weiteren Verstoß gegen das Atomabkommen von 2015 darstellt.

UN-Atombehörde: Iran bricht Atomabkommen erneut

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) teilte ihren Mitgliedsstaaten am Montag mit, dass der Iran in seiner unterirdischen Anlage in Natanz mit der Anreicherung von Uran mit einer dritten Kaskade fortschrittlicher IR-2m-Zentrifugen begonnen habe, was einen weiteren Verstoß gegen das Atomabkommen von 2015 darstellt.

„Am 7. März 2021 verifizierte die Agentur, dass der Iran begonnen hat, natürliches UF6 in die dritte Kaskade von 174 IR-2m-Zentrifugen einzuspeisen“, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters aus einem neuen Bericht der UN-Atomaufsichtsbehörde. UF6 ist Uranhexafluorid, eine Verbindung, die in Zentrifugen eingespeist werden kann, um Kernbrennstoff herzustellen.

„Die vierte Kaskade von 174 IR-2m-Zentrifugen ist bereits installiert, muss aber noch mit natürlichem UF6 geladen werden; die Installation einer fünften Kaskade von IR-2m-Zentrifugen ist im Gange; und der Beginn Installation einer sechsten Kaskade von IR-2m-Zentrifugen steht bevor“, hieß es laut Reuters in dem IAEO-Bericht.

Seit dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal unter Donald Trump im Jahr 2018 hat der Iran die Beschränkungen des Pakts für seine Uranvorräte gebrochen und mit der Anreicherung auf 20 Prozent begonnen, was bloß noch einen technischer Schritt von waffenfähigem Niveau entfernt ist. Das Regime betreibt auch fortschrittliche Zentrifugen, die durch das Abkommen verboten sind, in dem der Iran sein Atomprogramm im Austausch für die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen begrenzt hat.

(Aus dem Artikel „IAEA says Iran enriching uranium with advanced centrifuges, in further breach“, der in der Times of Israel erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber von Mena-Watch.)


Autor: Mena-Watch
Bild Quelle: Archiv


Mittwoch, 10 März 2021

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