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Niederländischer Geheimdienstbericht beweist, dass der Iran im Jahr 2020 nach Technologie für Massenvernichtungswaffen gesucht hat

Niederländischer Geheimdienstbericht beweist, dass der Iran im Jahr 2020 nach Technologie für Massenvernichtungswaffen gesucht hat


Die Erkenntnisse der drei europäischen Geheimdienste aus dem Jahr 2021 widersprechen Khameneis Behauptungen und dürften wahrscheinlich eine neue Debatte über einen Wiedereinstieg in das iranische Atomabkommen anheizen.

Niederländischer Geheimdienstbericht beweist, dass der Iran im Jahr 2020 nach Technologie für Massenvernichtungswaffen gesucht hat

Von Benjamin Weinthal

Ein vernichtender neuer Bericht des niederländischen Allgemeinen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes (AIVD) bestätigt, dass die Islamische Republik Iran im Jahr 2020 versucht hat, Technologie für Massenvernichtungswaffen zu beschaffen.

In dem im April (Anmerkung des Übersetzers: Das englische Original stammt vom 5. Mai 2021.) veröffentlichten niederländischen Geheimdienstdokument heißt es, der Sicherheitsdienst habe "Netzwerke untersucht, die versucht haben, an Wissen und Materialien zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zu gelangen. Mehrere Erwerbsversuche wurden durch das Eingreifen der Dienste vereitelt."

Laut dem niederländischen Bericht "untersucht die gemeinsame Counter-Proliferation Unit [UCP] des AIVD und des MIVD [der militärische Nachrichten- und Sicherheitsdienst des Landes], wie Länder versuchen, an das Wissen und die Güter zu gelangen, die sie für die Herstellung von Massenvernichtungswaffen benötigen. Auch Länder wie Syrien, Pakistan, Iran und Nordkorea haben im vergangenen Jahr versucht, solche Waren und Technologien in Europa und den Niederlanden zu erwerben."

Der AIVD "führt Ermittlungen durch, informiert und mobilisiert Dritte zur Wahrung der demokratischen Rechtsordnung und der nationalen Sicherheit, um aktiv Risiken zu reduzieren und zur Außenpolitik beizutragen."

Die niederländischen Nachrichtendienste MIVD und AIVD haben dem Bericht zufolge "intensive Recherchen in mehreren sehr aktiven Netzwerken durchgeführt, die an der Verbreitung beteiligt sind und verschiedene Dritte in europäischen Ländern nutzen. Folglich wurden Ausfuhrgenehmigungen überprüft und Erwerbsversuche vereitelt."

Irans oberster Führer Ali Khamenei twitterte im Februar, dass seine Nation kein Interesse an Atomwaffen habe. Er schrieb, dass das iranische Regime nicht den Bau eines Atomwaffengeräts verfolgt, "basierend auf islamischen Grundlagen und Befehlen, die Waffen verbieten, die zum Töten gewöhnlicher Menschen verwendet werden."

Aber die Erkenntnisse der drei europäischen Geheimdienste aus dem Jahr 2021 widersprechen Khameneis Aussage und dürften wahrscheinlich eine neue Debatte darüber anheizen, ob die USA sich wieder dem stark kritisierten Joint Comprehensive Plan of Action von 2015 anschließen sollten, der formellen Bezeichnung für das iranische Atomabkommen.

Die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zog sich aus dem JCPOA zurück, weil er nicht sicherstellte, dass der Iran von der Entwicklung von Atomwaffen ausgeschlossen wird, laut US-Beamten damals im Jahr 2018.

Die Jerusalem Post berichtete letzten Monat, dass der Geheimdienst des bayerischen Staates in Deutschland sagte: "Proliferationsrelevante Staaten wie Iran, Nordkorea, Syrien und Pakistan bemühen sich, ihr konventionelles Waffenarsenal durch die Produktion oder ständige Modernisierung von Massenvernichtungswaffen zu erweitern."

Ebenfalls im April berichtete die Post, dass der schwedische Sicherheitsdienst in seinem Geheimdienstbericht 2020 bekannt gegeben habe, dass die Islamische Republik Iran nach schwedischer Technologie für ihr Atomwaffenprogramm suche.

Laut dem schwedischen Geheimdienstdokument "führt der Iran auch Industriespionage durch, die sich hauptsächlich gegen die schwedische Hightech-Industrie und schwedische Produkte richtet, die in Atomwaffenprogrammen verwendet werden können. Der Iran investiert große Ressourcen in diesen Bereich und ein Teil der Ressourcen wird in Schweden verwendet."

 

Übersetzt von Robert Rickler, Vorstandsmitglied und Pressesprecher des "Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V."


Autor: Redaktion
Bild Quelle:


Donnerstag, 17 Juni 2021

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