Unterstützung benötigt: haOlam.de kann ohne Ihre Hilfe 2026 nicht vollständig weiterarbeiten.
Iran droht bei US Militärschlag mit sofortigem Raketenangriff auf Tel Aviv

Iran droht bei US Militärschlag mit sofortigem Raketenangriff auf Tel Aviv


Ein enger Berater des iranischen Machthabers kündigt im Fall eines US Militärschlags einen sofortigen Angriff auf Tel Aviv an. Die Drohung erfolgt auf Hebräisch und richtet sich ausdrücklich auch gegen Israels Unterstützer.

Iran droht bei US Militärschlag mit sofortigem Raketenangriff auf Tel Aviv

Die iranische Führung hat ihre Drohungen gegen Israel und die Vereinigten Staaten deutlich verschärft. Ali Shamkhani, ein ranghoher Berater des obersten Führers Ali Chamenei, erklärte, dass jeder militärische Schritt der USA eine unmittelbare und beispiellose Reaktion auslösen werde. Ziel eines solchen Angriffs wäre nach seinen Worten unter anderem das Zentrum von Tel Aviv.

Shamkhani veröffentlichte seine Warnung in einem Beitrag auf Hebräisch in sozialen Netzwerken. Darin schrieb er, ein begrenzter Militärschlag sei eine Illusion. Jeder Angriff, unabhängig von Herkunft oder Umfang, werde von Iran als Kriegshandlung gewertet.

Die Antwort Teherans werde unmittelbar erfolgen und ein bislang nicht gekanntes Ausmaß erreichen. Sie richte sich gegen den Angreifer selbst, gegen das Herz von Tel Aviv sowie gegen alle Staaten, die den Angreifer unterstützten. Die Wortwahl ließ keinen Zweifel daran, dass Israel ausdrücklich als Ziel benannt wurde.

Die Drohung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Washington und Teheran. In den vergangenen Tagen hatten Berichte über mögliche neue amerikanische Militärmaßnahmen gegen Iran zugenommen. Gleichzeitig dauern landesweite Proteste im Iran an, die das Regime unter erheblichen Druck setzen.

Zeitgleich mit Shamkhanis Erklärung trat US Außenminister Marco Rubio vor dem amerikanischen Senat auf. Obwohl die Anhörung ursprünglich einem anderen Thema gewidmet war, verlagerte sich der Schwerpunkt rasch auf Iran und die Sicherheitslage im Nahen Osten.

Rubio erklärte, das iranische Regime sei derzeit so geschwächt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die wirtschaftliche Lage des Landes verschlechtere sich weiter, die Wut in der Bevölkerung wachse, neue Proteste seien jederzeit möglich. Diese innere Instabilität erhöhe aus Sicht Washingtons die Gefahr unberechenbarer außenpolitischer Schritte.

Mit Blick auf die verstärkte amerikanische Militärpräsenz in der Region sagte Rubio, diese diene dem Schutz von US Soldaten, Stützpunkten und Verbündeten. Dazu gehöre ausdrücklich auch Israel. Eine glaubwürdige militärische Abschreckung sei notwendig, um mögliche iranische Angriffe zu verhindern oder abzuwehren.

Der Außenminister bezeichnete die Truppenverstärkungen als besonnenen und notwendigen Schritt. Die Vereinigten Staaten verfügten derzeit über rund 30.000 bis 40.000 Soldaten an mindestens acht Standorten im Nahen Osten. Diese befänden sich in Reichweite tausender iranischer Drohnen und ballistischer Raketen.

Die amerikanische Präsenz solle sicherstellen, dass der Präsident jederzeit handlungsfähig bleibe. Sie diene nicht der Eskalation, sondern der Abschreckung und dem Schutz eigener Kräfte. Zugleich betonte Rubio, dass der Präsident über alle Optionen verfüge, um Bedrohungen zuvorzukommen.

In Israel wird die iranische Drohung mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt. Die direkte Ankündigung eines Angriffs auf Tel Aviv gilt als weitere Eskalationsstufe. Bereits im Juni 2025 hatte Iran Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Einschläge im Raum Tel Aviv hatten damals schwere Schäden verursacht und die Verwundbarkeit der zivilen Front deutlich gemacht.

Die nun veröffentlichte Drohung richtet sich nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen dessen internationale Unterstützer. Damit macht Teheran unmissverständlich klar, dass es einen möglichen Konflikt nicht regional begrenzen will.

Die Kombination aus offen formulierter Gewaltandrohung, innerer Instabilität im Iran und wachsender militärischer Präsenz der USA erhöht die Gefahr einer direkten Konfrontation erheblich. Während diplomatische Kanäle zunehmend blockiert erscheinen, setzen beide Seiten auf Abschreckung und militärische Stärke.

Für Israel bedeutet die Erklärung Shamkhanis eine erneute Bestätigung dessen, was seit Jahren als Realität gilt. Das iranische Regime betrachtet den jüdischen Staat weiterhin als legitimes Angriffsziel und scheut nicht davor zurück, dies öffentlich und in direkter Sprache auszusprechen.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Mohammadali Marizad - https://www.tasnimnews.com/fa/media/1395/05/16/1150126/%D8%AF%DB%8C%D8%AF%D8%A7%D8%B1-%D9%85%D8%B4%D8%A7%D9%88%D8%B1-%D8%A7%D9%85%D9%86%DB%8C%D8%AA-%D9%85%D9%84%DB%8C-%D8%A7%D9%81%D8%BA%D8%A7%D9%86%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86-%D8%A8%D8%A7-%D8%B9%D9%84%DB%8C-%D8%B4%D9%85%D8%AE%D8%A7%D9%86%DB%8C, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=132064423


Donnerstag, 29 Januar 2026

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage