Irans Kriegsplan gegen die USA: Raketen, Hackerangriffe und das Spiel mit dem ÖlfeuerIrans Kriegsplan gegen die USA: Raketen, Hackerangriffe und das Spiel mit dem Ölfeuer
Ein internes Szenario aus Teheran zeigt, wie das Regime einen Mehrfrontenkrieg gegen Amerika führen will. Statt Verhandlungen setzt Iran auf Drohnen, Stellvertreterarmeen und die Erpressung der Weltwirtschaft.
Die Maske fällt. Während in Oman über mögliche Gespräche zwischen Washington und Teheran spekuliert wird, veröffentlicht das iranische Regime über seine Hausmedien einen detaillierten Schlachtplan für den Krieg gegen die Vereinigten Staaten. Es ist ein Dokument der Selbstentlarvung. Ein Fahrplan für Zerstörung, Erpressung und globale Destabilisierung. Wer bislang glaubte, der Iran wolle ernsthaft verhandeln, bekommt nun eine kalte Dusche Realität.
Nach Berichten der mit den Revolutionsgarden verbundenen Nachrichtenagentur Tasnim beschreibt der Plan eine Abfolge von Ereignissen, die wie ein Drehbuch für den nächsten großen Krieg im Nahen Osten wirkt. Ausgangspunkt ist ein amerikanischer Angriff auf iranische Nuklear- und Militäranlagen. Darauf folgt, so das Szenario, eine sofortige und massive Vergeltung durch Teheran. Ganze Salven von ballistischen Raketen und Drohnen sollen US-Stützpunkte in der Region überschwemmen. Patriot- und THAAD-Abwehrsysteme würden gezielt überlastet, um möglichst viele Treffer zu erzielen.
Die Botschaft ist klar: Der Iran will keinen begrenzten Konflikt. Er plant das totale Chaos. Der Plan sieht vor, dass parallel zu den direkten Angriffen sämtliche vom Iran kontrollierten Milizen in der Region aktiviert werden. Die Hisbollah im Libanon, schiitische Milizen im Irak, die Huthi im Jemen, radikale Gruppen in Syrien sie alle sollen gleichzeitig losschlagen. Ein Flächenbrand, der die gesamte Region in Geiselhaft nimmt.
Dieses Konzept ist nicht neu. Seit Jahren führt Teheran seine Kriege durch Stellvertreter. Raketen auf Israel aus dem Libanon, Angriffe auf amerikanische Soldaten im Irak, Drohnenterror gegen Handelsschiffe im Roten Meer all das sind Bausteine derselben Strategie. Nun wird offen ausgesprochen, was ohnehin offensichtlich war: Im Ernstfall sollen diese Kräfte koordiniert gegen die USA und ihre Verbündeten vorgehen.
Doch damit nicht genug. Der iranische Plan setzt zusätzlich auf moderne Formen der Kriegsführung. Cyberangriffe sollen Verkehrsnetze, Energieversorgung, Banken und militärische Kommunikationssysteme lahmlegen. Ziel ist es, Chaos zu stiften, Panik zu verbreiten und Regierungen unter Druck zu setzen, die mit den USA kooperieren. Teheran kalkuliert kühl, dass westliche Gesellschaften empfindlicher auf digitale Angriffe reagieren als auf militärische Verluste.
Der gefährlichste Hebel aber ist wirtschaftlicher Natur. Zentraler Bestandteil des iranischen Szenarios ist die Drohung, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch diese Meerenge fließt ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gastransports. Wer sie kontrolliert, hält die Weltwirtschaft am Gängelband. Ein einziger ernsthafter Zwischenfall dort würde die Energiepreise explodieren lassen, Lieferketten erschüttern und politische Krisen in Europa und Asien auslösen. Genau darauf setzt Teheran.
Diese Strategie ist Erpressung in Reinform. Der Iran weiß, dass er militärisch den Vereinigten Staaten unterlegen ist. Also plant er keinen direkten Sieg, sondern maximale Kosten. Ein langer, zermürbender Konflikt, der so teuer und chaotisch wird, dass Washington irgendwann aufgibt. Ein asymmetrischer Krieg, der die westliche Geduld brechen soll.
Besonders beunruhigend ist die Annahme, auf der dieser Plan beruht: dass die Regierungen der Region bereit wären, iranische Eskalationen auf ihrem Boden zu tolerieren. Teheran geht davon aus, dass arabische Staaten, der Irak oder der Libanon nicht in der Lage oder nicht willens wären, den Milizen Einhalt zu gebieten. Ein erschreckendes Eingeständnis, wie tief der iranische Einfluss in vielen Ländern bereits reicht.
Diese Offenlegung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem offiziell von Verhandlungen die Rede ist. Am Freitag sollen sich iranische Vertreter mit Gesandten von US-Präsident Donald Trump in Maskat treffen. Gleichzeitig warnt Trump öffentlich, der iranische Revolutionsführer müsse „sehr besorgt“ sein. Und nur wenige Tage zuvor verkündete der iranische Generalstabschef, man habe die Militärdoktrin auf einen offensiven Kurs umgestellt. Der Oberste Führer Ali Chamenei drohte unverblümt, ein neuer Krieg werde ein regionaler Krieg sein.
Wer all das zusammennimmt, erkennt ein gefährliches Doppelspiel. Nach außen spricht Teheran von Diplomatie. Nach innen bereitet es die eigene Bevölkerung und seine Milizen auf einen umfassenden Konflikt vor. Die Veröffentlichung dieses Plans ist kein Zufall. Sie ist eine Drohung, eine Machtdemonstration, ein Signal an Washington: Wir sind bereit, die Welt in Brand zu setzen.
Für Israel, die arabischen Staaten und den Westen ist dieses Dokument eine Warnung. Der Iran denkt nicht in Kategorien von Stabilität oder Frieden. Er denkt in Kategorien von Abschreckung durch Angst. Jede Diskussion über Abkommen, Sanktionen oder Kompromisse muss vor diesem Hintergrund geführt werden.
Es zeigt sich erneut, dass das eigentliche Problem nicht nur das iranische Atomprogramm ist, sondern die aggressive Ideologie des Regimes selbst. Ein Staat, der offen Pläne für globale Destabilisierung entwirft, kann kein verlässlicher Partner sein. Er ist eine Gefahr für die gesamte freie Welt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Washington diese Realität ernst nimmt. Ein Regime, das Raketenstürme, Cyberkrieg und Ölblockaden als legitime Mittel betrachtet, lässt sich nicht mit warmen Worten zähmen. Es versteht nur Stärke und Konsequenz. Alles andere wäre eine Einladung zur nächsten Katastrophe.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Student News Agency, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=138298810
Freitag, 06 Februar 2026