Teherans Presse ruft offen zum Krieg auf und verspottet jede VerhandlungTeherans Presse ruft offen zum Krieg auf und verspottet jede Verhandlung
Während in Oman über Diplomatie gesprochen wird, bereitet das iranische Regime sein Volk auf den nächsten Konflikt vor. Die staatstreue Presse feiert Drohungen gegen Israel und wartet zynisch auf die angebliche Dummheit Trumps.
Wer noch immer glaubt, der Iran verhandle ernsthaft über Frieden, sollte einen Blick in die Zeitungen Teherans werfen. Dort wird in diesen Tagen mit erstaunlicher Offenheit beschrieben, was das Regime wirklich von den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten hält. Nicht Kompromissbereitschaft, sondern Kriegsrhetorik bestimmt die Schlagzeilen. Die Botschaft ist eindeutig. Verhandlungen sind nur ein taktisches Spiel, der eigentliche Plan bleibt die Konfrontation.
Unmittelbar nach der jüngsten Gesprächsrunde in Oman veröffentlichten regimenahe Medien Artikel, die an Aggressivität kaum zu überbieten sind. Besonders das einflussreiche Blatt Kayhan, das direkt den Hardlinern um Ali Khamenei nahesteht, formulierte die iranische Linie ohne jede Zurückhaltung. Verhandlungen fänden im Schatten eines unvermeidlichen regionalen Krieges statt, heißt es dort. Alle Berechnungen müssten auf der Annahme basieren, dass ein großer Konflikt unmittelbar bevorstehe. Nachlässigkeit sei verboten.
In dem Leitartikel wird behauptet, allein die iranische Drohung mit einem Flächenbrand habe Washington in Angst versetzt. Die Warnung, ein Krieg gegen den Iran würde sich automatisch über den gesamten Nahen Osten ausbreiten, sei wie eine Bombe eingeschlagen und habe Donald Trump und seine Verbündeten in Panik gestürzt. Diese Darstellung ist nicht nur verzerrt, sie offenbart auch das Selbstbild des Regimes. Teheran sieht sich nicht als Verhandlungspartner, sondern als militärische Macht, die den Westen erpressen kann.
Die Zeitung feiert zudem die jüngsten Machtdemonstrationen der Revolutionsgarden. Die Präsentation neuer Raketenarsenale, die Enthüllung moderner ballistischer Systeme und die Überwachung amerikanischer Kriegsschiffe durch iranische Drohnen werden als Beweis der eigenen Überlegenheit gepriesen. Damit soll gezeigt werden, dass der Iran nicht nur mit Worten droht, sondern bereit ist, diese Drohungen auch umzusetzen.
Noch alarmierender ist der offene Aufruf zur Gewalt. Laut Kayhan befinde sich der gesamte sogenannte Widerstandsblock von Iran über den Irak, den Libanon bis in den Jemen in höchster Alarmbereitschaft. Anders als früher warte man nicht mehr auf politische Befehle. Die bewaffneten Kräfte warteten nur noch auf einen Fehler Trumps, um zuzuschlagen. Diese Formulierung ist nichts anderes als eine Ankündigung von Angriffen auf Israel und amerikanische Interessen.
Gleichzeitig wird klargestellt, dass Teheran in keinem Punkt nachgeben werde. Weder ein Stopp der Urananreicherung noch Gespräche über das Raketenprogramm oder die iranischen Milizen in der Region kämen infrage. Genau diese Punkte sind jedoch die zentralen Forderungen der internationalen Gemeinschaft. Damit bestätigt die iranische Presse offen, dass die Verhandlungen in Wahrheit sinnlos sind.
Ein weiteres regimetreues Blatt, Vatan Emrooz, schlägt in dieselbe Kerbe. Dort wird zwar über die Gespräche berichtet, doch gleichzeitig das grundsätzliche Misstrauen gegenüber Washington betont. Man zweifle an der Ehrlichkeit der amerikanischen Seite und erinnere daran, dass Trump in der Vergangenheit auf Druck Israels militärische Schritte gegen den Iran eingeleitet habe. Auch hier zeigt sich die typische Opferrolle, die das Regime einnimmt, während es selbst ständig neue Aggressionen plant.
Diese Propaganda findet nicht im luftleeren Raum statt. Auf öffentlichen Plätzen in Teheran werden offen Drohungen gegen Israel ausgestellt. Ein Plakat am Palästina-Platz zeigt in hebräischer Sprache die Worte Raketenregen über einer Karte des Großraums Tel Aviv. Solche Bilder sind keine abstrakten Symbole. Sie sind konkrete Aufforderungen zur Vernichtung eines Staates und seiner Bevölkerung.
Gleichzeitig versuchen iranische Politiker, nach außen ein anderes Bild zu vermitteln. Präsident Masoud Pezeshkian spricht von Dialog und gegenseitigem Respekt. Außenminister Abbas Araghchi behauptet, der Iran wolle Diplomatie. Doch die Töne aus der eigenen Presse widerlegen diese Behauptungen eindrucksvoll. Was in den Zeitungen steht, spiegelt das wahre Denken der Machtelite wider.
Für Israel ist diese Entwicklung von größter Bedeutung. Sie beweist, dass jede Hoffnung auf eine freiwillige Mäßigung des iranischen Regimes eine gefährliche Illusion bleibt. Während westliche Diplomaten über mögliche Kompromisse diskutieren, bereitet Teheran seine Bevölkerung psychologisch auf Krieg vor. Die Verhandlungen werden lediglich genutzt, um Zeit zu gewinnen und den militärischen Aufbau fortzusetzen.
Besonders zynisch ist die Darstellung der eigenen Drohungen als defensiv. In Kayhan wird behauptet, nur die Bereitschaft zum regionalen Krieg könne einen tatsächlichen Krieg verhindern. Man müsse den Finger am Abzug behalten, um Amerika abzuschrecken. Diese Logik verkehrt Ursache und Wirkung. Nicht der Westen bedroht den Iran, sondern der Iran bedroht seit Jahren seine Nachbarn und vor allem Israel.
Auch die Darstellung Donald Trumps als Marionette Israels und angebliches Opfer einer Verschwörung dient allein der internen Mobilisierung. Die iranische Propaganda versucht, jede eigene Verantwortung abzuschieben und den Konflikt als Kampf gegen äußere Mächte zu verkaufen. Dabei ist es das Regime selbst, das mit seinen Milizen, Raketen und Atomambitionen die Region destabilisiert.
Die internationale Gemeinschaft steht damit vor einer klaren Realität. Der Iran verhandelt nicht, um Frieden zu schaffen, sondern um seine Position zu stärken. Solange die Führung in Teheran unverändert bleibt, wird sich daran nichts ändern. Worte wie Respekt und Dialog sind nur leere Floskeln, hinter denen sich aggressive Pläne verbergen.
Für Israel bleibt deshalb nur eine Schlussfolgerung. Sicherheit darf niemals von iranischen Versprechen abhängen. Die Schlagzeilen aus Teheran zeigen, dass das Regime jede Schwäche ausnutzen würde. Wer heute auf naive Hoffnungen setzt, riskiert morgen einen noch gefährlicheren Konflikt.
Die iranische Presse hat ungewollt Klarheit geschaffen. Sie hat offen ausgesprochen, was in den Palästen der Macht gedacht wird. Nicht Frieden, sondern Konfrontation ist das Ziel. Und genau deshalb muss jede Verhandlung mit äußerster Vorsicht betrachtet werden.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot
Montag, 09 Februar 2026