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USA und Israel bereiten neue Angriffe gegen Iran vor Eskalation könnte schon kommende Woche beginnen

USA und Israel bereiten neue Angriffe gegen Iran vor Eskalation könnte schon kommende Woche beginnen


Berichte sprechen von intensiven Vorbereitungen der USA und Israels für mögliche neue Angriffe auf Iran. Donald Trump verschärft zugleich seine Warnungen an Teheran.

USA und Israel bereiten neue Angriffe gegen Iran vor Eskalation könnte schon kommende Woche beginnen
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Laut einem Bericht der New York Times sollen die Vereinigten Staaten und Israel intensive Vorbereitungen treffen, um militärische Operationen gegen Iran notfalls bereits in den kommenden Tagen wieder aufzunehmen. Dem Bericht zufolge berufen sich die Informationen auf zwei ranghohe Vertreter aus dem Nahen Osten, die anonym blieben. Sollten sich die Angaben bestätigen, wäre es die größte militärische Vorbereitung seit der durch Pakistan vermittelten Waffenruhe Anfang April.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass zentrale Konfliktpunkte nie wirklich gelöst wurden. Im Mittelpunkt steht weiterhin Irans Nuklearprogramm und insbesondere die Frage, was mit bereits vorhandenem angereichertem Uran geschieht. Nach Berichten aus den Verhandlungen sollen die USA verlangt haben, dass Iran vorhandenes Material an Washington übergibt. US-Präsident Donald Trump erklärte öffentlich, er würde es bevorzugen, das Uran unter amerikanischer Kontrolle zu sehen, anstatt es zerstört oder unter Trümmern verborgen zu wissen. Seine Aussagen wirkten zugleich pragmatisch und bedrohlich. Iran könne ein Abkommen schließen oder „vernichtet werden“, sagte Trump sinngemäß in einem Interview und warf Teheran vor, wiederholt bereits besprochene Vereinbarungen nicht anzuerkennen.

Die Wortwahl ist bemerkenswert. Während in den vergangenen Tagen noch über mögliche langfristige Begrenzungen des iranischen Atomprogramms gesprochen wurde, rücken nun wieder militärische Optionen in den Vordergrund. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte vor Abgeordneten, die Vereinigten Staaten verfügten über Pläne zur Eskalation, zur Verlagerung militärischer Mittel und zur Anpassung der Strategie, falls nötig. Solche Aussagen bedeuten nicht automatisch einen bevorstehenden Angriff, sie zeigen jedoch, dass militärische Szenarien aktiv vorbereitet werden.

Aus iranischen Kreisen kamen ebenfalls Warnungen. Vertreter des Parlaments erklärten laut Berichten, Iran könne die Urananreicherung auf 90 Prozent erhöhen, falls neue Angriffe erfolgen. Eine solche Konzentration gilt als hochsensibel, weil sie sich dem Bereich nähert, der für Kernwaffen relevant wäre. Teheran betont seit Jahren, sein Atomprogramm diene zivilen Zwecken. Kritiker im Westen und in Israel zweifeln diese Darstellung an.

Für Israel bleibt die Frage nach Irans nuklearen Fähigkeiten eine der zentralen Sicherheitsfragen überhaupt. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuletzt mehrfach erklärt, die Auseinandersetzung mit Iran sei nicht beendet und unmittelbare Gefahren seien zwar zurückgedrängt, aber nicht dauerhaft beseitigt. Genau darin liegt das strategische Problem: Selbst wenn militärische Anlagen beschädigt werden, bleibt offen, ob Wissen, Material und Strukturen langfristig verschwinden.

Die größere Sorge besteht inzwischen darin, dass beide Seiten in eine neue Phase geraten könnten. Nicht mehr offener Krieg über Wochen, sondern wiederkehrende Schläge, Drohungen und Verhandlungen ohne dauerhafte Lösung. Ein solcher Zustand würde Unsicherheit zum Normalzustand machen. Für die Region hätte das Folgen weit über Israel und Iran hinaus. Die Golfstaaten beobachten die Entwicklung ebenso aufmerksam wie Europa, China oder Russland, weil neue Kämpfe Energiepreise, Handelsrouten und Sicherheitslagen beeinflussen könnten.

Noch gibt es keine offizielle Bestätigung eines unmittelbar bevorstehenden gemeinsamen Angriffs der USA und Israels. Der Bericht basiert auf anonymen Quellen. Dennoch zeigen Aussagen aus Washington, Teheran und Jerusalem, dass die Spannungen wieder zunehmen. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr nur, ob neue Verhandlungen scheitern könnten, sondern wie viel Zeit bleibt, bevor Abschreckung erneut durch militärische Aktionen ersetzt wird.




Autor: Redaktion
Sonntag, 17 Mai 2026

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