Jubiläum: Gush Katif – Gründung vor 37 Jahren

Jubiläum:

Gush Katif – Gründung vor 37 Jahren


Gush Katif – Gründung vor 37 Jahren

Bericht von Michael Freund

Heute, am 22. des Monats Tevet 5774 (23. Januar 2014) wurde Gush Katif in Gaza gegründet. Im Link der großartige Beitrag dazu von Michael Freund

Ich erhielt den Bericht gestern Abend über seinen Newsletter und habe ihn in der vergangenen Nacht übersetzt und einig Bilder, die ich noch hatte hinzugefügt.

Es ist ein sehr berührender Bericht – übernommen hier von meinem Israel-blog “Ahuvaisrael – Regenbogen II”

Gush Katif – Vergangenheit und Zukunft von Michael Freund

Als mich gestern Abend um 22.20Uhr (22. Januar 2014) eine Mail mit dem Newsletter von Michael Freund erreichte und ihn gelesen hatte, hatte ich ein derartiges “deja vu”, dass ich erst einmal tif Luft holen musste. Erinnerungen an meine beiden Besuche in Gush Katif liefen vor meinen geschlossenen Augen ab – und es war klar, ich musste heute Nacht unbedingt den Artíkel noch übersetzen – um ihn hier einzubringen. Erst beim Blick auf das Datum erkannte ich, dass zur Zeit die Zahlen der Tage im Monat Januar und Tewt beinahe identisch sind. Jetzt in der Nacht des 23. Januars hat schon der 22. des Montas Tewet begonnen.

Im Sommer 2001 und 2004 besuchte ich mit einer “Seminar”-Gruppe, die im Hotel Eshel Hashomron in Ari’el stationiert war Gush Katif, und wenn ich daran zurück denke muss ich weinen. Die jüdischen Bewohner hatten ein kleines Paradies aufgebaut – mit wunderschönen kleinen Gärten und riesigen Gewächszentren für alle Sorten von Blumen und Gemüse. Die wunderschöne Syngoge in Neve Dekalim war an ihrer nach Osten gekehrten “Stirnseite” ein riesengroßer Magen David, dessen Struktur auch noch im Inneren des Hauses erkennbar war. Der Sand an den Stränden war ungemein hell und fein wie Staub – darauf barfuß zu laufen war ein einziges, großes Vergnügen! (Die Bilder der Synoge h#ngen an meiner Schrankwand!)

Leider sind mir ein großer Teil meiner Bilder von den Besuchen verloren gegangen – jedoch kann ich ein paar wenige Eindrücke hier nch mit einbringen – und jetzt soll Michael Freund mit seinem so berührenden Beitrag zu Wort kommen! – der Link zum Original befindet sich am Ende des Beitrags!____________________________________________________ENDE

Gush Katif, Vergangenheit und Zukunft von Michael Freund Jerusalem Post - 23. Januar 2014 – Übersetzung ins Deutsche AhuvaIsrael

Heute vor siebenunddreißig Jahren auf dem hebräischen Kalender am 22. Tewet, nahm ein israelischer Ministerpräsident an einer wichtigen Zeremonie inmitten der Sanddünen von Gaza teil.

Es war an diesem Tag, dass Nezer Hazani das erste jüdisches Dorf in der Neuzeit in Gaza, offiziell gegründet wurde, als ein militärischer Außenposten in eine zivile Gemeinschaft verwandelt wurde.

“Dies ist ein großer Tag für den Staat Israel und jüdische Siedlung”, sagte der Ministerpräsident und fügte hinzu, “Es ist ein Tag, der die Befestigung unserer Präsenz in diesem Bereich symbolisiert, die seit dem Sechs -Tage-Krieg zu einem integralen Bestandteil des Staates und seiner Sicherheit geworden ist.”

Auf dem Höhepunkt der Feier nahm der Ministerpräsident selbst eine Mesusa und brachte sie persönlich auf den Türpfosten eines der Häuser an, und unterstrich Israels Engagement für die Wiederherstellung des alten jüdischen Lebens in Gaza.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber, der Premier war kein anderer als Yitzhak Rabin, der ermordete Heilige der israelischen Friedensbewegung.

Und nicht weniger ironisch, es war der Falke Ariel Sharon, der die Planierung von Nezer Hazani während des “Rückzug” im August 2005 von Gush Katif nur 28 Jahre später beaufsichtigte.

Die Erinnerung an den Rückzug, und die Schmerzen, die sie Tausenden von Juden, die aus ihren Häusern vertrieben wurden gebracht, ist immer noch sehr real, so real wie der hohen Preis, den Israel weiterhin für den Verzicht auf den Gazastreifen an unsere Feinde zahlt.

Glücklicherweise wird an diese kritischen Ereignisse in der Geschichte des modernen Staates Israel heute in Hunderten von Schulen im ganzen Land heute in einer bemerkenswerten Gush Katif Tag – Initiative gedacht werden.

Vom Gush Katif Ausschusses und dem Gush Katif und Nord Samaria Heritage Center 2007 ins Leben gerufen, zielt die Initiative darauf ab, dieses wichtige Ereignis “die Studierende an die letzten 35 Jahre der Existenz Gush Katifs zu erinnern und nicht nur auf seine Zerstörung zu konzentrieren.” Es ist ein freiwilliges Programm, das die Genehmigung des israelischen Bildungsministeriums hat, um die beiden weltlichen und religiösen Institutionen einzuschließen.

Das sagt viel darüber, wie bemerkenswert die Juden, die früher in Gush Katif lebten, sind. Trotz der bitteren Erfahrung, obwohl sie von ihren jüdischen Mitbürgern aus ihren Häusern herausgerissen wurden, sind sie bereit weder im Zorn noch in Rachsucht zu reagieren.

Stattdessen werden sie sich auf die Verbreitung einer positiven Bildungs –Nachricht ausrichten, eine, die ” religiösen Glauben, den Zionismus, Siedlungen und den israelischen Staat feiert.”

Dies ist ein Tag, an dem das Heldentum der jüdischen Pioniere, die die Wüste von Gaza sowohl landwirtschaftlich als auch geistig zum blühen brachten zu reflektieren.

Und es ist auch an der Zeit, sich Gazas reicher und lebendiger jüdischen Geschichte, die sich zurück zu den Anfängen unseres Volkes erstreckt zu erinnern.

In der Tat, zwei der Gründerväter Israels, Abraham und Isaak, hielten sich in Gaza auf. Im Buch Genesis (20: 1), sagt die Torah, dass Abraham “in Gerar lebte”, eine Stadt im Gazastreifen lokalisiert.

Später, als es eine Hungersnot im Land gab und Isaak dachte nach Ägypten zu ziehen, hielt Gott ihn in Gerar fest, und sagte ihm ausdrücklich: “Wohne in diesem Lande, und ich will mit dir sein, und ich werde dich segnen, denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben” ( Genesis 26: 3 ) .

Isaac blieb in Gaza, und es ist genau dort – in Gaza, von allen Orten! – dass Gott sein Versprechen in Bezug auf das Recht des jüdischen Volkes auf das gesamte Land Israel noch einmal bekräftigte

Nach dem Auszug aus Ägypten, als die Juden das gelobte Land erreicht hatten, wurde Gaza dem Stamm Juda (siehe Josua 15.47 ) als Anteil des ewigen Erbe nach dem Buch der Richter ( 1,18) gegeben, und, ”Juda nahm Gaza und seine Grenze ein.”

Während der talmudischen Zeit, war Gaza Heimat einer großen jüdischen Bevölkerung. Im vierten Jahrhundert CE, rund 1.600 Jahre vor der Gründung der PLO, diente Gaza als primärer Handelshafen für die Juden im Heiligen Land.

Später, im Mittelalter war Gaza Heimat berühmter Rabbiner, einschließlich Rabbi Yisrael Najara, Autor der beliebten Sabbath -Hymne ”Kah Ribon Olam”, und des große Kabbalisten Rabbi Avraham Azoulai.

Tatsächlich entschied Rabbi Yaakov Emden, dass “Gaza und seine Umgebung ohne Zweifel absolut als Teil des Landes Israel zu sehen ist.”

“Es gibt keinen Zweifel”, fügte er hinzu, “dass es eine Mizwa ist, dort zu leben, wie in jedem Teil des Landes Israel. “

Auch wenn Juden aus Gaza sieben Mal in den letzten 2.000 Jahre vertrieben wurden, kamen sie dennoch zurück, um es mit erhöhter Kraft und Vitalität besiedeln. In 61 CE, vertrieben die Römer die Juden aus dem Gazastreifen, wie auch die Kreuzfahrer, Napoleon, die osmanischen Türken, die britische Armee im Jahr 1929 und die Ägypter im Jahr 1948.

Und dann, im Jahr 2005, trat Israels eigene Regierung der schmachvollen Liste derer bei, die ein Ende der jüdischen Präsenz in Gaza begehrten.

Aber dieser kurze geschichtliche Abriss verdeutlicht, die Idee der Juden in Gaza ist nichts Neues, und sie reicht zurück in den frühesten Teil unserer Geschichte als Volk. Daher ist es nur natürlich, dass Juden auch weiterhin davon träumen, dort zu leben, selbst jetzt, aber phantasievoll oder weit hergeholt, wie es einigen scheinen mag.

In Sehnsucht nach Gaza zurückkehren, werden die Juden nicht durch Träume des Militarismus oder Kriegslust getrieben, sondern von dem natürlichen und gesunden Ehrgeiz, den jede sich selbst achtende Nation hat, die ihre Wurzeln in dem gleichen Boden, in dem ihre Vorfahren seit Jahrtausenden lebten.

Es ist der Geist, der Gush Katif einmal verkörperte, ein Geist, der die jüdische Geschichte veranschaulicht und das ist so wichtig für die Erfüllung unseres gemeinsamen Schicksals.

Also an diesem Tag, wenn Ihre Kinder nichts über das jüdische Gaza in ihren Schulen lernen, tun Sie etwas dagegen. Rufen Sie Ihren Schuldirektor an, und bitten Sie, dass der Gush Katif Education Day jährlich im Schulkalender markiert wird.

Noch wichtiger ist, nehmen Sie Ihre Kinder zur Seite und setzen sie hin, und erzählen Sie ihnen alles über das, was einmal war.

Und was hoffentlich wieder einmal sein wird.________________________ENDE

 

Uta Hentsch / Regenbogen II - Foto:  Yakob Ben-Avraham [<font><font>CC-BY-SA-2.0</font></font>], via Wikimedia Commons

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Sonntag, 26 Januar 2014

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