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Israel im Frieden, Palästinenser im Krieg

Israel im Frieden, Palästinenser im Krieg




von Gideon Israel, FrontPageMag.com, 5. Mai 2014

Der jüngste Zusammenbruch der israelisch-palästinensischen Verhandlungen und seine offensichtlichen Konsequenzen verfälschen Tag für Tag die Wirklichkeit in Israel. Darüber hinaus zeichnen die Kommentare von John Kerry ein düsteres Bild eines Landes, das davor steht der internationalen Gemeinschaft zum Paria zu werden oder zumindest deuten sie an, dass es für Israel gerecht wäre so behandelt zu werden. Viele mögen zwar beuzüglich der Aussichten für den Friedensprozess und wer am meisten für seinen neuesten Zusammenbruch verantwortlich von vorneherein festgelegt sein, aber für die, die die Wahrheit suchen, ist es von äußerster Wichtigkeit die Realität vor Ort zu verstehen. Wenn wir über die von den USA und der internationalen Gemeinschaft zum „Friedensprozess“ benutzte und seinen Verfall beklagende mehrdeutige Ausdrucksweise und politische Rhetorik hinaus gehen können, können wir anfangen eine weniger harsche Realität zu verstehen, deren Folgen weit von den ominösen Ausführungen entfernt sidn, die John Kerry gerade und weiter zurück in der Vergangenheit gemacht hat.

Seit 1993 sind die Israelis und die Palästinenser einen „Friedensprozess“ involviert, der implizieren könnte, dass beide Seiten einander an die Gurgel gehen und ohne Unterlass bekämpfen. Darüber hinaus würde angedeutet, dass dieser „Friedensprozess“ die einzige Möglichkeit ist dem ständigen Kämpfen und Blutvergießen ein Ende zu bereiten. Nichts läge jedoch weiter weg von der Wahrheit.

Die Realität ist, dass Israel – nicht nur als Land, sondern die individuellen Bürger – in Frieden mit den Palästinensern leben. Kaum zu glauben – aber es ist wahr. Seit 1947, als Israel den UNO-Teilungsplan akzeptierte, der ihm die Souveränität über einen Krümel Land gab, hat Israel ständig den Arabern die Hand zum Frieden ausgestreckt, nur um auf einen ständigen Sprechchor des Nein, Nein, Nein zu stoßen.

Die Palästinenser – oder eigentlich die Araber – können überall in Israel reisen, ohne sich bedroht zu fühlen. Von Judäa und Samaria nach Tel Aviv, von Jerusalem nach Eilat müssen die Araber sich keien Sorgen machen, dass jemand sie einfach nur deshalb bedroht, weil sie Araber sind. Sie könnten Verdacht auslösen und entsprechend überprüft werden, aber das geschieht nur um ermitteln, dass sie keine terroristischen Absichten hegen. In einem Land, in dem jederzeit gewöhnliche Bürger Opfer eines explodierenden Busses oder eines Selbstmordbombers in einem Restaurant werden können, ist das gewiss verständlich.

Viele Araber wissen, dass Israelis ein sehr mitfühlendes und freundliches Volk sind. Es ist nicht ungewöhnlich Geschichten zu hören, in denen Soldaten oder in Judäa und Samaria (aka Westbank) lebende Israelis Arabern in Not aushelfen, ob es sich um eine Frau in den Wehen handelt, eine kranke Person oder irgendeine andere Situation, in der Araber nicht die Hilfe ihrer örtlichen Gemeinschaft finden können, die sie bräuchten. Selbst an verschiedenen Checkpoints wissen die Palästinenser, dass sie auf das Mitgefühl der IDF-Soldaten zählen und hoffen können, dass sie durchgelassen werden. Als sich der palästinensische Terrorismus im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts auf seinem Höhepunkt befand, hatte palästinensische Krankenwagen die örtlichen Taxen beim Transport durch Checkpoints ersetzt, weil Israel Krankenwagen wegen der Sensibilität für die Kranken immer die Durchfahrt erlaubten, selbst wenn die meisten Passagiere in den Krankenwagen nicht krank waren. (Ich war dort Soldat und erlebte das aus erster Hand.)

Die Palästinenser mit Arbeitsgenehmigungen werden von verschiedenen israelischen Firmen im Israel von vor 1967 eingestellt und viele weitere Palästinenser arbeiten für israelische Firmen in verschiedenen Industriegebieten überall in Judäa und Samaria (Barkan, Mishor Adumim). Es ist wohlbekannt, dass viele Araber und Palästinenser für die Supermarktkette Rami Levi arbeiten.

Trotz all der Rhetorik gibt es keine israelische Gruppe – weder auf der politischen Linken noch der politischen Rechten – die Gewalt gegen Palästinenser einfach nur deshalb vertritt, weil sie Palästinenser sind. Einige Gruppen mögen harte Reaktionen auf palästinensischen Terrorismus vorschlagen, aber von Gewalt gegen die Palästinenser ist in Israel fast nichts zu hören. Es hat zwar einige gewalttätige Vorfälle gegeben, aber die Täter werden von allen sofort als Radikale verurteilt, die politisch absolut nicht repräsentiert oder von der Gesellschaft für ihre Taten unterstützt werden. Selbst diese „Radikalen“, die die Entfernung der Palästinenser aus Israel vorschlagen, erklären offen, dass die einzige Möglichkeit das zu tun dadurch gegeben ist, dass man ihnen wirtschaftliche Anreiße gibt woanders zu leben.

Israel lehrt in seinen Schulen Toleranz, bringt Araber in Regierungsämtern unter, erkennt das Arabische al seine der Sprachen des Landes an, hat Organisationen, die Almosen für Araber sammeln, behandelt Patienten aus dem Gazastreifen, den von den Palästinensern kontrollierten Gebieten in Judäa und Samaria und aus einer Vielzahl anderer arabischer Länder des Nahen Ostens in seinen Krankenhäusern und Kliniken – insbesondere diejenigen, die einzigartige medizinische Behandlung benötigen, die in ihren Heimatländern nicht verfügbar ist.

Israels Medien geben den Palästinensern eine Plattform um ihre antiisraelischen Ansichten darzustellen. Ich erinnere mich an Nachrichtensendungen während der Operation Gegossenes Blei, wo nach einem Interview mit Heimatschutzminister Avi Dichter, der erklärte, die Hamas verstecke Militante im Shifa-Krankenhaus, ein palästinensischer Arzt interviewt wurde, der erklärte, Dichters Äußerungen seien Unsinn.

Würde morgen ein Friedensabkommen unterzeichnet, würde das israelische Volk keinen gesellschaftlichen Wandel vollziehen müssen, denn wir sind inzwischen seit vielen Jahren mit den Palästinensern und Arabern im Frieden – wir warten lediglich darauf, dass sie uns wissen lassen, dass sie ihr Ziel der Vernichtung Israels und des jüdischen Volks wahrhaftig aufgegeben haben.

Leider kann dasselbe von der palästinensischen politischen Führung oder allgemeinen Bevölkerung nicht gesagt werden. Kein geistig gesunder Israel würde in eine der von den Palästinensern kontrollierten Städte reisen. Das ist nicht nur vom israelischen Gesetz untersagt, sondern ein etwaige Todeswunsch. Der Grund, dass Israel seinen Bürgern verbietet in die von den Palästinensern kontrollierten Gebiete einzureisen ist der, dass die IDF weiß, dass die Chance groß ist,d ass ein in eine Stadt in der Westbank reisender Israeli mit größter Wahrscheinlichkeit durch eine Armee-Operation gerettet werden muss. Selbst durch gewisse arabische Dörfer im Israel von vor 1967 zu fahren kann für einen Nichtaraber ein gefährliches Unterfangen sein.

Einige Palästinenser mögen Israelis gegenüber zwiegespalten oder freundlich gesinnt sein, aber Lynchvorfälle wie der der brutalen Ermordung und Entstellung zweier israelischer Reservesoldaten durch einen palästinensischen Mob in Ramallah im Oktober 2000 zeigen an, dass die allgemeine Bevölkerung solche Taten zumindest still, wenn nicht gar offen unterstützt. Das einzige Gegenargument dazu würde sein, dass man sagt, die Palästinenser hätten Angst sich gegen diese Taten auszusprechen, weil sie die Vergeltung durch Regierung oder Terrorgruppen befürchten (wozu die Anschuldigung des Verrats, vor ein Erschießungskommando gestellt zu werden und dann auf eine kostenlose Tour durch die Stadt auf dem Rücksitz eines Autos mitgenommen zu werden gehört), was sicherlich eine gute Mahnung an die Israelis (und die internationale Gemeinschaft) ist, welche Art von Menschen ihnen am Verhandlungstisch gegenüber sitzt.

Die meisten Israelis würden keinen Palästinenser oder Araber wissentlich um Hilfe fragen, außer die Situation ist extrem verhängnisvoll; und selbst dann würde er das nur zögerlich als letztes Mittel tun. Israelis – ob in Jerusalem, Tel Aviv oder Judäa und Samaria – sind immer auf der Hut, wenn es Araber hinter ihnen hergeht oder in derselben Gegend umherläuft; nicht, weil sie ihn nicht mögen, sondern weil sie keine Ahnung haben, ob er nicht ein Terrorist sein könnte. Israelis werden nachts nicht in Parks gehen, wo es eine erhebliche arabische Bevölkerung gibt, die diese Parks ebenfalls besuchen – aus Angst vor einem möglichen Angriff.

Israelis würden gegebenenfalls niemals in ein arabisches Ärztehaus gehen, aus Angst es tot zu verlassen – und das wegen nicht natürlicher Ursache.

Die palästinensischen Schulen lehren in ihren Schulbüchern Aufstachelung gegen die Israelis. Ihre Schulbücher und Landkarten erwähnen nicht einmal Israels Existenz. Palästinensische und arabische Medien hetzten ständig zu Gewalt gegen Israel auf – von politischen Talkshows bis zu Kindersendungen treten sie allesamt für Jihad gegen Israel ein. Die Hetze ist derart bösartig und hat ein derart großes Ausmaß – dennoch wird es vom Westen und anderen in einer Fantasiewelt ignoriert – dass es eine Internetseite namens Palestinian Media Watch gibt, die ihrer Beobachtung gewidmet ist.

Israelis arbeiten nicht für palästinensische Firmen, weil 1) sie nicht in von den Palästinensern kontrollierte Städte fahren können; 2) sie ohnehin nicht eingestellt würden; und 3) selbst wenn sie eingestellt würden, würden sie immer das Risiko eingehen bei der Arbeit getötet zu werden. Darüber hinaus hat der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas wiederholt gesagt, dass keinem Israeli erlaubt werden wird in einem Palästinenserstaat zu leben.

Palästinenserführer haben keinerlei Gesten des guten Willens Israel gegenüber gemacht, noch haben sie je etwas Positives über Israel selbst gesagt, obwohl sie kranke Familienmitglieder zur Behandlung in Krankenhäuser in Israel schicken. Palästinenserführer verbreiten in der gesamten internationalen Gemeinschaft ständig Lügen über Israel und Israels Umgang mit den Palästinensern.

Direkte Verhandlungen zwischen der israelischen und der palästinensischen Führung sind zeitweise ausgesetzt worden, aber das bedeutet nicht, dass es keinen Frieden oder keiner Koexistenz geben wird. Israel und seine Bürger werden weiter daran arbeiten das Leben der in Judäa und Samaria lebenden Palästinenser besser zu machen, obwohl die offizielle PA-Politik weiterhin die totale Vernichtung Israels bleibt. Die Palästinensische Autonomiebehörde wird weiterhin in der internationalen Gemeinschaft die Kriegstrommeln für Gewalt und Delegitimierung Israels schlagen. Ihre ununterbrochene Hetze in den Medien wird Terroranschläge provozieren und damit eine militärische Antwort Israels verlangen, die in der internationalen Gemeinschaft zweifellos weithin verurteilt werden wird.

Die Palästinenser werden unweigerlich zum Friedensprozess und direkten Verhandlungen zurückkehren, da es für sie zweckdienlich ist, denn am Tisch zu sitzen lässt das den westlichen Geldhahn weiter sprudeln. Wenn sie zurückkehren, lasst uns den Prozess bei einem Namen nennen, der die Wirklichkeit vor Ort und das, was für eine echte Regelung notwendig ist, besser widerspiegelt: Der Prozess der palästinensischen Resozialisierung weg vom Hass und dem zerstörerischen Verhaltenssyndrom.

 

Übersetzung unseres Partnerblogs Heplev

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Freitag, 16 Mai 2014