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Axt-Attacke in Jerusalem: Was ich jetzt erwarte

Axt-Attacke in Jerusalem:

Was ich jetzt erwarte




von Gerrit Liskow

Nach der Terror-Attacke auf eine Synagoge in Har Nof, Jerusalem, erwarte ich:

Einen Aufruf der UN, „nicht weiter an der Spirale der Gewalt“ zu drehen. Weitere Sanktionen der EU gegen den „Siedlungsbau in den besetzten Gebieten“. Einen Appell zu „mehr Ruhe“ von Präsident Obama.

Eine kämpferische Trauer- und Solidaritätsanzeige im Neuen Deutschland „für die beiden tapferen, von den Zionisten kaltblütig Ermordeten sowie für alle anderen PalästinenserInnen“, finanziert aus Frau Frauendeck-Högers und Annette Groths Bundestagsmandaten für „Die Linke“.

Die üblichen Beteuerungen der üblichen linken und islamistischen Selbstermächtigungssekten, dass sie „nur mit zionistischen Juden ein Problem“ hätten und sie selbst „überhaupt nicht antisemitisch“ wären; sie und ihre Brüder seien „schließlich selbst Semiten“.

Eine von Max Blumenthal und David Sheen organisierte und moderierte Diskussionsveranstaltung, in der „Die Judeo-Nazis“ einem begeisterten Publikum als „die wahren Drahtzieher“ der Axt-Attacke von Har Nof angepriesen werden (erhältlich auch im „linken“ Buchhandel).

Eine Predigt von Margot Käßmann, in der sie darlegt, warum „nur das Gebet der Weg zum Frieden“, antifaschistische Selbstverteidigung jedoch „nie die Lösung“ wäre. Sowie einen von der Wachtel organisierten Abend „mit Liedern und Gedichten, die das Blutvergießen auf beiden Seiten“ thematisieren; in Remagen.

Erklärungen von nationalen Sozialisten, die „den Heldenmut des palästinensisch-arabischen Volkes im Kampf gegen das Welt-Judentum und die Plutokratien des Westens“ feiern und „das Attentat als Ablenkungsmanöver von der Welt-Wirtschaftskrise durchschauen“.

Erklärungen von internationalen Sozialisten, wonach Israel plane, „die bewaffnete Intervention gegen die vier Rabiener (sic) für weitere, massenmörderische Militärinterventionen im zionistisch besetzten Teil von Palästina auszunutzen“.

Innovative Begründungen in Spiegel, Zeit und Focus, warum „die Opfer des spontanen Jihads selbst schuld“ wären und warum wir uns da „besser raus halten: im eigenen Interesse“. 

Ein, zwei Sonntagsreden von der CDU, aus denen hervorgeht, dass „sowas bei uns nicht“ passieren kann, weil „Deutschland im Kampf gegen Antisemitismus“ immer schon weltweit führend und siegreich war.

Einen von der Bundestagsfraktion der deutschen Sozialkleptokratie organisierten „Bildungsurlaub in den besetzten Gebieten“, damit sich ein paar ausgesuchte SPD-GenossInnen davon überzeugen können, wie schrecklich das Leben jener Palästinenser (pardon: Menschen) ist, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen – z.B. bei der Firma Soda-Stream.

Hilflos-„alternatives“ Geschwafel über Opfer der Opfer, die immer wieder Opfer werden, weil Opfer, die Opfer werden, auch immer Opfer sind, die schon mal Opfer waren; zumindest ein Stück weit.

Einen Aufsatz von Judith Butler, in dem sie erklärt, warum der Mord an den vier Rabbinern ein Beweis für den „inhärenten Rassismus des Apartheid-Staates Israel“ sei und in dem sie ferner für eine gerechte Verteilung des Terror-Risikos auf „alle von den Zionisten systematisch benachteiligten und aus dem Leben der Mehrheitsgesellschaft strukturell ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen“ plädiert.

Neues Unterrichtsmaterial von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften um im „bewaffneten Konflikt endlich beide Seiten zu verstehen“. Ferner mindestens einen Lichtbildervortrag in der örtlichen Volkshochschule, in dem jene „Mauer“ angeprangert wird, die „aus Palästina ein geteiltes Land“ macht.

Einen Beschluss der Französischen Nationalversammlung, „den Staat Palästina“ schleunigst anzuerkennen. Herzliche und aufrichtige Gratulationen des Königs von Schweden zur „palästinensischen Eigenstaatlichkeit“. Verstärkte Bemühungen von George Galloway und anderen Islamisten, die Gegend zwischen Jordan und Mittelmeer in eine „israel-freie Zone“ zu verwandeln, à la Bradford oder Falludschja.

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Autor: liskowde
Bild Quelle:


Mittwoch, 19 November 2014