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Heldengedenktag und Bevölkerungsstatistik

Heldengedenktag und Bevölkerungsstatistik


Seit Beginn der Zählung um 1860 wurden 23.544 Kämpfer und Soldaten in Israel getötet. Allein im vergangenen Jahr, seit dem letzten Gedenktag für die gefallenen Soldaten, haben weitere 97 ihr Leben verloren, darunter 60 Soldaten und 37 verwundete Veteranen, die ihren Verletzungen erlagen.

von Ulrich W. Sahm

 

Mitgezählt werden Soldaten, Geheimdienstleute, Polizisten, Beamte des Strafvollzugs und Mitglieder der Jüdischen Brigade des Weltkriegs. Zudem sind seit der Gründung des Staates 3.117 Zivilisten bei Terrorakten ermordet worden. Seit dem letzten Yom Hazikaron (Gedenktag) wurden 11 Zivilisten bei Anschlägen getötet. Das jüngste Opfer ist die britische Austauschstudentin Hannah Bladon gewesen. Sie wurde in der Jerusalemer Strassenbahn an Karfreitag erstochen. Es gibt derzeit 9.157 trauernde Eltern, 4.881 Witwen gefallener Sicherheitsleute, 1.843 Waisen und Tausende Geschwister von Gefallenen.

 

Bevölkerungszahlen

 

Vor dem israelischen Unabhängigkeitstag veröffentlicht das Zentralbüro für Statistik (CBS) neueste Daten zur Entwicklung der israelischen Bevölkerung. Sie wird in seinem 69. Jahr des Bestehens auf 8,68 Millionen geschätzt, fast elfmal so viel wie die 806.000 bei seiner Gründung im Jahr 1948. Insgesamt sind 6,48 Millionen Menschen, etwa 75% der israelischen Bevölkerung, jüdisch. Araber machen 21% der Bevölkerung aus (1,8 Mio. Menschen), und die restlichen 4,5 Prozent sind Drusen oder gehören einer anderen Ethnie an. Die jüdische Bevölkerung in Israel stellt 43% der weltweiten jüdischen Bevölkerung dar, die auf 14,4 Millionen geschätzt wird. Im Gegensatz dazu lebten insgesamt 6% des Weltjudentums in Israel im Jahr 1948, als weltweit 11,5 Millionen Juden gezählt wurden. Die Gesamtbevölkerung des Landes wuchs seit einem Jahr um 159.000, was einer Steigerung von 1,9% entspricht. Während dieser Zeit wurden etwa 174.000 Babys geboren, 44.000 Menschen starben und 30.000 neue Einwanderer kamen in Israel an. Das CBS schätzt, dass die israelische Bevölkerung bis 2048 auf rund 15,2 Millionen Menschen steigen wird. Insgesamt wurden etwa 75% aller israelischen Juden im Land geboren. Als der Staat Israel 1948 gegründet wurde, waren nur 35% der Juden im Land geboren.

 

Die grösste Stadt in Israel ist Jerusalem mit rund 865.000 Einwohnern. Die kleinste Ortschaft ist Neve Zohar im Süden mit nur 71 Personen.

 

Statistik zur Religiosität

 

Während in Deutschland weder nach dem „Migrationshintergrund“ noch nach der Religionszugehörigkeit gefragt werden darf, hinterlassen zahlreiche, besonders von dpa verbreitete Fotos aus Israel den Eindruck, als seien ultraorthodoxe Juden omnipräsent, gleichgültig ob es um Siedlungen oder Bademode am Strand von Tel Aviv geht. Der Eindruck entsteht, als seien die israelischen Juden sehr fromm und wie die „Ostjuden“ aus Polen im 19. Jahrhundert gekleidet. Das Statistische Amt hat ermittelt, dass 44% Prozent der jüdischen Israelis nicht religiös seien. 24% bezeichnen sich als Traditionalisten, sind äusserlich bestenfalls an einer kleinen Kipa auf dem Hinterkopf zu erkennen, 12% betrachten sich als religiös-nationalistisch. Nur 11% gelten als religiös und lediglich 9% als ultra-orthodox (Haredi). Nur diese letzten 9% tragen die traditionelle schwarze Kleidung. Wenn man von diesen 9% auch noch die überwiegende Mehrzahl Kinder und Frauen abzieht, bleibt nur noch ein winziger Prozentsatz übrig. Und da diese Orthodoxen überwiegend in geschlossenen, separaten Vierteln leben, wie Bnei Brak, Mea Schearim in Jerusalem oder Beth Schemesch, wirkt es so, als hätten sie sich die Nachrichtenagenturen einen bezahlten Orthodoxen angeheuert, damit der bei fast jeder Szene wie zufällig durch das Bild huscht.

 


Heldengedenktag. Foto David Michael Cohen/TPS

 

Unter der nichtjüdischen Bevölkerung sind 21% nicht religiös, 23% sind „nicht so religiös“, 52% betrachten sich als fromm und nur 4% als sehr religiös.

 

Bildung

 

Während es bei der Gründung des Staates nur zwei Hochschulen gab, das Technion in Haifa und die Hebräische Universität von Jerusalem, gibt es heute 63 Institutionen im ganzen Land, darunter neun Universitäten und 33 Hochschulen.

 

 

Audiatur Online - Foto oben: Heldengedenktag. Foto David Michael Cohen/TPS


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Dienstag, 02 Mai 2017