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Arabische Staaten warnen Israel vor türkischen Aktivitäten in Jerusalem

Arabische Staaten warnen Israel vor türkischen Aktivitäten in Jerusalem


Jordanien, Saudi-Arabien und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben Israel im Laufe des letzten Jahres unabhängig voneinander vor den türkischen Aktivitäten in Ostjerusalem gewarnt.

Diese spiegelten einen Versuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan widers, ‚sich die Jerusalemfrage zu eigen zu machen‘.

 

Hochrangige Beamte in Amman und Ramallah berichteten Israel, dass die Türkei ihren Einfluss in den arabischen Bezirken Jerusalems ausdehne. Vertreter des israelischen Verteidigungsestablishments erklärten Haaretz gegenüber, dass sie über die Entwicklung Bescheid wüssten und inzwischen mehr gegen das Vorgehen der Türkei unternommen werde. Die israelischen Geheimdienste würden die türkischen Versuche, in Ostjerusalem Fuß zu fassen, seit einem Jahr überwachen. Israelischen Quellen zufolge habe die Türkei ihre Präsenz in der Stadt auf verschiedenen Wegen verstärkt. Dazu gehörten Spenden an islamische Organisationen in den arabischen Bezirken, organisierte Gruppenreisen, die von islamistischen Gruppen in der Türkei arrangiert würden, von denen einige enge Verbindungen zur AKP Erdogans unterhielten, und die im Laufe des letzten Jahres mehrere tausend türkische Staatsbürger nach Jerusalem gebracht hätten, und die auffällige Präsenz türkischer Aktivisten bei den Demonstrationen am Tempelberg (der unter Muslimen als Haram al-Sharif bekannt ist). (…)

 

Jordanien sorgt sich in erster Linie um seinen eigenen Status als Wächter der muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem. Jordanische Regierungsvertreter erklärten ihren israelischen Amtskollegen gegenüber, vermutlich versuche Erdogan, diesen Status zu untergraben. Die PA befürchtet vor allem, dass die Unterstützung der Türkei die islamistische Opposition gegen die PA stärken wird, die der Hamas, ihrer Konkurrenz im Gazastreifen, ideologisch und politisch nähersteht. Saudi-Arabiens Bedenken rühren in erster Linie daher, dass Erdogan die Jerusalemfrage nutzt, um sein Image in der arabischen und muslimischen Welt zu stärken und sich in der Rolle des einzigen Machthabers aufzuspielen, der ernsthaften Widerstand gegen Israel und die Trump-Administration leistet.

 

 

Übersetzt von MENA Watch


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Dienstag, 03 Juli 2018






bisschen off topic. Der Osmane darf das und keine Sau regt sich auf. "Turkey finishes construction of 764-km security wall on Syria border" Link: https://www.dailysabah.com/war-on-terror/2018/06/09/turkey-finishes-construction-of-764-km-security-wall-on-syria-border

Zitat:"Saudi-Arabiens Bedenken rühren in erster Linie daher, dass Erdogan die Jerusalemfrage nutzt, um sein Image in der arabischen und muslimischen Welt zu stärken und sich in der Rolle des einzigen Machthabers aufzuspielen, der ernsthaften Widerstand gegen Israel und die Trump-Administration leistet." Da liegen die Saudis wohl richtig. Warum steigt die Kritik aus der Türkei an Israel in den letzten Jahren merklich an? Warum wird Trump von Erdogan als "Zionist" tituliert, nachdem dieser Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat? Vor Erdogan hat man solche Töne aus der ehemals säkularen Türkei eher nicht gehört. Es ist nicht nur der Iran, der im Nahost Konflikt die Finger im Spiel hat. Über Feindbilder kann man die Massen hinter sich einen. Israel bietet sich im Nahen Osten wegen seines religiösen Alleinstellungsmerkmals als Sündenbock geradezu an. Den Rest erledigt dann der Verweis auf den Koran. Religion als Treibstoff für nationale Machtansprüche.

zu@1: Auch im Irak wird gebuddelt. Nix davon in den dt. Medien: "Schutzvorkehrung gegen IS-Kämpfer: Irak baut Grenzzaun zu Syrien" Link: https://de.news-front.info/2018/07/04/schutzvorkehrung-gegen-is-kampfer-irak-baut-grenzzaun-zu-syrien/