Für die neueste Eskalation in Gaza ist der Iran verantwortlich

Für die neueste Eskalation in Gaza ist der Iran verantwortlich


Yom HaZikaron – in Israel der Gedenktag an die gefallenen Soldaten und Soldatinnen sowie die Opfer des Terrors.

Von Lisa Vavra

Seit dem letzten Wochenende stieg die Zahl derer, an die gedacht werden muss.

Am Wochenende vom 4. Mai stand Israel unter Beschuss, es gilt als schwerster Gewaltausbruch zwischen Israel und den Palästinensern seit dem letzten Gazakrieg vor fünf Jahren. Seit Samstag flogen etwa 700 Raketen auf Israel. Sie erreichten Städte wie Ashkelon, Ashdod und Beer Sheva. Vier Israelis wurden am Sonntag getötet und über hundert schwer verletzt. Das israelische Militär reagierte mit Gegenangriffen auf Stützpunkte der Terrororganisationen Hamas und des Islamischen Jihad in Gaza. Auf palästinensischer Seite gab es laut Gesundheitsministerium 19 Todesopfer und 146 Verletzte. Ziele waren Raketen-Abschussanlagen, Waffenfabriken und ein nach Israel führender Tunnel. Seit Montag herrscht Waffenruhe.

Während in früheren Gegenangriffen vonseiten Israels immer nur Einrichtungen der Hamas betroffen waren, gab es diesmal auch Angriffe gegen den Palästinensischen Islamischen Jihad. Der PIJ ist eine radikal-terroristische Organisation, die seit 1981 in palästinensischen Gebieten tätig ist. Seitdem gewann sie stark an Bedeutung. Ziel des Jihads – des Heiligen Krieges – ist es, ‚Palästina zu befreien‘, sprich: Israel zu vernichten. Die PIJ ist die einzige sunnitische Organisation, die Ayatollah Khomeini als Führer der gesamten islamischen Welt ansieht. Khomeini war der Wegbereiter der Islamischen Revolution im Iran und schuf nach deren Vollendung einen Staat, der auf islamischem Recht basiert.

Heute wird die PIJ hauptsächlich vom Iran finanziert und unterhält sehr gute Beziehungen zur Hisbollah. Dadurch konnte sich die Terrororganisation auf den Libanon und palästinensische Flüchtlingslager ausweiten. Auch die Hamas bezieht Gelder vom Iran, doch der Palästinensische Islamische Jihad ist zur Gänze ein politisches Instrument des iranischen Regimes. Jedes Jahr sendet der Iran etwa 100 Millionen Dollar in den Gazastreifen. Davon ist der Großteil für den Jihad bestimmt, den der Iran, dazu benutzt, seine Position in der Region zu stärken.

„Während die Hamas unter ägyptischer Vermittlung mit Israel eine Waffenruhe zu erreichen versuchte, taten der Islamische Jihad und seine Schutzmacht Iran alles, um einen Ausgleich zu verhindern. Es ist eine Art Stellvertreterkrieg. Während Ägypten, ein guter und solider Verbündeter Israels, den Gazastreifen beruhigen und vor allem von den jihadistischen Terrorgruppen im Nordsinai abschneiden will, sieht Iran das Territorium mit seinen zwei Millionen hochgradig belasteten Einwohnern als eine weitere, geradezu ideale Basis zur Stärkung seines Einflusses in der Region.“

Von israelischer Seite wird angenommen, dass die meisten der Raketen, mit denen der jüdische Staat am Wochenende attackiert wurde, vom PIJ und nicht der Hamas stammten. Der Iran ging vermutlich davon aus, dass Israel aufgrund des bevorstehenden Eurovision Song Contests in Tel Aviv und des Unabhängigkeitstages, zurückhaltend reagieren würde. Ähnlich wie die jährlich stattfindende Gay Pride Parade, steht auch der Eurovision Song Contest für Toleranz und Diversität. Dies steht in vollkommenen Widerspruch zu den Werten und Zielen des iranischen Regimes. Hier werden Kunstschaffende politisch verfolgt und auf Homosexualität steht die Todesstrafe.

Auch das Bündnis „Stop the Bomb“ macht den Iran für die Anschläge in Israel verantwortlich und fordert von Österreich eine nicht nur rein rhetorische Solidarität mit Israel. In Europa wird der iranische Präsident Hassan Rohani immer noch als moderat angesehen. Doch nur durch neue Sanktionen gegen den Iran kann ein Schritt in Richtung der Bekämpfung des Islamismus unternommen werden.

 

MENA Watch


Autor: MENA Watch
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Freitag, 10 Mai 2019









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